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Eishockey

Eishockey – Herforder Ice Dragons bleiben in der oberen Tabellenhälfte

Nach der knappen Niederlage gegen die Indians holt der HEV einen Sieg in Duisburg. Hier sind beide Spielberichte.

 

 

Ice Dragons gewinnen Sonntagsabendkrimi – Dramatischer 5:4-Erfolg in Duisburg

 

OWL-Sport. Nichts für schwache Nerven – der Herforder Eishockey Verein hat in der Oberliga Nord Hauptrunde drei äußerst wertvolle Punkte durch einen 5:4-Auswärtserfolg bei den Füchsen Duisburg eingefahren. In einer dramatischen Begegnung überzeugten die Ice Dragons durch eine geschlossene Mannschaftsleistung und einen starken kämpferischen Auftritt, wodurch der verletzungsbedingte Ausfall von sechs HEV-Akteuren kompensiert wurde.

 

 

Ohne die fehlenden Brandon Schultz, Leon Köhler, Anton Seidel, Nick Walters, Philip Woltmann sowie Kieren Vogel kamen die Ostwestfalen zunächst gut in die Begegnung hinein und gingen durch Rückkehrer Logan DeNoble bereits in der 4. Minute per Überzahltreffer mit 1:0 in Führung. Im weiteren Verlauf des ersten Drittels hatten dann jedoch die Gastgeber mehr vom Spiel und kamen in der 13. Minute zum verdienten Ausgleich durch Jannis Kälble. Ausgerechnet bei einer weiteren Überzahlsituation lief der HEV in der 17. Minute in eine Kontersituation, die Linus Wernerson Libäck zum 2:1 für die Füchse abschloss.

 

 

Im zweiten Spielabschnitt erhöhte Herford dann den Druck, musste jedoch mehrfach auch schnelle Gegenzüge der Gastgeber überstehen. Ice Dragons-Torhüter Jakub Urbisch war es zu verdanken, dass der HEV nicht höher in Rückstand geriet. Obwohl die Ostwestfalen in der Schlussphase der zweiten 20 Minuten auf den Ausgleich drängten, blieb es bis zum letzten Seitenwechsel bei der knappen Duisburger Führung.

 

Foto: Jegors Kalnins (l.) und Timo Sticha (r.) nach dem Treffer zum 5:3 / Photocredit (c): Jana Hemmelmann

 

Dramatisch verlief dann das Schlussdrittel. Zunächst traf Marius Garten in der 48. Minute zum 2:2-Ausgleich, bevor erneut Logan DeNoble eine doppelte Überzahl zur 3:2-Führung für Herford nutzte (52.). Doch Duisburg hatte eine Antwort parat und glich rund sechs Minuten vor dem Ende durch Pascal Grosse ebenfalls im Powerplay zum 3:3 aus. Auf HEV-Seite folgten nun die Minuten von Jegors Kalnins, dem gleich zwei Geniestreiche gelangen. In der 55. Minute erkannte der junge Herforder Stürmer als einziger Akteur eine kuriose Spielsituation und drehte jubelnd ab. Auch das Schiedsrichtergespann musste erst einmal den Videobeweis studieren, wodurch der Treffer endgültig aufgelöst wurde. Nach einer Aktion hinter dem Duisburger Tor war der Puck im Außennetz liegen geblieben. Jegors Kalnins war gemeinsam mit Timo Sticha hinter das Duisburger Tor gefahren. Nachdem Timo Sticha mit dem Schläger den Puck aus dem Außennetz „herausgeklopft“ hatte, flog dieser über das Tor und über den Duisburger Torhüter Julius Schulte vor das Gehäuse der Füchse zurück. Jegors Kalnins hatte diese Situation schnell erkannt, fuhr zurück und nahm die heranfliegende Scheibe auf und drückte sie aus kurzer Distanz über die Linie. Kaum ein Mit- oder Gegenspieler hatte die schnelle Aktion mitbekommen, doch der Treffer war regulär und Herford führte erneut. Zwei Minuten später war es wieder Jegors Kalnins, der als einziger seinem eigenen Schuss aus spitzem Winkel hinterherging und den Rebound aufnahm und zum 5:3 einschob. Doch wer gedacht hatte, dass die Begegnung bereits entschieden sei, sollte sich täuschen. Duisburg zeigte Moral, gab sich nicht auf und verkürzte 80 Sekunden vor dem Ende noch einmal durch Martin Schymainski zum 4:5. Obwohl die Füchse noch einmal alles nach vorne warfen, verteidigte Herford den knappen Vorsprung und nahm schließlich alle drei Zähler mit auf die Heimreise.

 

 

„Duisburg hat ein sehr starkes erstes Drittel gespielt und lag zurecht in Führung. Im zweiten Durchgang haben wir dann mit mehr Emotionen gespielt und uns immer besser in das Spiel hineingearbeitet. Das letzte Drittel war dann sehr wild und am Ende gewannen wir als das glücklichere Team“, resümierte Chefcoach Henry Thom nach der aufregenden Begegnung. Der Herforder Eishockey Verein verbesserte sich durch den Sieg auf Platz 4 in der Tabelle und hat inzwischen ein kleines Punktepolster auf einige Teams aufgebaut. 28 (!) Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde weisen die Ice Dragons bereits einen Zähler mehr als in der gesamten Vorsaison auf.

