Nach der deutlichen Niederlage beim Tabellenführer gelang dem HEV ein weiterer Heimsieg. Hier sind beide Spielberichte.
Ice Dragons gewinnen HEV-Duell – Harte Arbeit wird belohnt
OWL-Sport. Herford stark in der Drachenhöhle – der Herforder Eishockey Verein hat das wichtige Spiel gegen den Herner EV Miners mit 5:2 (1:2/2:0/2:0) gewonnen und bleibt in der heimischen imos Eishalle „Im Kleinen Felde“ weiterhin ohne Verlustpunkt. Dabei war das HEV-Duell das erwartet schwierige Spiel, in dem die Ice Dragons sehr hart für den Erfolg arbeiten mussten. Bereits in der 3. Minute durften die ostwestfälischen Eishockeyfans erstmals jubeln. Brandon Schulz netzte nach einem Bully unhaltbar zum 1:0 ein. In der Folge versäumte es das Herforder Team die Führung im ersten Drittel weiter auszubauen und die Miners kamen immer besser in die Partie. Samuel Eriksson glich in der 17. Minute zum nicht unverdienten 1:1 aus und als Dennis Swinnen rund 120 Sekunden vor der ersten Pausensirene für Herne traf, hatten die Gäste das Spiel zunächst einmal gedreht.
Im Mittelabschnitt sahen die fast 900 Besucher dann eine ausgeglichene Partie mit Torgelegenheiten auf beiden Seiten. Anton Seidel war es dann, der in der 26. Minute für die Gastgeber treffen sollte und das Ergebnis auf 2:2 stellte. Nach nicht ganz der Hälfte der Spielzeit kam es dann zu einer Schlüsselszene des Spieles. Eine langer Videobeweis und das kurz darauf folgende PowerBreak sorgten bei den Aktiven für eine mehrminütige Pause, aus der Herford hellwach herauskam. So erzielte Emil Lessard Aydin in der 33. Minute das 3:2 für die Ice Dragons, womit letztmals die Seiten gewechselt wurden.
Im letzten Drittel agierte Herford dann sehr clever, ließ nur noch wenige Gelegenheiten für den Gegner zu und stellte in Person von Marius Garten das Ergebnis in der 46. Minute auf 4:2. Herne warf in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne, brachte kurz vor dem Ende noch einen zusätzlichen Feldspieler für Torhüter David Böttcher Miserotti, doch Emil Lessard Aydin sorgte mit seinem zweiten Treffer in der 60. Minute für den Endstand.
Chefcoach Henry Thom zeigte sich im Anschluss zufrieden, mahnte jedoch auch vor zu viel Euphorie: „Es war heute ein schweres Stück Arbeit und das erwartet enge Spiel gegen Herne. Am Ende hat die Mannschaft dann sehr clever mit der Führung im Rücken gespielt. Natürlich sind wir mit dem bislang Erreichten zufrieden, doch wir müssen immer daran denken, von wo wir
hergekommen sind und dass wir eine sehr junge Mannschaft haben. Wir haben eine positive Momentaufnahme, mehr aber auch nicht. Auch bei uns wird es in einer langen und intensiven Saison Phasen geben, die nicht nach Wunsch laufen, solche Phasen wird jedes Team irgendwann einmal haben. Wir dürfen nicht zu früh zu euphorisch werden und müssen immer wissen, wie hart wir für unsere Punkte arbeiten müssen“. Die Ice Dragons nehmen mit 18 Punkten derzeit Platz 4 in der Tabelle ein und haben sich auf die unteren Tabellenregionen etwas Luft verschafft. Am kommenden Freitag spielt der HEV bei den Hannover Indians, am Sonntag sind die Icefighters Leipzig ab 18.30 Uhr zu Gast in der imos Eishalle „Im Kleinen Felde“. Tickets für das Heimspiel gibt es online unter www.scantickets.de sowie im Fachmarkt des Marktkaufs Herford. Ab 17.30 Uhr wird zudem die Abendkasse geöffnet.
