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Ahmsen gewinnt intensives Duell in Oerlinghausen

Spielbericht

(ab). Der TuS Ahmsen gewinnt ein intensiv geführtes Duell beim TSV Oerlinghausen II mit 2:0 und startet somit erfolgreich in die neue Spielzeit.

 

 

Schon die ersten Worte von Jan Rüter (Bild links) lassen darauf schließen, wie die Partie geführt wurde: „Intensiv war das auf jeden Fall. Viele kleine und größere Foulspiele gepaart mit einer unklaren Linie des Schiedsrichters, von der wir noch eher profitiert haben, weil wir zwei klare rote Karten, jeweils für Notbremsen, bekommen müssen. Also kann ich mich da heute vielleicht weniger beschweren.“ Abgesehen davon ist der TuS Ahmsen für den TSV aber schon der „erwartet harte Brocken. Die Offensive von denen hat schon eine brutale Qualität. Es ist schwer, die 90 Minuten vom Tor fernzuhalten.“ Das vermeintlich frühe 1:0 für Ahmsen fällt nach „ziemlich schicker Flanke“, so Lothar Köhnemann, von Marvin Zurheide auf den einlaufenden Tim Jahn. Aber Abseits. Eine fragwürdige Entscheidung laut Köhnemann: „Langer Flankenball über 35 Meter in den Rücken der Abwehr. Hat er wohl anders gesehen.“ Die erste Viertelstunde gehört den Gästen, muss sich auch Rüter eingestehen: „In den ersten 15 Minuten waren wir sehr ängstlich und konnten für wenig Entlastung sorgen.“

 

Keine Tore zur Pause

Kurz darauf die nächste knifflige Entscheidung zu Ungunsten der Gäste: Jan Ehlert ist allein durch und wird vom letzten Mann klar unfair gestoppt, doch der Unparteiische belässt es bei einer Verwarnung. Und beinah stellt Bastian Steffen den Spielverlauf auf den Kopf, als er eine eigentlich 100%ige Torchance ungenutzt lässt. „Die hätte uns in Führung bringen können“, wenn nicht sogar müssen. Insgesamt bleibt aber Ahmsen das spielbestimmende Team, kommt immer wieder zu Möglichkeiten, allerdings ist wenig Zwingendes dabei. Auch der TSV kommt hin und wieder vor das gegnerische Gehäuse, zwingt so auch TuS-Keeper Till Käufer zur ein oder anderen Glanztat. Lothar Köhnemann sieht dann noch „die dritte Kleinigkeit vom Schiri. Ein versuchtes Nachtreten des TSV-Keepers gegen Ehlert lächelt er weg. Gesehen hat er es, komisch.“ Zur Pause bleibt es beim 0:0 mit klaren Vorteilen für den TuS Ahmsen.

 

Ahmsen kontrolliert das Spiel

Die können die Gäste erst im zweiten Durchgang auch in Tore ummünzen. Nach einem Angriff über die rechte Seite wird Sören Seifert gefoult. Den Freistoß serviert Marvin Zurheide vor das Tor, wo Tim Jahn die Lücke sieht und zum 1:0 trifft. Jan Rüter hadert mit dem Spiel seiner Mannschaft: „Generell haben wir viel zu viele lange Bälle gespielt, weil uns ein bisschen der Mut fürs kontrollierte Spiel gefehlt hat. Immer dann, wenn wir diesen Mut mal hatten, waren wir besser im Spiel. Leider fehlte immer ein wenig der letzte Pass und der nötige Punch.“ Ahmsen kontrolliert weiterhin Spiel und Gegner, einzig die „komischen Entscheidungen bei Pfiffen des sehr entspannten Schiedsrichters bleiben. Er hat die Ruhe weg und lässt sich nicht beirren bei seinen irritierenden Entscheidungen“, so Köhnemann. So zum Beispiel in der 80. Minute, als ihm „auf einmal auffällt, dass die Trainer nicht auf der Tribünen-Seite stehen dürfen.“

 

Ehlert macht den Deckel drauf

In den letzten zehn Minuten sucht auch nochmal der TSV Oerlinghausen II sein Heil in der Offensive, kann das Tor des TuS Ahmsen allerdings nicht gefährlich belagern. Dass es am Ende überhaupt noch spannend ist, hat der TuS selbst zu verantworten: „Wir haben den Sack nicht zugemacht und dann wird es zum Ende halt immer noch mal kribbelig.“ Und eine weitere fragwürdige Entscheidung gibt es natürlich auch noch. Köhnemann klärt auf: „In der 89. Minute läuft Ehlert alleine von der Mittellinie auf das Tor. Der Kapitän von Oerlinghausen, der ohnehin alles reingeworfen hat was geht, reißt ihn einfach um. Schlicht und ergreifend rennt er ihn über den Haufen. Ich übertreibe nicht, ich schwöre. Was zeigt er? Gelb. Warum weiß keiner, nur er. Selbst alle Oerlinghauser wussten, der bekommt jetzt rot, nichts anderes war drin.“ Kurz darauf fällt dann doch noch das 2:0 und Jan Ehlert (Bild rechts) erzielt seinen Treffer doch noch.

 

Köhnemann: „Gerechtes Ergebnis“

Das Fazit von Lothar Köhnemann fällt positiv aus: „Ein wichtiges und richtig hart umkämpftes Spiel, welches nicht so einfach war. Weder für die Zuschauer, wie auch für die Spieler. Der schlechteste Mann war der Schiri, auch, wenn er sehr ruhig und entspannt blieb, war er leider dem Spiel nicht gewachsen. Egal, drei Punkte bei einem starken Gegner am Kalkofen. Es war ein gerechtes Ergebnis und es gab einen verdienten Sieger. Vielleicht hätte Ahmsen den Sack frühzeitig zumachen müssen, um alle ruhig zu stellen.“ Grundsätzlich kann aber auch Jan Rüter „mit der Einstellung und dem Dagegenhalten“ zufrieden sein. Neben der Niederlage verliert er aber auch noch Bastian Steffen, der sich eine Verletzung zugezogen hat: „Das sah nicht gut aus. Da heißt es jetzt hoffen, dass es nichts Ernstes ist.“

 

Fazit: Der TuS Ahmsen gewinnt verdient beim TSV Oerlinghausen II, hat mehr vom Spiel und Pech bei einigen Schiedsrichter-Entscheidungen.

 

Tore:

0:1 Tim Jahn (47. Min.)

0:2 Jan Ehlert (89. Min.)

Details

DatumZeitLigaSaisonSpieltag
6. September 202090'Kreisliga A Lemgo2020/211

Spielort

Arena Am Kalkofen
Am Kalkofen 9, 33813 Oerlinghausen, Deutschland

Ergebnisse

Club1st Half2nd HalfGoalsSpielausgang
TSV Oerlinghausen II000Loss
TuS Ahmsen022Win

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