 

 

Am kommenden Wochenende spielt der HEV in der Freitagsbegegnung zunächst auswärts bei den Rostock Piranhas, bevor am Sonntag ab 18.30 Uhr die Saale Bulls Halle zu Gast in der imos Eishalle „Im Kleinen Felde“ sind. Tickets gibt es online bis zwei Stunden vor Spielbeginn unter www.scantickets.de sowie im Fachmarkt des Marktkaufs Herford (Deichkamp). Mit Einlassbeginn öffnet zudem die Abendkasse ab 17.30 Uhr. Die Verantwortlichen des Herforder Eishockey Vereins empfehlen aufgrund der hohen Ticketnachfrage dringend die Nutzung der Vorverkaufsstellen.

 

Tore:
0:1 03:45 Logan DeNoble (Marius Garten / Niklas Hildebrand) PP1
1:1 12:22 Jonas Kälble (Adam Zoweil / David-Maximilian Lebek)
2:1 16:11 Linus Wernerson Libäck (Pontus Wernerson Libäck / Dennis Mensch) SH1
2:2 47:26 Marius Garten (Niklas Hildebrand / dennis Sticha)
2:3 51:51 Logan DeNoble (Marius Garten / Ryley Lindgren) PP2
3:3 53:45 Pascal Grosse (Nicklas Mannes / Linus Wernerson Libäck) PP1
3:4 54:25 Jegors Kalnins (Timo Sticha / Nils Wegner)
3:5 56:46 Jegors Kalnins (Timo Sticha / Nils Wegner)
4:5 58:38 Martin Schymainski (Linus Wernerson Libäck / Pontus Wernerson Libäck)

 

Strafen: Duisburg 18 Minuten, Herford 10 Minuten

 

Zuschauer: 705

 

Foto: Dennis Sticha (r.) / Photocredit (c): Jürgen Feyerabend – feyerdragon pic art.

 

Ice Dragons gehen gegen Indians leer aus – Spannung pur in voller Drachenhöhle

 

OWL-Sport. Bereits zum dritten Mal durfte der Herforder Eishockey Verein in dieser noch jungen Saison eine restlos ausverkaufte imos Eishalle „Im Kleinen Felde“ vermelden und erneut sollte den Zuschauern ein echtes Eishockeyspektakel geboten werden. 60 Minuten duellierten sich die Ice Dragons und die Hannover Indians auf Augenhöhle, am Ende entführten die Gäste nach einem spannenden Spiel alle drei Punkte beim 2:3 (1:0/0:1/1:2).

 

 

Zwar blieben zunächst hochkarätige Torgelegenheiten aus, dennoch kamen die Eishockeyfans voll und ganz auf ihre Kosten. Beide Teams versuchten offensive Akzente zu setzen, jedoch präsentierten sich die Defensivabteilungen des HEV und der Indians stark. So dauerte es bis zur 14. Minute, als Gleb Berezovskij eine der ersten Einschussmöglichkeiten nach glänzender Vorarbeit zum 1:0 für die Ostwestfalen nutzte. Diese knappe Führung sollte auch bis zum ersten Seitenwechsel Bestand haben.

 

 

Im zweiten Durchgang erhöhte Herford zunächst den Druck, ein weiterer Treffer gelang jedoch nicht. Anders die Hannover Indians. Igor Bacek nutzte in der 29. Minute ein Überzahlspiel und erzielte das 1:1 per Rückhandschuss. In der Folge hatten die Ice Dragons zwar Chancen zur erneuten Führung, doch bis zur letzten Pausensirene blieb es beim Unentschieden.

 

 

Im Schlussdrittel lieferten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch. Leon Köhler brachte in der 50. Minute die Gastgeber wieder mit 2:1 in Führung, doch nur 30 Sekunden später glich Igor Bacek mit seinem zweiten Treffer erneut zum 2:2 aus. Als Tobias Möller in der 54. Minute das 3:2 für die Niedersachsen erzielte, war das Spiel zugunsten der Hannover Indians gedreht. Die Gäste verteidigten nun clever und wehrten die Schlussoffensive des HEV schließlich erfolgreich ab.

 

 

Letztlich entschieden nur Kleinigkeiten die Begegnung, wie auch Chefcoach Henry Thom nach dem Spiel befand: „Der Ausgleich zum 2:2 erfolgt unmittelbar nach unserer erneuten Führung zum 2:1. Hier hätte ich mir zwei oder drei unbeschadete Wechsel gewünscht, dann kann das Spiel anders laufen“.

 

Tore:
1:0 13:17 Gleb Berezovskij (Nils Wegner / Brett Humberstone)
1:1 28:26 Igor Bacek (Robin Palka / Ryker Killins) PP1
2:1 49:01 Leon Köhler (Marius Garten / Niklas Hildebrand)
2:2 49:38 Igor Bacek (Tom-Eric Bappert / Ryker Killins)
2:3 53:36 Tobias Möller (Justin Salamin / Ryker Killins)

 

Strafen: Herford 14 Minuten, Hannover 14 Minuten

 

Zuschauer: 1029 (ausverkauft)

 

Streambuchungen: 464

 

 

Beitragsfoto: Gleb Berezovskij mit dem Tor zum 1:0 / Photocredit (c): Jana Hemmelmann

Textquelle: HEV

Werbegruppe OWL Sport

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