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Dank Schlathaus und Gadzimski – Unentschieden im Derby

Spielbericht

(ab). Der TBV Jahn Alverdissen und der RSV Barntrup II trennen sich in ihrem Derby mit einem 1:1-Unentschieden. Ein Ergebnis, das besonders die Gäste nicht so recht einzuordnen wissen.

 

RSV-Coach Martin Schäfer muss zunächst los werden, wie stolz er auf seine Truppe ist: „Wir waren stark ersatzgeschwächt, konnten das aber kompensieren. Wir waren mit 13 Spielern vor Ort und die haben das sensationell umgesetzt. Wir haben den Gegner meines Erachtens beherrscht, hätten problemlos 4:1, 5:1 gewinnen können.“ Dass es nicht so kommt, hat seine Gründe:

Nico Schlathaus

„Der Torwart von Alverdissen hat richtig gut gehalten, einen Kopfball von Schünemann, einen Schuss von Fahrenkamp. Er hat seine Mannschaft im Spiel gehalten.“ In den Worten von TBV-Betreuer Tim Rose klingt es ein wenig anders: „Barntrup kam ein bisschen besser ins Spiel, ohne sich zwingende Torchancen herauszuarbeiten.“ Einen „Aufreger“ gibt es Mitte der ersten Halbzeit. Nach einer vermeintlichen Berührung von TBV-Keeper Nico Schlathaus und RSV-Stürmer Lennart Schünemann zeigt der Unparteiische auf den Punkt. Nach Rücksprache mit Schünemann gibt dieser zu, dass keine Berührung vorgelegen hat, der Schiedsrichter nimmt den Strafstoß daraufhin zurück. Für Martin Schäfer ist sein Spieler ein Kandidat für den Fairplay-Preis des Jahres. Abgesehen davon gibt es in der ersten Halbzeit „keine nennenswerten Szenen“, so Rose. Zum Pausenpfiff bleibt es torlos

 

Strittiges 0:1, Gadzimski gleicht aus

Lennart Schünemann

Und auch, was die zweite Halbzeit angeht, fallen die Einschätzungen unterschiedlich aus. Während Tim Rose von einem „fairen Spiel auf Augenhöhe“ spricht, meint Martin Schäfer, dass seine Elf „beide Halbzeiten beherrscht“ hat. Allerdings nur bis zur 75. Minute. Zu dem Zeitpunkt führt der RSV mit 1:0 nach einem umstrittenen Treffer von Lennart Schünemann. Tim Rose führt aus: „Nach einen hohen Ball in den 16er können wir diesen nicht richtig klären und es kommt zu einem Gestrauchel auf der Torlinie. Nachdem unser Torwart den Ball vermeintlich auf der Linie aufnimmt, entscheidet der Schiedsrichter auf Tor. Ob der Ball drin war oder nicht kann ich nicht entscheiden, aber der Schiedsrichter stand auf meiner Höhe und hat gesehen, dass der Ball mit vollem Umfang hinter der Linie war. Das hat schon eine gehörige Portion Respekt verdient. Wir müssen uns jedoch ankreiden, vor und während der Szene den Ball nicht vernünftig zu klären.“ So oder so findet Schäfer die Führung „verdient.“ Doch eine Viertelstunde vor Schluss passt seine Defensive einmal nicht auf, eine Flanke von der rechten Seite findet in Roman Gadzimski einen dankbaren Abnehmer.

 

Dicke Chancen auf beiden Seiten

Kurz vor Schluss hat Alverdissen dann die dicke Chance, das Spiel zu seinen Gunsten zu e­ntscheiden, es gibt einen Elfmeter. Diesmal findet Martin Schäfer, dass man den nicht unbedingt geben muss: „Vergleichbar mit Leipzig gegen Bayern, da hat der Schiri den zurückgenommen nach Hilfe vom VAR, den haben wir aber leider nicht.“ Aber „ausgleichende Gerechtigkeit“, meint Schäfer, nachdem der TBV-Schütze den Ball an die Latte setzt. „Geht der rein, gewinnen wir“, urteilt Tim Rose kurz und knapp. Im Gegenzug wird auch Rodi Kajo nochmal im Strafraum von den Beinen geholt, diesmal bleibt die Pfeife aber stumm. Mit der letzten Aktion jagt ein Alverdisser den Ball nach Volleyannahme nur knapp über die Latte. Danach ist Schluss. Tim Rose urteilt nach dem Spiel: „Man muss sagen, dass ein Sieg für die Barntruper auch ok gewesen wäre, die hatten in der zweiten Halbzeit auch ein paar gute Möglichkeiten. Insgesamt geht die Punkteteilung schon in Ordnung, mit ein bisschen Glück gewinnst du das Ding, mit Pech gehst du als Verlierer vom Platz.“

 

Schäfer: „So ist Fußball“

Martin Schäfer rätselt noch, wie er das Ergebnis einordnen soll: „Wenn es 4:1 steht, brauchen wir über den Sieger nicht zu diskutieren. Und wenn du 4:1, 5:1, 6:1, 6:2 oder 6:3 führst, dann interessiert es auch nicht mehr, ob es noch einen Elfmeter gibt oder wie die letzte Szene ausgeht. Aber so ist Fußball. Die Mannschaft hat einen weiteren Schritt in die richtige Richtung gemacht, sich aber nicht zu 100% belohnt. Ich bin aber auch mit dem Punkt mehr als zufrieden.“

 

Fazit: Der RSV Barntrup II macht insgesamt den besseren Eindruck, hat zudem die besseren Möglichkeiten. Doch kurz vor Schluss kann Alverdissen das Spiel beinah auf den Kopf stellen. Ein Sieg für die Gäste wäre nicht unverdient gewesen. So können alle einigermaßen zufrieden sein.

 

Tore:

0:1 Lennart Schünemann (63. Min.)

1:1 Roman Gadzimski (77. Min.)

Details

DatumZeitLigaSaisonSpieltag
15. September 201990'Kreisliga B1 Lemgo2019/208

Spielort

Sportplatz Am Hettberg
Alverdissen, Barntrup, Kreis Lippe, Regierungsbezirk Detmold, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Ergebnisse

Club1st Half2nd HalfGoalsSpielausgang
TBV Jahn Alverdissen011Draw
RSV Barntrup II011Draw

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