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Die überflüssige Niederlage der SG HH

Spielbericht

(hk). Die SG Hiddesen/Heidenoldendorf erleidet einen Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt. Coach Markus Rüschenpöhler hat gebetsmühlenartig davor gewarnt, dieses vorentscheidende Spiel zu verlieren. Seine Jungs hören ihm wohl nicht richtig zu, gestatten den Gästen FC Peckelsheim-Eissen-Löwen die vollen drei Punkte. Eine klare Rhetorik verwendet Rüschenpöhler via Lippe-Kick: „Wir haben sehr dumm agiert.“

 

Von Henning Klefisch

 

Ja. Sprengelmeyer

Im ersten Durchgang muss man den Fußball sehr lieben, um dem Vortrag beider Mannschaften etwas Positives abzugewinnen. Die beiden Teams eint, dass sie im Mittelfeld auf die Fehler vom Kontrahenten lauert, dann dynamisch in die Spitze spielen wollen. Meist klappt das nicht, dann wieder doch. Immerhin ergeben sich einige Hochkaräter von beiden Teams, ist es in Summe eine ausgeglichene Angelegenheit. In Führung geht Hiddesen/Heidenoldendorf nach 29 Minuten durch Nicklas Petkau, der kühl verwandelt. Zuvor drängt Jan Block in den gegnerischen Strafraum ein. PEL-Coach Matthias Rebmann schildert anschaulich: „Unser Spieler will klären und ich glaube, im Schuss trifft der Spieler von Hiddesen/Heidenoldendorf eher noch unseren Spieler. Aber der Schiedsrichter hat es dann so gesehen“, ist Referee Marcel Kowatsch in seiner Entscheidung sehr sicher. Vielleicht ist es eine Art ausgleichende Gerechtigkeit, dass sechs Zeigerumdrehungen danach Timo Koch vom Punkt verwandeln darf. Rebmann meint: „Man kann beide Elfmeter geben, aber es ist doch unnötig, darüber zu diskutieren“, sollte der Konjunktiv grundsätzlich in der Tatsachen-Sportart Fußball keine Rolle spielen. Insgesamt verfügt Hiddesen/Heidenoldendorf über die etwas besseren Abschlussaktionen, scheitern sie doch nach tollen Steckpässen gleich zweimal aussichtsreich an PEL-Fänger Till Sickes, der seinen muskulösen Körper jeweils gewinnbringend einbringt, die brenzlige Situation entschärft. In einer Szene hätte etwa Yannik Sprengelmeyer die Hausherren in Führung schießen müssen.

 

Stolte besorgt ganz wichtigen Auswärtssieg

M. Rüschenpöhler

Viele Parallelen gibt es in den zweiten 45 Minuten. Der kämpferische Aspekt genießt eine hohe Wertschätzung, kommen die schönen Elemente der Partie deutlich zu kurz. Vor allem prägen Halbchancen – zumeist über die Flanken vorbereitet – weite Strecken der zweiten Spielhälfte. Eine fast schon rühmliche Ausnahme ist die Szene, in der Julian Jobstmeier frei vor Sickes steht, aber vergibt. In der Schlussviertelstunde erspielt sich der FC gleich drei Monster-Möglichkeiten. Eine endet an der Torlatte. Die letzte davon ist erfolgreich. Jan Michels tankt sich auf der linken Außenbahn durch, läuft in den Strafraum hinein, passt die Kugel in den Rückraum, wo Kai Stolte steht, erfolgreich abschließt. Rebmanns Vermutung: „Vielleicht wollten wir es am Schluss ein bisschen mehr, weiß ich nicht. Aber insgesamt wären wir auch mit einem Punkt zufrieden gewesen, Hiddesen/Heidenoldendorf auch. Aber wir hatten am Ende das glücklichere Ende für uns und freuen uns, dass wir den Sieg dann mitnehmen“, hat man dadurch die SG Hiddesen/Heidenoldendorf in den Abstiegskampf mit hineingezogen. Rüschenpöhler bedauert vor allem die gegen Ende undisziplinierte Spielweise seiner Mannschaft bei gegnerischen Kontersituationen. Die Zornesröte steigt in sein Gesicht: „Das hat mir überhaupt nicht gefallen, da bin ich auch echt sauer und enttäuscht, dass Peckelsheim dann zu Kontermöglichkeiten kam.“ Er zeigt sich wenig später wenigstens etwas versöhnt, denn: „Kämpferisch und läuferisch kann ich meiner Mannschaft nichts vorwerfen, aber wir haben einfach sehr, sehr blöd und dumm heute agiert. Da bin ich sehr enttäuscht über diese dritte Niederlage, hätten wir 1:1 gespielt, hätte ich das sicher ein Stück weit akzeptieren können. Aber diese Niederlage, finde ich, geht überhaupt nicht. Da wir uns das auch selber zuzuschreiben haben und diese auch sehr enttäuschend für uns gelaufen ist. Ob jetzt verdient oder unverdient spielt keine große Rolle. Das Ergebnis steht so und damit stehen wir ganz, ganz bescheiden da“, heißt es nun: Welcome back im Abstiegskampf.

 

Fazit: Eine völlig überflüssige Niederlage für die SG Hiddesen/Heidenoldendorf, die allerdings konzentrierter, reifer hätte auftreten müssen. Am Ende haben die Gäste mehr Puste, entwickeln mehr Durchschlagskraft, weshalb der Auswärtsdreier nicht erschlichen ist.

 

Tore:

1:0 Nicklas Petkau (per Elfmeter; 29. Min.)

1:1 Timo Koch (per Elfmeter; 35. Min.)

1:2 Kai Stolze (89. Min.)

Details

DatumZeitLigaSaisonSpieltag
3. November 201990'Bezirksliga Staffel 32019/2013

Spielort

Sportplatz Heidenoldendorf
Niedernfeldweg 12, 32758 Detmold, Deutschland

Ergebnisse

Club1st Half2nd HalfGoalsSpielausgang
SG Hiddesen/Heidenoldendorf101Loss
FC Peckelsheim-Eissen-Löwen112Win

Dorothea Design

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