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Fußballverletzungen – Teil 3: Adduktoren

Die Fußballverletzungen unterscheiden sich im Profifußball nicht sonderlich von denen aus dem Amateurbereich. Lippe-Kick schaut sich diese genauer an.

 

 

Adduktoren – und deren Beschwerden

 

 

Fußballverletzungen (bs). Natürlich, auch im Amateurfußball sind die Verletzungen äußerst vielschichtig. Diese sind von höchst unterschiedlicher Natur. Lippe-Kick ruft die nächste neue Serie ins Leben, guckt sich die unterschiedlichen Verletzungen on Detail an. Welche Art von Verletzungen gibt es, wie lange beträgt die Ausfallzeit. Wichtig: Welche Behandlungsmöglichkeiten sind am wirkungsvollsten?Auch im Fußballsport kann man sich besonders schwere Verletzungen zuziehen. Manche sind kleine, aber einige von denen können die Spieler um einige Monate zurücksetzen. Welche Verletzungen in welchem Ausmaß und wie man diese behandeln kann, zeigen wir Ihnen in unser folgenden Rubrik: „Fußball – Die Gefahr der Verletzungen“. Heute mit dem Thema „Adduktoren“.

 

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Bei den Fußballspielern sind die Adduktoren von besonders hoher Wichtigkeit. Denn diese Muskelgruppe gehört zu dem Bewegungsapparat eines jeden Spielers. Ein Adduktor ist ein spezieller Muskel, der ein bestimmtes Körperglied an den Körper heranzieht, es gibt sie an den Armen, aber auch an den Beinen. Die Adduktoren an den Beinen scheinen aber die Bekanntesten zu sein. Sie sind eng mit den Skelettmuskeln verwandt und stellen die direkten Gegenspieler zu den sogenannten Abduktoren dar. Das Wort Adduktor kommt aus dem Lateinischen und bedeutet frei übersetzt “Hinführer” oder “Hinzieher”. Ganz allgemein handelt es sich immer dann um einen Adduktor, wenn die Bewegung an den Körper herangeführt wird.

 

Adduktoren

 

Insgesamt gibt es etliche Adduktoren. Allein im Oberschenkel befinden sich sechs Adduktoren, deren Zusammenspiel die Bewegungen bestimmt. Der Gegenspieler zum Adduktor heißt Abduktoren, diese führen die Bewegungen, als Beispiel den Oberschenkel nach außen, vom Körper weg.

 

Verletzungen der Adduktoren

 

Verletzungen der Adduktoren können sehr häufig beim Fußballspielen oder auch beim Fußballtraining entstehen. Es kann zu Verhärtungen oder Risse kommen, die sich entweder als einseitige oder beidseitige Schmerzen an den Beinen äußern. Beidseitig auftretende Schmerzen gibt es besonders häufig im Frauenfußball, dies erkennt man besonders gut daran, wenn die Beine der Frau beim entspannten stehen besonders eng aneinander liegen. Um eineAdduktorenspannung dabei zu erkennen, kann man die Hüfte als Mittelpunkt wählen, da die Beine normalerweise senkrecht zu dieser nach unten stehen. Anspannen der Muskeln ist in diesem Zustand kaum möglich, da die Muskeln viel zu verkürzt sind.

Häufig sind eine falsche Körperhaltung oder falsches Training der Grund für Beschwerden an den Adduktoren. Daher sollte man grundsätzlich auf seine Bewegungen achten und nicht nur auf Anspannung trainieren, sondern den Muskel auch entspannen. Vor allem, da die meisten Fußballspieler ein Standbein und ein Spielbein haben, verspannt sich die Muskulatur im Oberschenkel dadurch einseitig mehr. Wenn dies zu häufig vorkommt und man nicht auf die Entspannung achtet, kann es im schlimmsten Fall zur Zerrung im einen Bein und zu Verspannungen im anderen Bein kommen.

Auch beim Schusstraining entstehen Adduktorenrisse sehr häufig, da es dort zu einer schnellen und abrupten Bewegung des Beins kommt. Noch plötzlicher passiert es meist bei einem Zweikampf oder einem Foulspiel, wenn das Bein eines Gegenspielers dabei stark nach außen getreten wird.

 

 

Behandlung

 

Am besten ist es bei Schmerzen in den Adduktoren die PECH-Regel einzuhalten, das heißt:

P=Pause, E= Eis, C=Compression, H =Hochlagerung

Das verletzte Bein mit einem Verband umwickeln und immer wieder mit einem Kühlakku kühlen. Der Kühlakku sollte hierbei nicht länger als 15 Minuten auf den Adduktoren liegen. Anschließend eine genauso lange Pause einlegen, bevor erneut gekühlt wird. Nach 24 Stunden sollten die Muskeln vorsichtig gedehnt und mit Wärme behandelt werden.

Die Verletzung kann je nach Schweregrad mehrere Tage, in seltenen Fällen auch mehrere Wochen dauern. Allerdings sollte ein Spieler mindestens solange abwarten bis die Schmerzen nachgelassen haben. Muskeln brauchen einige Zeit um sich wieder zu erholen. Ein zu frühes Training oder Spielen kann die Lage wieder verschlechtern und die Probleme könnten chronisch werden.

 

Übungen um Verletzungen vorzubeugen

 

Um Abduktorenveletzungen und eine Überdehnung zu vermeiden, ist es wichtig sie nicht allzu spontan zu belasten. Vor dem Spiel sollten ausreichende Dehnübungen vollzogen werden, denn auf diese Weise werden die Muskeln langsam aufgewärmt und sind dann besser vorbereitet, wenn eine plötzliche Beanspruchung bevorsteht.  Auf keine Fall jedoch, sollte ohne vorheriges aufwärmen trainiert oder gespielt werde. Aber auch abseits des Fußballplatzes können verschiedene Übungen absolviert werden, z.B. Trainingsübungen zur Kräftigung an Geräten, sowie Übungen mit dem Eigengewicht. Wenn die Muskeln trainiert sind, neigen sie seltener zu Rissen.

Außerdem bewährt haben sich Kompressionshosen. Dise schützen den Muskel vor Verletzungen. Viel Wasser trinken ist ebenfalls wichtig, nicht nur der Körper benötigt bei Sport ausreichend Flüssigkeit, auch unsere Muskeln.

 

Kurzes Beineschütteln

 

Während und nach einem Spiel kann jeder seine Abduktoren selber schützen. Während eines Spiels bietet es sich an, die Beine kurz auszuschütteln, um die Muskeln zu entspannen und so vor einer Überlastung zu schützen. Nach dem Abpfiff können auch Massagen hilfreich sein. Sie dienen nicht nur zur Entspannung, sondern können auch eine Präventionsmaßnahme für Muskelverletzungen darstellen. Jedoch sollten Fußballer grundsätzlich ihre Adduktoren, aber auch Abduktoren gezielt trainieren. Dadurch können Verletzungen auf dem Sportplatz deutlich verringert werden. Bitte jedoch bedenken: Zu einem adäquaten Training gehört nicht nur die Kräftigung und Aufbau der Muskulatur, sondern auch gezielte Dehn- und Stretchübungen.

 

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