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Lippe, deine Fußballtrainer

Lippe, deine Fußball-Trainer – Folge 30: Tobias Gatzke

Die Trainer der Bezirks- und Kreisligen aus den FuL-Kreisen Detmold und Lemgo. Lippe-Kick porträtiert sie in der neuen Serie. Heute rücken wir Tobias Gatzke vom Post TSV Detmold II in den Fokus.

 

 

„Fußball ist mein Ausgleich zum Alltag und andersrum ist es genauso.“

 

(ts). Ein wundervoller Satz, den Tobias Gatzke da formuliert. Wer das behaupten kann, dem ist es möglich, das rechte Maß zu finden und schlussendlich ein zufriedenes Leben zu führen. Vor allem ein gesunder Teamgeist und körperliche Fitness sind für ihn elementare Bausteine, um erfolgreichen Fußball zu spielen. Lippe-Kick-Reporter Thomas Sauerbier hat nicht nur im Gespräch herausgefunden. Viel Spaß beim Kennenlernen!

 

Ihr habt Schmerzen? Wir helfen euch!

 

 

Alter: 35

 

Verein: Post TSV Detmold

 

Trainer im Verein seit: August 2019

 

Trainer seit: 2011

 

Trainerlaufbahn: FSV Pivitsheide, Post TSV Detmold und Co-Trainer bei den Cherusker Detmold seit 2020

 

Spielerlaufbahn:

Minikicker bis zur C–Jugend bei FSV Pivitsheide

 

Erstes Jahr C–Jugend bei Arminia Bielefeld (U14)

 

Erstes Jahr C–Jugend bei FSV Pivitsheide

 

Erstes Jahr B–Jugend bei FSV Pivitsheide

 

Ein Jahr B–Jugend, TBV Lemgo, Landesliga (Meister geworden)

 

Zwei Jahre A–Jugend, TBV Lemgo, Landesliga

 

Drei Jahre TBV Lemgo, Senioren

 

Drei Jahre TuS Horn-Bad Meinberg, Senioren

 

Mit 24 Jahren: Spielertrainer bei FSV Pivitsheide

 

Mit 31 Jahren: Spielertrainer beim Post TSV Detmold in der zweiten Mannschaft (für ein halbes Jahr, dann Spieler der 1. Mannschaft)

 

Seit letzter Saison wieder Spielertrainer der zweiten Mannschaft beim Post TSV Detmold.

 

Lippe-Kick: Wie bist du zum Trainerposten in deinem Verein gekommen?

 

Tobias Gatzke

Gatzke: „An den Posten bin ich durch Michael Grundmann gekommen. Wir kennen uns schon von klein auf, haben zusammen Kreisauswahl gespielt und nach acht Jahren FSV wurde es mal Zeit für was Neues.“

 

 

Lippe-Kick: Auf welche Aspekte legst du persönlich im Training einen besonderen Wert?

Gatzke: „Großen Wert lege ich auf Passspiel und Bewegen ohne Ball. Man muss seinen Mitspielern immer wieder Möglichkeiten geben, um ihnen zu helfen.“

 

Lippe-Kick: Was sind für dich absolute Grundvoraussetzungen in der Zusammenarbeit zwischen Spielern und Trainer?

Gatzke: „Absolute Grundvoraussetzungen sind Ehrlichkeit und Vertrauen. Wenn jemand irgendwas hat, kann er immer zu mir kommen. Und Vertrauen dahingehend, dass jeder Spieler von mir das Vertrauen bekommt, aber es auch zurückgeben muss, indem er an das glaubt, was ich ihm vermitteln möchte.“

 

 

 

Lippe-Kick: Für welche Spielkultur stehst du bzw. welche Spielstrategie hältst du für die erfolgversprechendste?

Gatzke: „Spielkultur und Strategie sind immer schwierig. Grundsätzlich mag ich den Ballbesitzfußball. Allerdings macht es auch Sinn, den spielschwächeren Gegnern mal den Ball zu überlassen, um dann ihre Fehler im Aufbau auszunutzen. Es kommt immer auf den Gegner an.“

 

Lippe-Kick: Dein schönstes Erlebnis als Trainer?

Gatzke: „Mein schönstes Erlebnis als Trainer war wohl der Aufstieg mit FSV Pivitsheide, in meinem ersten Jahr als Spielertrainer mit 24.“

 

Lippe-Kick: Dein negativstes Erlebnis als Trainer?

Gatzke: „Dagegen war wohl das beschissenste Erlebnis der direkte Abstieg – ein Jahr später. Uns haben, nach dem Aufstieg, viele Spieler verlassen, der Verein hatte darauf keine Antwort und wir haben in jedem Spiel ums Überleben kämpfen müssen und den Kampf am Ende leider verloren.“

 

 

Lippe-Kick: Gibt es Vorbilder, an denen du dich als Trainer/Mensch orientierst?

Gatzke: „Ganz besonders in Erinnerung sind mir zwei Trainer geblieben. In der B-Jugend bei Lemgo war es Jimmy Ongley. Da standen Disziplin und Fitness an oberster Stelle. Genau dasselbe war bei Ivan Maros der Fall. Und mit beiden Trainern durfte ich sehr erfolgreich Fußball spielen.“

 

 

Lippe-Kick: Erinnerst du dich an das Spiel, in dem du dich als Trainer am meisten gefordert fühltest?

Gatzke: „Ich denke, in jedem Spiel ist man als Trainer gefordert. Weil immer Situationen auftreten können, die unvorhersehbar sind und worauf man reagieren muss.“

 

 

 

Lippe-Kick: Welche Ziele verfolgst du persönlich als Trainer?

Gatzke: „Mein Ziel ist, dass ich die Jungs immer weiterentwickeln kann. Genau das möchte ich als Trainer auch und deswegen würde ich auch gerne noch meine B- und die A-Lizenz machen.“

 

Lippe-Kick: Was könnte deine Arbeit als Trainer aktuell erleichtern? Gibt es Ärgernisse für dich?

Gatzke: „Da gibt es nichts. Das gehört alles dazu, so wie es ist oder kommt.“

 

 

Lippe-Kick: Welche Tugenden sind in deinen Augen die wichtigsten, die man mitbringen muss, um als Coach gute Arbeit leisten zu können?

Gatzke: „Dass man ehrlich und teamfähig ist. Man gibt zwar als Trainer alles vor, aber trotzdem muss man im großen Team zusammenarbeiten. Das nicht nur mit seiner Mannschaft, sondern auch mit den anderen Trainern und dem Fußballobmann.“

 

 

Lippe-Kick: Was ist im Training oder Spiel für dich absolut inakzeptabel?

Gatzke: „Im Training inakzeptabel ist, wenn man die eineinhalb Stunden nicht vernünftig mitmacht. Es gibt immer wieder Pausen, aber man sollte sich schon vernünftig konzentrieren und nach bestem Gewissen mitmachen.“

 

 

Lippe-Kick: Bist du an der Seitenauslinie eher der sachliche Dirigent oder der impulsive, lautstarke Typ?

Gatzke: „An der Seitenlinie bin ich meistens ruhig, aber manchmal bricht es auch aus mir raus. Man kann nicht immer ruhig bleiben.“

 

 

Lippe-Kick: Thema: Stressbewältigung. Was hilft dir, den Akku wieder aufzuladen und vom Ligaalltag abzuschalten? Hast du eventuell ein Hobby, das dir dabei hilfreich ist?

Gatzke: „Ich muss vom Fußball nicht abschalten. Fußball ist mein Ausgleich zum Alltag und andersrum ist es genauso.“

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