Bei der LBS dreht sich alles um das eigene Zuhause. Lippe-Kick hat das Interview mit Christian Hantke, dem Gebietsleiter vom LBS-Beratungscenter Detmold, geführt.
Rund ums Eigenheim bestens beraten
Interview. Wenn Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung in Detmold und Umgebung verkaufen möchten oder auf der Suche nach einem neuen Zuhause sind, dann sind Sie beim LBS-Beratungscenter Detmold genau an der richtigen Adresse. Das Team erweist sich als kompetenter und verlässlicher Partner, der den regionalen Immobilienmarkt bestens kennt. Lippe-Kick-Reporter Henning Klefisch hat mit Gebietsleiter Christian Hantke über den Immobilienmarkt, die Leistungen des Beratungscenters und aktuelle Entwicklungen gesprochen.
Lippe-Kick: Guten Tag, Herr Hantke. Sie sind für die LBS NordWest tätig. Seit wie vielen Jahren arbeiten Sie bereits für die LBS?
Hantke: Seit nunmehr 30 Jahren bin ich für die LBS tätig.
Lippe-Kick: Wer sich für einen bestimmten Beruf entscheidet, sollte sich mit dieser Tätigkeit identifizieren und sie mit Überzeugung sowie Motivation ausüben. Welche Gründe waren für Sie ausschlaggebend für Ihre Entscheidung zugunsten der LBS?
Hantke: Da ich selbst in einem Einfamilienhaus aufgewachsen bin, habe ich früh das Lebensgefühl im Eigentum schätzen gelernt. Vom eigenen Kinderzimmer über wilde Kindergeburtstage bis hin zu einem kleinen „Streichelzoo“ im Garten war vieles möglich, was in einer Mietwohnung kaum umsetzbar gewesen wäre.
Irgendwann kam die Erkenntnis, dass ich als Finanzierungsexperte selbst den Weg in die eigenen vier Wände finden würde. Später hat mich besonders gereizt, auch anderen Familien diesen Traum zu ermöglichen. Wohneigentum bedeutet für viele Menschen Sicherheit, Unabhängigkeit und Lebensqualität – daran mitzuwirken, motiviert mich bis heute.
Lippe-Kick: Die LBS steht im Wettbewerb mit anderen Bausparkassen. Welche Angebote der LBS stellen aus Ihrer Sicht einen besonderen Anreiz dar, einen Bausparvertrag abzuschließen?
Hantke: Als marktführende Bausparkasse verbinden wir in Zusammenarbeit mit der LBS Immobilien GmbH NordWest das Immobilienvermittlungsgeschäft optimal mit dem Thema Baufinanzierung. Unsere Kundinnen und Kunden profitieren von attraktiven Immobilienangeboten und einer maßgeschneiderten Finanzierung aus einer Hand.
So haben wir mit unserem Immobilien Team in den letzten fünf Jahren 270 Immobilien im Wert von rund 60 Mio € vermittelt.
Der Bausparvertrag ist dabei ein zentrales Instrument zur Eigenkapitalbildung: Das Guthaben ist sicher angelegt, wird umfassend staatlich gefördert und bietet zusätzlich Zugang zu einem planbaren, günstigen Bauspardarlehen.
Auch für Immobilienbesitzende, die energetisch modernisieren möchten, halten wir umfangreiche Unterstützung bereit – von der Vermittlung eines Energieberaters aus dem LBS-Energieberaternetzwerk bis hin zur Begleitung bei Förderanträgen.
Zusammengefasst erhalten unsere Kundinnen und Kunden nicht nur ein Produkt, sondern eine ganzheitliche Beratung rund um die Immobilie von erfahrenen Berater:innen aus der Region für die Region.
Lippe-Kick: Viele Menschen in Deutschland träumen von den eigenen vier Wänden. Welche finanziellen Voraussetzungen sollten erfüllt sein, um möglichst zügig ein Haus oder eine Eigentumswohnung zu erwerben?
Hantke: Entscheidend ist das Eigenkapital. Beim Erwerb eines Einfamilienhauses in Detmold für beispielsweise 350.000 Euro fallen zusätzlich Grunderwerbsteuer, Notar- und Gerichtskosten sowie gegebenenfalls Maklercourtage an. In diesem Beispiel summieren sich diese Nebenkosten auf rund 42.000 Euro.
Mindestens diese Erwerbsnebenkosten sollten aus Eigenkapital gedeckt werden können. Da das bereits eine beträchtliche Summe ist, können Eltern oder Großeltern frühzeitig mit einem Bausparvertrag für ihre Kinder vorsorgen und so die Basis für späteres Wohneigentum legen. Da die Lipper bekanntlich sehr sparsam sind, wird davon schon vielfach Gebrauch gemacht.
Lippe-Kick: Für viele Kauf- oder Bauinteressierte ist der Darlehenszins ein entscheidender Faktor. Wie beurteilen Sie die aktuelle Zinsentwicklung in Deutschland?
Hantke: Die Niedrigzinsphase mit Kreditzinsen unter einem Prozent ist seit 2022 Geschichte. Nach dem deutlichen Anstieg auf über vier Prozent in den Jahren 2023 und 2024 hat sich das Zinsniveau inzwischen etwas stabilisiert, sodass teilweise wieder Angebote unter vier Prozent zu finden sind.
Gleichzeitig gewinnt die Nutzung staatlicher Förderprogramme an Bedeutung. So bietet die KfW beispielsweise das Programm „Jung kauft Alt“ an, mit dem gezielt Familien mit Kindern unterstützt werden, die Bestandsimmobilien erwerben und energetisch modernisieren. Unter bestimmten Einkommensvoraussetzungen kann eine Familie mit zwei minderjährigen Kindern hier ein Darlehen von bis zu 125.000 Euro zu einem Zinssatz von 0,80 Prozent für zehn Jahre erhalten. Auch hier ist wieder das Berater:innen Know How gefragt, um die dafür geeignete Immobilie zu identifizieren.
