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Interviews

Lippe-Kick-Partner – Smurfit Kappa im Gespräch

Guckt mal hinein, was Smurfit Kappa so zu bieten hat. Mit einem Klick seid ihr im Interview.

 

Nachhaltigkeit als großer Trumpf

 

Interviews (hk). Was wäre Lippe-Kick nur ohne seine großartigen Partner, die es erst möglich machen, dass wir so umfassend über den lippischen Fußball berichten dürfen. Der langjährige Kicker Florian Kühne, einst spielte er etwa für den TuS Horn-Bad Meinberg in den lippischen Gefilden, ist Manager Digital Marketing & Communication von Smurfit Kappa. Im Gespräch mit Lippe-Kick-Reporter Henning Klefisch äußert sich der gebürtige Lipper über sein Unternehmen, die eigenen Angebote und Ziele. Schaut auch gerne mal hier hinein https://www.youtube.com/watch?v=ukECXHo8QBo

 

 

Lippe-Kick: Smurfit Kappa ist eine Firma, die bundesweit ihre Kunden hat. Seit wann besteht das Unternehmen?

 

Kühne: „Smurfit Kappa ist ein globales Unternehmen, das mit 46.000 Mitarbeiter*innen in 35 Ländern und auf drei Kontinenten aktiv ist. Ein wichtiger Kernmarkt liegt im europäischen Raum und hier insbesondere auch in Deutschland. Gegründet wurde das Unternehmen in Dublin, von Jefferson Smurfit, im Jahr 1934.“

 

Lippe-Kick: Ihr Unternehmen hat sich auf die Produktion von Kartonage spezialisiert. Welche Produkte werden bei Ihnen hergestellt?

 

Kühne: „Bei Smurfit Kappa werden insbesondere individuelle Verpackungslösungen entwickelt, die vollständig auf die Anforderungen der Kunden zugeschnitten werden. Ein wichtiger Fokus liegt dabei auf der Entwicklung von papierbasierten Verpackungen, als Alternative zu Kunststoff-Verpackungen. Neben der individuellen Verpackungsentwicklung haben wir vor rund eineinhalb Jahren einen Onlineshop für Verpackungen gegründet, der standardisierte Kartonagen auf Kopfdruck und ab Lager anbietet. Hier haben Kunden die Möglichkeit, digital, schnell und einfach einzukaufen, mit Lieferung innerhalb weniger Werktage.“

 

Lippe-Kick: In vielen Wirtschaftsbereichen bestehen auch Konkurrenzunternehmen. Wie sieht dies in Ihrer Branche aus?

 

Kühne: „In der Verpackungsbranche existiert durchaus ein großer Wettbewerb. Neben einer Vielzahl an Kartonagen-Herstellern gibt es zudem eine breite Händler-Landschaft. Smurfit Kappa ist in diesem Umfeld allerdings deutlich differenziert, was mit unserem „integrierten“ Geschäftsmodell zusammenhängt. Integriert bedeutet, dass wir unseren gesamten Wertschöpfungskreislauf im eigenen Unternehmen halten. Wir betreiben Fortwirtschaft, führen eigene Recylingbetriebe, stellen das Papier in großen Produktionen selber her, verarbeiten dieses Papier zu Wellpappe und lizenzieren Verpackungen innerhalb unseres eigenen dualen Systems. Dies ist am Markt einzigartig und garantiert unseren Kunden zu jeder Zeit Top-Qualität und Liefersicherheit – auch in Zeiten knapper Rohstoffe.“

 

Lippe-Kick: Um in dem entsprechenden Markt bestehen zu können, muss man besser als die Mitbewerber aufgestellt sein. Was können Sie zu Ihrer Firmenphilosophie sagen?

 

Kühne: „Neben dem Vorteil, dass wir als integriertes Unternehmen (s.o.) eine deutliche Differenzierung aufweisen, liegt unsere Stärke ganz klar in der datenbasierten Produktentwicklung. Das bedeutet, dass wir mit leistungsstarken und branchenweit führenden Systemen vor jeder Produktentwicklung die gesamte Lieferkette unserer Kunden analysieren können. Wir berechnen bei Bedarf bis in das kleinste Detail, welche Verbesserungen und Einsparungen wir durch die Entwicklung neuer Verpackungslösungen für unsere Kunden erreichen und können so messbar aufzeigen, dass unsere Verpackungen zum Erfolg unserer Kunden beitragen. So können wir beispielsweise nicht nur sagen, wie viel Kunststoff unsere Kunden durch den Wechsel von Kunststoff auf Pappe reduzieren, sondern wir können zudem ausweisen, inwiefern sich Optimierungen auf den CO2-Fußabdruck auswirken. Dies ist für viele Unternehmen sehr relevant und zieht sich von der produzierenden Industrie bis in den Onlinehandel.

