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Kreisliga A Lemgo

SC Bad Salzuflen – Cakar wirft hin

Die Geduld war am Ende. SCB-Coach Cetin Cakar hat nach einigem Hin und Her sein Amt als Trainer des SC Bad Salzuflen zur Verfügung gestellt.

 

 

Cakars Geduldsfaden reißt

Kreisliga A Lemgo (ab). Einen Tag vor dem angesetzten Pokalspiel beim TuS Helpup steht der SC Bad Salzuflen ohne Trainer da. Cetin Cakar hat dem Verein nach einigen Monaten des Verhandelns und auch Hinhaltens mitgeteilt, nicht mehr als Trainer zur Verfügung zu stehen.

 

Dieser Bericht wird Ihnen präsentiert von:

 

 

Von André Bell

 

Cetin Cakar

Man kann nur erahnen, was hinter den Kulissen des SC Bad Salzuflen in den letzten Wochen und Monaten passiert sein muss, wenn Coach, oder jetzt Ex-Coach Cetin Cakar sagt, dass er „seit Wochen und Monaten geduldig genug, transparent genug und offen genug“ gewesen ist in Bezug auf die „Planung für die kommende Saison“, die offenbar überhaupt nicht angefangen hat: „Der Verein ist immer noch nicht so weit, dass er Gespräche führen kann, dass er planen kann. Sowas habe ich in den letzten dreißig Jahren nicht erlebt. Corona hin oder her, Vereinsvorstand oder Vorstandswechsel hin oder her. Aber ich denke, es ist ein Zeitpunkt gekommen, wo wir sagen, das macht keinen Sinn als Trainerteam.“ Auch über Neuzugänge ist nichts bekannt, über Abgänge hingegen schon. Marcel Funke wechselt beispielsweise zum TBV Lemgo II oder Jugoslav Ikac zu den SF Berlebeck-Heiligenkirchen.

 

„Die meisten Spieler haben sich abgemeldet“

Laut Cetin Cakar sind auch nicht mehr viele Spieler im Kader: „Das ist ärgerlich für die Spiele, aber die meisten hatten sich ja eh schon abgemeldet.“ Die Arbeit, die Cakar mit seinem Trainerteam kurz vor Beginn der Saison 2020/2021 angefangen hat, als man bei Null anfangen und innerhalb kürzester Zeit einen schlagkräftigen Kader aufzustellen – immerhin war der SC Bad Salzuflen beim Zeitpunkt des Saisonabbruchs Tabellendritter in der Kreisliga A Lemgo – wird laut Cakar „traurigerweise mit Füßen getreten, weil man nicht in der Lage war, alleine schon die Gespräche zu führen, damit eine Mannschaft oder den Kader planen kann. Das ist das eigentlich ärgerliche an der ganzen Sache. Ich musste auch Testspiele absagen, weil man nicht wusste, wie es weitergeht.“ Oder ob es überhaupt weiter geht, was jetzt mehr denn je in den Sternen steht.

 

„Es macht keinen Sinn mehr“

Cakar will seine Worte aber nicht als „Nachtreten“ verstanden wissen: „Ich will dem Verein nichts Böses, um Gottes Willen. Ich bin Sportsmann genug und sage, ich wünsche dem Verein alles Gute in der Zukunft. Und man weiß ja nie, im Fußball geht’s ja manchmal schnell.“ Jetzt steht aber erstmal die Entscheidung, „als Trainerteam zu sagen, bis hier und nicht weiter. Ab jetzt macht es keinen Sinn mehr.“ Ob der SC Bad Salzuflen am Donnerstag zum Pokalspiel antritt, und wenn ja mit welcher Mannschaft, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch offen.

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