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Kreisliga C1 Lemgo

Kreisliga C1 Lemgo – Der Goalgetter-Report

Wir wollen den Appetit auf die neue Saison wecken. Wie? Mit der Vorstellung einiger Scharfschützen aus der C1 Lemgo. Klickt mal gerne hinein.

Tempodribblings mit Schleudertraumgefahr

Kreisliga C1 Lemgo (hk). Was wäre unser geliebter Fußball nur ohne Tore? Vor allem die jüngsten EM-Achtelfinal-Knaller zwischen der Schweiz und Frankreich (3:3 nach Verlängerung, 8:7 nach Elfmeterschießen) und Spanien und Kroatien (5:3) haben es eindrucksvoll bewiesen. Die Gier nach Beulen im Tornetz ist enorm, sind dies immerhin die Belohnungsfaktoren für die Teams. Lippe-Kick präsentiert einige besondere Spezialisten in dieser Disziplin, hat sich im Bereich der Torjäger in der ersten Kreisliga in Lemgo etwas genauer umgeschaut.

 

Ihr wollt lecker speisen? In angenehmer Atmosphäre? Dann ab zu:

 

Hendrik Stumpenhagen, TuS Almena, elf Tore, immer schon beim TuS Almena. Trikot-Nummer: Flexibel. „Was ihm nicht so am Körper spannt”, lächelt sein Coach Alexander Hoffmann verschmitzt im Lippe-Kick-Talk.

 

Spitzname: Henni

 

Marotten/Hobbys: 

Stumpenhagen ist eine Extertaler Frohnatur. Einer, der mit seiner umgänglichen, fast schon jovialen Art im Team gut ankommt.

Auch außerhalb vom Spielfeld trifft er meistens den richtigen Ton. Deshalb verabredet er sich mit Freunden und fährt Fahrrad. „Letztes Jahr ist er mit einem Mitspieler nach Bremen gefahren und zurück”, so ein staunender Hoffmann.

 

 

Hendrik Stumpenhagen

Was macht ihn so besonders: Wenn „Stumpe“ zu seinen unnachahmlichen Tempodribblings ansetzt, bekommen die gegnerischen Akteure meist ein Schleudertrauma und verknotete Beine. Mit seinen dynamischen Finten sorgt der Schlawiner bei seinen Gegenspielern für erhebliche Verwirrungssymptome. Bis zur A-Liga sind seine Qualitäten allseits bekannt, eher noch gefürchtet.

 

Seine Stärken: Ganz tief atmet TuS Almena-Coach Alexander Hoffmann völlig tiefenentspannt durch, um sodann loszulegen: „Mit Henni Stumpenhagen haben wir in Almena natürlich einen Kicker in unserem Team, wo du einfach froh sein kannst, dass er in deinem Team spielt und nicht bei den Gegnern.“ Der feurige Rotschopf scheint die gegnerischen Verteidiger mit seiner Extra-Klasse offenbar zu hypnotisieren.

 

Verbesserungspotenzial: 

Der in Dortmund wohnhafte Goalgetter steht nur am Donnerstag und den Wochenenden zur Verfügung. Hoffmann möchte sich gar nicht erst ausmalen, welche Fähigkeiten sein Pistolero entfalten würde, wenn er stets trainieren könnte. Man darf ja wohl noch träumen dürfen.

 

Lieferservice:

Zuerst denkt der Unterschiedsspieler an seine Elf. Wenn er direkt vor dem gegnerischen Kasten steht, schaut er zunächst einmal nach links, dann nach rechts, bemüht sogar den allseits gelobten Schulterblick, um sogar seine Mitspieler gut aussehen zu lassen. Deshalb fällt auch keiner vom Glauben ab, wenn Hoffmann via Lippe-Kick sagt: „Er ist in unseren Reihen auch der beste Vorbereiter.“

 

 

 

Jan Harder (Bild links), VfB Matorf, vier Tore, 21 Jahre alt. Ehemalige Vereine: VfB Matorf. Trikot-Nummer: 13.

 

Was macht ihn so besonders:

Noch in sechzig Jahren, wenn Jan Harder Pfeife rauchend im Schaukelstuhl sitzt und über seine jugendlichen Heldentaten sinniert, wird er sich an das Pokalspiel gegen den FC Schwelentrup-Spork/Wendlinghausen zurückerinnern. In diesem Do-or-Die-Match gelang ihm ein Fünferpack.

 

Seine Stärken:

Coach William Helmut registriert mit einem Lächeln im Gesicht: „Seine größte Stärke ist aber sein Willen, den Ball zu erkämpfen und unbedingt ein Tor erzielen zu wollen – egal wie.“ Ebenso die Ausdauer zählt zu seinen erwähnenswerten Qualitäten.