Eine verlässliche Prognose der weiteren Zinsentwicklung ist angesichts der wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten kaum möglich. Umso sinnvoller ist es, sich frühzeitig günstige Darlehenszinsen – etwa über einen Bausparvertrag – langfristig zu sichern.
Lippe-Kick: Zahlreiche Bau- und Kaufwillige kritisieren die Vielzahl bürokratischer Vorgaben, die beim Hausbau einzuhalten sind. In welchen Bereichen sehen Sie konkreten Verbesserungsbedarf?
Hantke: Der Neubau ist durch umfangreiche gesetzliche Vorgaben, energetische Standards und Genehmigungsverfahren deutlich komplexer und kostenintensiver geworden. Für viele Familien ist der Traum vom eigenen Haus dadurch erheblich schwerer erreichbar.
Verbesserungsbedarf sehe ich insbesondere bei der Vereinfachung staatlicher Förderprogramme. Häufig sind diese gut gemeint, aber in der Antragstellung sehr aufwändig und mit langen Bearbeitungszeiten verbunden. Mehr Transparenz, weniger Bürokratie und schnellere Entscheidungen würden Bauwilligen spürbar helfen.
Unabhängig davon verstehen wir es als unsere Aufgabe, sämtliche Fördermöglichkeiten sorgfältig zu prüfen und in ein tragfähiges Finanzierungskonzept zu integrieren. Gerade in einem anspruchsvollen Marktumfeld ist eine strukturierte Begleitung wichtiger denn je.
Lippe-Kick: Sie arbeiten marketingtechnisch mit dem Sport-Online-Magazin Lippe-Kick zusammen. Welche persönliche Beziehung haben Sie selbst zum Sport?
Hantke: Sport hat mich mein ganzes Leben begleitet. In meiner Kinder- und Jugendzeit habe ich in Diestelbruch Fußball gespielt. Später hat mich das Tanzfieber gepackt – viele Jahre habe ich gemeinsam mit meiner Frau im Tanzsportverein Rot-Gelb Lippe Detmold aktiv getanzt und an Standardturnieren teilgenommen.
Heute sind wir begeisterte Radfahrer. Besonders gerne verbinden wir unsere Urlaube mit Bikepacking-Touren. Sport bedeutet für mich Ausgleich, Disziplin und Gemeinschaft – Werte, die sich auch im Berufsleben widerspiegeln.
Lippe-Kick: Sie leben in einer Region mit einer großen Dichte an Sportvereinen. Warum sind Sportvereine Ihrer Meinung nach für das gesellschaftliche Zusammenleben von besonderer Bedeutung?
Hantke: Sportvereine sind weit mehr als Freizeitangebote – sie sind soziale Ankerpunkte in unseren Städten und Gemeinden. Sie bringen Menschen unterschiedlichster Generationen und Hintergründe regelmäßig zusammen. Auf dem Spielfeld zählen nicht Herkunft oder beruflicher Status, sondern Teamgeist, Verlässlichkeit und Einsatzbereitschaft.
Gerade in unserer Region übernehmen Vereine eine wichtige integrative Funktion. Sie fördern Ehrenamt, vermitteln Werte wie Fairness und Disziplin und stärken das Gemeinschaftsgefühl. Wer im Verein lernt, Verantwortung für andere zu übernehmen, trägt diese Haltung häufig auch in Beruf und Gesellschaft weiter.
Lippe-Kick: Nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch im sportlichen Umfeld scheinen Achtung und gegenseitiger Respekt abzunehmen. Worauf führen Sie diesen Werteverlust zurück?
Hantke: Von einem generellen Werteverlust würde ich nicht sprechen, aber wir erleben eine spürbare Veränderung im Umgang miteinander. Unsere Gesellschaft ist schneller und individueller geworden. Social Media, hoher Leistungsdruck und ständige Vergleichbarkeit beeinflussen auch den Amateur- und Breitensport.
Wenn der Fokus stärker auf Ergebnis und Außendarstellung liegt als auf Fairness und Gemeinschaft, gerät der Respekt leicht in den Hintergrund. Deshalb sind klare Regeln, Vorbilder und eine konsequente Wertevermittlung wichtiger denn je – im Sport wie im Berufsleben.
Lippe-Kick: Viele Unternehmer und Geschäftsinhaber beklagen ein zunehmend unfreundliches Kundenverhalten. Welche Erfahrungen machen Sie in Ihrer langjährigen beruflichen Laufbahn mit Bausparinteressierten?
Hantke: Meine Erfahrungen sind überwiegend positiv. Wer sich mit Bausparen oder einer Immobilienfinanzierung beschäftigt, trifft in der Regel eine sehr bewusste und gut überlegte Entscheidung. Entsprechend sachlich und konstruktiv verlaufen die meisten Gespräche.
Natürlich geht es um große Summen und um existenzielle Fragen. Wohneigentum ist emotional – es steht für Sicherheit und Zukunft. Umso wichtiger sind Transparenz, realistische Einschätzungen und eine ehrliche Beratung. Wenn Erwartungen klar besprochen werden, entsteht Vertrauen. Und Vertrauen ist in der Finanzberatung die wichtigste Grundlage für eine langfristige Zusammenarbeit.
Herr Hantke, Lippe-Kick bedankt sich herzlich für das Interview und wünscht Ihnen weiterhin viele erfolgreiche Abschlüsse.