Mit einer weiteren Besonderheit können wir im gesamten Supermarkt-Umfeld überzeugen. Hier kommt derzeit jede rund fünfte Papp-Verpackung von Smurfit Kappa. Wenn wir hier mit Kunden arbeiten und neue Lösungen entwickeln, dann können wir neue Prototypen zunächst in unseren eigenen 3D-Supermärkten simulieren und per Eye-Tracking Erfolgserwartungen prognostizieren. Wie in einem Computerspiel schauen wir uns gemeinsam mit unseren Kunden diverse neue Designs an und entscheiden dann auf Grundlage entsprechender Prognosedaten, welche neue Verpackung letztlich in den Markt geht und welche nicht.“

Lippe-Kick: Der Online-Handel boomt immer mehr. Inwieweit profitiert auch Ihr Unternehmen davon?

 

Kühne: „Das Wachstum im Online-Handel spüren wir natürlich auch sehr stark. Neben den Aspekten der Nachhaltigkeit, des Auspackerlebnisse und des Brandings ist hier auffällig, dass sich sehr viele Unternehmen zunehmend mit dem ganzen Thema der Prozess- und Logistikeffizienz beschäftigen. So spiel hier die Optimierung von Pack- und Handlingzeiten eine große Rolle, genauso wie alles rund um die Last-Mile, also die letzten Meter zum Kunden.“

 

Lippe-Kick: Viele Unternehmen wollen expandieren. Wie sieht dies in Bezug auf Ihre Mitarbeiter aus?

 

Kühne: „Smurfit Kappa ist seit jeher ein Unternehmen, welches massiv durch Akquisitionen wächst. Allein in diesem Jahr sind mehrere Unternehmen zu unserem Konzern hinzugekommen – zuletzt wurden beispielsweise die Übernahmen eines Wellpappen-Produktionswerks in Peru sowie der Erwerb einer Papierfabrik, mit 600.000 Tonnen Recyclingkarton pro Jahr, angekündigt. So kommen laufend neue Mitarbeiter*innen zu unserem Unternehmen auf der ganzen Welt hinzu.“

 

Lippe-Kick: Die Umweltpolitik in der Bundesrepublik Deutschland stellt die deutsche Industrie immer mehr vor größeren Herausforderungen. In welchem Maße ist auch Ihr Unternehmen davon betroffen?

 

Kühne: „Die Themen Umwelt und Nachhaltigkeit spielen bei uns eine große Rolle. So erfassen wir unsere Fortschritte im Bereich Umwelt jedes Jahr in unserem „Smurfit Kappa Sustainability Report“ und schaffen so maximale Transparenz. Dabei orientieren sich unsere Ziele an den Vorgaben des Pariser Klimaabkommens sowie den „UN 2030 Sustainable Development Goals – SDG“.

Für diese Bemühungen, die insbesondere mit massiven Investitionen in Maschinen, Anlagen und Prozesse verbunden sind, wurde Smurfit Kappa in diesem Jahr als erstes FTSE 100 Unternehmen mit 5 Sternen ausgezeichnet. Diese Auszeichnung macht uns stolz – denn sie ist ein wichtiges Zeichen dafür, dass wir mit unserem Engagement definitiv auf dem richtigen Weg sind.“

 

Lippe-Kick: Jedes Unternehmen ist daran interessiert, dass ihre Belegschaft zufrieden und wenig Krankheitstage hat. Inwieweit werden sportliche Aktivitäten der Mitarbeiter unterstützt?

 

Kühne: „Gesundheit und Sicherheit ist ein zentrales Thema bei uns. Aus diesem Grund gibt es bei uns ein Programm, dass sich „Wellbeing for Life“ nennt. Im Rahmen dieses Programms, auf welches alle Mitarbeiter*innen an allen Standorten zugreifen können, bieten wir ein laufend wachsendes Angebot an Aktivitäten und Unterstützungen an, die sich auf die folgenden vier Säulen aufteilen: körperliches-, soziales-, finanzielles-, und geistiges Wohlbefinden. Hier sind neben konkreten Aktivitäten insbesondere auch persönliche Beratungen ein wichtiger Baustein, die unseren Mitarbeiter*innen helfen, individuelle Belastungen zu bewältigen.“

 

Lippe-Kick: Die Pandemie hat in vielen Wirtschaftsbereichen für große Einbrüche gesorgt. In welchem Maße war auch Ihr Unternehmen davon betroffen?