 

Verbesserungspotenzial:

Mehr Abgeklärtheit vor dem gegnerischen Gehäuse zu demonstrieren, rückt weit nach oben in die To-do-Liste. Und: Im Kopfballspiel weist Harder wohltuende Steigerungsinhalte auf.

 

Lieferservice:

Einen zweiten Thomas Müller besitzt der Verein für Bewegungssport nicht. Die Helmut-Jungs kommen vor allem über das Kollektiv. Im erfrischend kreativen und ideenreichen Mittelfeld wissen sämtliche Akteure mit Schnittstellenpässen zu brillieren. Helmut schwärmt: „Eine gute Ballführung, das Auge für den freistehenden Mann. Ich denke, wenige Mannschaften in unserer Liga haben so viele individuell gute Spieler.“ Vor allem Routinier Peter Unruh besitzt jedoch die besondere Gabe, den tödlichen Pass zu spielen. Mit seinem rasanten Antritt überläuft er gegnerische Kontrahenten, beweist dann vor dem gegnerischen Kasten Übersicht, um besser positionierte Mitspieler gewinnbringend in Szene zu setzen. Helmut bemerkt erleichtert: „Unsere Außenspieler mit Jonas Karsten (Bild links), Artjom Kindsvater oder Pascal Reichstein sind ebenfalls mit der enormen Geschwindigkeit und den präzisen Flanken eine Bereicherung für unser Spiel.“

 

Steigerungspotenzial:

Nicht nur in der Schule und Ausbildung ist diese Qualität hilfreich: eine schnelle Auffassungsgabe. Der clevere Harder benötigt keine ausgiebige Zeit, um seine Skills auf ein neues Level zu heben. Ob die physische Komponente oder auch seine Laufwege auf dem Spielfeld, Steigerungspotenzial ist hier eindeutig erkennbar, obwohl weiterhin Luft nach oben besteht.

 

 

 

 

 

 

 

Sven Kuhlemann, SG Bega/Humfeld II, vier Tore, 30 Jahre alt. Ehemalige Vereine: Trikot-Nummer: 7

 

Marotten/Hobbys: Der immanent eifrige Heimwerker drückt dem FC Schalke 04 die Daumen – in guten wie in schlechten Zeiten. Sein Coach gibt zudem preis: „Er ist der Gründer unserer Kicktipp-Runde mit 40 Leuten.”

 

 

Der schönste Treffer:

 

Scarlata besitzt ein fotografisches Gedächtnis, weshalb er in sich geht und rekapituliert: „Das beste Tor, an das ich mich erinnern kann, war gegen Lüdenhausen/Talle/Westorf II. Nicht nur, dass er drei Tore geschossen hat. Bei einem Konter lief er von hinten bis ganz nach vorne durch, bekam den Pass und schoss den Ball perfekt unten ins lange Eck. Das“, berichtet Scarlata durchaus mit Verve in seiner Stimme, „war ein perfektes Beispiel für sein Spiel.“

 

Was macht ihn so besonders: Kuhlemann ist Mr. Pattex bei den Dörentrupern. Er hält auch außerhalb vom Spielfeld alles zusammen. Auf den rhetorisch talentierten Zeitgenossen wird gehört, hat er sich schließlich nicht durch Würfel-Kunst in den Mannschaftsrat hineinmanövriert.

 

Seine Stärken: Sein Kampfgeist ähnelt dem von einem Braveheart. Auf dem Spielfeld opfert er sich für das Team auf. Bedingungslos. Mit seiner unglaublichen Dynamik muss das Schwungrad aufpassen, dass er innerorts nicht geblitzt wird, so schnell wie er flitzt. Sein Coach Dennis Scarlata hat bemerkt: „Er hat einen Spiel-IQ und sucht immer den Weg zum Tor.“

 

Lieferservice: Maurice Mellies (Bild rechts) ist der fähigste Tor-Butler im Team der SG Bega/Humfeld II. Ein halbes Dutzend Treffer stehen auf seinem Scorer-Konto. Metronom Mellies ist äußerst spielschlau, verfügt über ein extremes Spielverständnis, eine Litanei voller Übersicht, zudem über die Passqualitäten, um seine Mitspieler glänzen zu lassen. Ein weiterer Aspekt, der seine Beliebtheitswerte in die Höhe steigen lässt: „Zudem ist er auch sehr torgefährlich, was uns zugutekommt”, so Scarlata. Allzu gerne stattet Mellies der Muckibude seines Vertrauens einen Besuch ab. Immerhin will er in den intensiven Zweikämpfen doch widerstandsfähig und robust sein. Neben seiner SG Bega/Humfeld schlägt sein Herz für den deutschen Rekordmeister FC Bayern München. Vertrauen ist gut, doch Kontrolle ist besser. Scarlata erzählt: „Er trainiert immer mit einer Apple-Watch, damit er weiß, wie viel er gelaufen ist.”

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