Tore:
1:0 02:54 Brandon Schultz (Emil Lessard Aydin / Ryley Lindgren)
1:1 16:30 Samuel Eriksson (Niko Ahoniemi / Nicklas Müller)
1:2 18:08 Dennis Swinnen (Niko Ahoniemi / Samuel Eriksson)
2:2 25:26 Anton Seidel (Jegors Kalnins / Yannis Walch)
3:2 32:46 Emil Lessard Aydin (Ryley Lindgren / Mika Hupach)
4:2 45:03 Marius Garten (Leon Köhler / Dennis König)
5:2 59:13 Emil Lessard Aydin EN
Strafen: Herford 8 Minuten, Herne 6 Minuten
Zuschauer: 874
Streambuchungen: 271

Foto: Ryley Lindgren / Photocredit (c): Jana Hemmelmann
Ice Dragons chancenlos beim Tabellenführer – Deutliche Niederlage bei den Hannover Scorpions
OWL-Sport. Der Herforder Eishockey Verein hat das Gastspiel bei den Hannover Scorpions in der Oberliga Nord deutlich mit 2:7 (0:2/0:2/2:3) verloren. Die Ice Dragons waren beim Tabellenführer und Topfavorit weitestgehend chancenlos, agierten zu häufig mit individuellen Fehlern, während Hannover diese gnadenlos und effizient ausnutzte. In der Anfangsphase gestalteten die Ostwestfalen die Partie noch offen und hatten durchaus Gelegenheiten, selbst in Führung zu gehen. Mit zunehmender Spielzeit setzte sich jedoch die Qualität der Scorpions durch. In der 12. Minute erzielte Brett Cameron die Führung der Niedersachsen durch einen abgefälschten Schuss. Unglücklich für den HEV war dann der Zeitpunkt des zweiten Treffers für Hannover. Unmittelbar vor der ersten Pausensirene arbeitete sich Pascal Aquin ungehindert durch die Defensive der Herforder und schloss zum 2:0 ab.
Ein Blitzstart im Mitteldrittel brachte die Gastgeber dann frühzeitig auf die Siegerstraße. In der 22. Minute traf Allan McPherson zum 3:0, rund 70 Sekunden später erhöhte Michael Knaub auf 4:0. HEV-Coach Henry Thom reagierte und wechselte Torhüter Kieren Vogel für Jakub Urbisch ein. Hannover hielt den Druck zwar weiterhin aufrecht, doch die Ice Dragons stabilisierten sich in der Defensive und ließen bis zum letzten Wechsel keinen weiteren Treffer zu, ohne allerdings selbst viele Offensivakzente zu setzen.
Gleich zum Auftakt des Schlussabschnitts gab es für die Ostwestfalen eine Hiobsbotschaft. Kieren Vogel verletzte sich ohne Einwirkung des Gegners bei einer Abwehraktion und musste das Eis unter Schmerzen verlassen. Somit kehrte Jakub Urbisch in das Gehäuse zurück. Eine kuriose Szene sorgte dann in der 47. Minute für den ersten Herforder Treffer. Bei angezeigter Strafe für den HEV verlies Scorpions-Torhüter Kevin Reich das Eis zugunsten eines weiteren Feldspielers. Im Herforder Verteidigungsdrittel verunglückte dann ein Rückpass des Tabellenführers und der Puck rutschte über das gesamte Spielfeld ins Hannoveraner Tor. Da Marius Garten der letzte Spieler war, der vor der angezeigten Strafe aus Herforder Sicht die Scheibe berührt hatte, wurde ihm der Treffer gutgeschrieben. Hannover geriet jedoch nicht ins Wanken und nutzte die anschließende Überzahlsituation durch Pascal Aquin zum 5:1. In der 54. Minute erhöhte Dylan Wruck für die Gastgeber auf 6:1, bevor Emil Lessard-Aydin zwei Minuten später noch einmal auf 2:6 für Herford verkürzte. Lukas Bender setzte in der 58. Minute schließlich den Schlusspunkt zum 7:2 für die Hannover Scorpions.
Auch Herfords Headcoach erkannte die Überlegenheit der Niedersachsen an: „Wir haben heute verdient verloren. Wir sind ganz ordentlich gestartet, haben dann aber die Qualität der Scorpions nicht mehr richtig in den Griff bekommen. Je länger das Spiel dauerte, desto deutlicher wurde das Übergewicht.“ In der Tabelle rutschte Herford um einen Rang mit 15 Punkten auf Platz 5 ab, steht somit in der sehr ausgeglichenen Oberliga Nord aber weiterhin in der vorderen Hälfte.
Tore:
1:0 11:09 Brett Cameron (Michael Knaub / Aaron Reinig)
2:0 19:46 Pascal Aquin (Marcus Götz)
3:0 21:00 Allan McPherson (Justin Kirsch)
4:0 22:13 Michael Knaub (Stephan Tramm / Victor Knaub)
4:1 46:41 Marius Garten
5:1 47:47 Pascal Aquin (Markus Eberhardt / Allan McPherson) PP1
6:1 53:53 Dylan Wruck (Brett Cameron / Justin Kirsch)
6:2 55:53 Emil Lessard Aydin (Brandon Schultz / Ryley Lindgren)
7:2 57:01 Lukas Bender (Markus Eberhardt / Michael Knaub)
Strafen: Hannover 8 Minuten, Herford 4 Minuten
Zuschauer: 1304
Beitragsfoto: Gleb Berezovskij / Photocredit (c): Jürgen Feyerabend – feyerdragon pic art