 

Kühne: „In unserer Branche hat sich selbstverständlich auch vieles verschoben und verändert. Das große Wachstum in Online-Handel, sowie der starke Drang nach mehr Nachhaltigkeit und weniger Kunststoff, haben aber zu einer extrem großen Nachfrage im Bereich papierbasierter Verpackungen geführt. Dies merken wir beispielsweise auch stark in unserem neuen Onlineshop, dem Smurfit Kappa eShop. Hier sehen wir großes Interesse an standardisierten Kartonagen ab Lager – von reinen Faltkartons, über anspruchsvolle E-Commerce Verpackungen bis hin zu großen und robusten Palettencontainern.“

 

Lippe-Kick: Gegenwärtig ist in ökonomischer Hinsicht ein Aufschwung zu spüren? Wie sieht Ihre persönliche Prognose aus?

 

Kühne: „Die aktuelle große Nachfrage nach papierbasierten, nachhaltigen Verpackungen wird auch nach meiner Sicht in Zukunft weiter voranschreiten. Wir sehen hier eine große Bewegung im Markt und merken gleichzeitig, wie wichtig dieser Schritt auch für unsere Kunden ist.“

 

 

Herr Kühne, Lippe-Kick dankt Ihnen für dieses Interview.

 

 

 

 

VfL Lüerdissen vs. SG Bentorf/Hohenhausen

 

(hk). Die hohen Hürden werden rund um den VfL Lüerdissen nicht abgebaut. Erneut stellt sich ein anspruchsvoller Widersacher in den Weg. Die Kalletaler sind noch ungeschlagen, haben sich mit fünf Zählern im Verfolgerfeld positioniert. Mit einem Auswärtssieg etwa könnten die Lüerdisser tabellarisch sogar überholt werden. Zuletzt gewann Ben/Hoh satt mit 3:0 gegen den TSV Oerlinghausen II, fuhr somit seinen ersten Saisonsieg ein. „Sie werden mit Selbstvertrauen bei uns auf dem Platz auflaufen“, prognostiziert VfL-Spielertrainer Tim Steffen via Lippe-Kick. „Es ist eine spielerisch und körperlich starke Mannschaft, die sehr fit sein wird und uns vor große Herausforderungen stellen wird.“ Traditionell sind die Spiele zwischen den beiden Teams immer sehr hart umkämpft. Damit rechnet Steffen auch im heutigen Vergleich. Unter einer Flutlichtatmosphäre und wohl zahlreichen Schaulustigen rund um den engen Sportplatz werden das Waldstadion wohl in einen Hexenkessel verwandeln. „Wir müssen gut ins Spiel hineinfinden, von Anfang an konzentriert und fokussiert zu sein. Der kämpferische Aspekt wird wichtig sein, um gegen Ben/Hoh zu bestehen.“ Immerhin lobt er ausdrücklich die enorm hohe Kaderqualität der Kalletaler, die auf sämtlichen Positionen sehr gut besetzt sind. „Deshalb wird es sicherlich nicht einfach, die avisierten drei Punkte zu holen“, hoffen die Lüerdisser am Ende dieser Partie auf eine zweistellige Anzahl an Punkten auf dem eigenen Konto. Allerdings haben die Lüerdisser selbst absolut überzeugt, beeindrucken mit vielen Automatismen, einem guten Positionsspiel, verfügen über reichlich Kraft im mentalen und körperlichen Segment. Sieben Punkte haben die Waldstadion-Männer schließlich nicht beim Preisausschreiben gewonnen. Stimmungsfördernd liest sich die Personalsituation. Taktgeber Norman Wehmeier gibt sein Comeback. Ebenfalls Alexander Quast. Jan Blübaum urlaubt jedoch ganz genüsslich. Seine körperlichen Beschwerden nicht vollends überwunden hat der Tempo-Dribbler Ferhat Havadir. Selbstredend gesellt sich noch der Langzeitverletzte Tim Plöger hinzu.

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