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Handball – TBV Lemgo Lippe: Nach dem Coup folgt die Pflicht

Das Selbstvertrauen ist groß nach dem Coup mit dem Gewinn vom DHB-Pokal. Nun folgt die Liga-Aufgabe beim Kellerkind HSG Nordhorn-Lingen. NRW-Kick schaut es sich an.

 

 

In Lingen Nordhorn niederringen

 

NRW-Kick. Nach zwei hochemotionalen Tagen an der Elbe blieb dem TBVTross noch Zeit für einen kurzen Zwischenstopp in der Heimat. Schon morgen geht’s weiter ins Emsland, wo die Lipper um 16 Uhr (live auf Sky Sport 6 HD) bei der akut abstiegsgefährdeten HSG Nordhorn-Lingen gefordert sind.

 

Sechs Spiele verbleiben dem Zwei-Städte-Klub aus dem Südwesten Niedersachsens, um sieben Punkte aufs rettende Ufer aufzuholen – vorausgesetzt, der Sechzehnte aus Balingen setzt alles in den Sand. Nordhorn, das in der Fremde bisher öfter gepunktet hat als in der heimischen Emsland-Arena, greift gegen den TBV Lemgo Lippe also nach dem voraussichtlich allerletzten Strohhalm, um sich im Falle des fünften Heimsieges noch eine winzige Chance auf den Klassenerhalt zu wahren. Dass man kürzlich den Recken aus Hannover knapp mit 20:22 unterlag, schmerzte. Den wichtigen 28:26-Siegen gegen die Eulen und Coburg gingen ein ebenso bitteres 20:22 gegen Minden sowie ein hauchzartes 29:30 in Wetzlar voraus. Und gegen die „Gallier von der Alb“, die es nun noch irgendwie einzuholen gilt, unterlag man Anfang April deutlich mit 24:35.

 

Das Restprogramm hat es mit zwei Auswärtsspielen in Berlin und Leipzig sowie einem Besuch von Titelaspirant Flensburg noch durchaus in sich. Für ihre ganz eigene „Mission: Impossible“ können auch die vom Ex-Lemgoer Daniel Kubes (2008 – 2010) trainierten Grafschafter immerhin auf Unterstützung bauen: Bereits für Sonntag sind 500 Zuschauer zugelassen. Aber auch der TBV verspürt Ansporn: Noch ist die
erfolgreichste Bundesligasaison des vergangenen Jahrzehnts möglich. Dafür bräuchte es noch zwei Siege aus den nächsten drei Spielen, um die Marke von 34 Punkten zu knacken.

 

Doch Vorsicht: Mit Robert Weber verfügt die HSG über eine unangefochtene Tormaschine in ihren Reihen. So gut wie jeder vierte Treffer der Niedersachsen fließt auf das Konto des 35-jährigen Österreichers, der mit 207/100 Toren zu den ligaweiten Topscorern zählt. Sein Pendant auf dem linken Flügel ist Pavel Mickal. Seit 15 Jahren zählt der Tscheche bereits zum Nordhorner Inventar. Mit 93 Toren entpuppte sich der 37-Jährige schon in der vergangenen Spielzeit zum zweitbesten HSG-Werfer.

 

Auch im zweiten Bundesligajahr des Aufsteigers von 2019 gehört der Routinier zu den Dauerbrennern. Mit seiner aktuellen Ausbeute von 80/10 Treffern liegt er in der internen Torschützenliste auf Rang vier. Gefahr strahlt auch das altbekannte Rückraum-Duo um Philipp Vorlicek (96 Tore, 34 Assists) und Georg Pöhle (90/6, 65) aus, die beide schon im Lipperland aktiv waren. Komplettiert wird der Kreis mit Lemgoer Vergangenheit durch Julian Possehl. Mit Dominik Kalafut besitzen die Nordhorner zudem einen abschlussstarken Kreisläufer, der bisher 71 Prozent seiner Würfe im Tor unterbringen konnte und damit auf 70/1 Treffer kam.

 

Die bisherige Bundesliga-Bilanz gegen Nordhorn kann sich sehen lassen: Aus 23 Duellen gingen die Lipper bei drei Remis 15-mal als Sieger hervor.Schiedsrichter der Partie sind Marcus Hurst und Mirko Krag, Pay-TV-Sender Sky stimmt ab 15.25 Uhr auf Sky Sport 1 HD auf die vier weiteren Sonntagsspiele ein. Um 15.35 Uhr wird auch Sky Sport 6 HD freigeschaltet, wo das komplette TBV-Gastspiel ausgestrahlt wird

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