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Dörmann stellt das Spiel auf den Kopf

Spielbericht

(hk). Am liebsten würde TuS Brake-Geschäftsführer Michael Berge in einem riesigen Kölsch-Fass baden, so glücklich ist er. Vor 140 begeisternden Zuschauern im Braker Walkenfeld ringt sein Team dem favorisierten TBV Lemgo II ein achtbares 1:1-Unentschieden ab. Berge ist besoffen vor Glück, jubelt: „Wie geil ist das denn? Mit unserer Rumpftruppe. Ich ziehe den Hut vor der Mannschaft. Das war eine kämpferische Meisterleistung und wir haben sehr diszipliniert gespielt.“ Völlig anders ist wenig überraschend die Stimmungslage beim TBV Lemgo II-Coach Benjamin Rawe, der jammert: „Dieses Unentschieden fühlt sich verdammt beschissen an.“

 

Dieser Bericht wird präsentiert von:

 

Von Henning Klefisch

 

Louis Hagemann

Der TuS Brake parkt quasi den Buli vor dem eigenen Gehäuse, verteidigt diszipliniert und laufintensiv in der eigenen Spielhälfte. Die Gäste-Mannschaft rennt unverdrossen an, beginnt ab Höhe der Mittellinie den Spielaufbau, um mit tiefen Schnittstellenpässen die Braker-Abwehrmauer porös werden zu lassen. Rawe gibt zu, warum der Ertrag gen Null tendiert: „Das ist uns aber viel zu selten gelungen. Außerdem haben wir zu viel mit langen Bällen gearbeitet.“ Die Lemgoer verpassen es, frühzeitig das psychologisch so wichtige Führungstor zu erzielen, was nicht gelingt. Das baut die Gäste automatisch auf, vertrauen sie mehr ihren eigenen Fähigkeiten, wagen sich aus der Deckung und werden mutiger. In Führung gehen allerdings die weiterhin spielbestimmenden Lemgoer, die gefühlt 85 Prozent Ballbesitz für sich verbuchen. Nach 71 Minuten knallt Pulat beherzt auf das gegnerische Gehäuse und Louis Hagemann verwertet den Abpraller geschickt. Wie der Ausgleich fällt, das veranschaulicht Rawe bei Lippe-Kick: „Dann kommt aber leider auch noch die 83. Minute – ein langer Ball, ein leichter Schubser im Rücken beim Kopfballduell und wir bringen uns im 16er selbst in Schwierigkeiten. Am Ende fällt der Ball im Kampf zwischen fünf Spielern Dörmann (Bild rechts) vor die Füße, der ausgleicht.“ Gerade einmal 180 Sekunden danach haben die Lemgoer die exzellente Möglichkeit, erneut in Führung zu gehen, doch der verhängte Elfmeter wird vergeben, was irgendwie auch sinnbildlich für den gebrauchten Tag aus Lemgoer Sicht ist. Auffällig: Trainer-Guru Andreas Ridder hat seinen hohen Fußball-Sachverstand demonstriert, dreht an den richtigen Stellschrauben, weiß, wie er die Mannschaft anpacken muss. Die Hausherren sind ein Muster an Effizienz: Denn TuS Brake kommt im zweiten Abschnitt nur zu zwei nennenswerten Chancen. Berge strahlt: „Das hat sich die Mannschaft mehr als verdient. Chapeau. Ein absoluter Kandidat für die Elf der Woche ist der kickende Akademiker Sascha Penner. Manager-Fuchs Berge hat am Dienstagabend um exakt 21.30 Uhr erst die Spielberechtigung beantragt. Penner spielt die volle Spielzeit durch, „hat ein tolles Spiel gemacht, wie die ganze Mannschaft“, will Berge keinen besonders herausheben.

 

Fazit: Fußballerisch und auch im Bereich der Ballbesitzquote ist der TBV Lemgo II das klar bessere Team. Die Gastgeber verdienen sich den einen Zähler aber durch eine tolle Moral. Kein überragendes, aber ein umkämpftes Spiel zwischen den beiden Nachbarn.

 

Tore:
0:1 Louis Hagemann (61. Min.)
1:1 Nico Dörmann (83. Min.)

Details

DatumZeitLigaSaisonSpieltag
10. September 202090'Kreisliga A Lemgo2020/212

Spielort

Zentrum Walkenfeld
4, Walkenfeld, Brake, Lemgo, Kreis Lippe, Regierungsbezirk Detmold, Nordrhein-Westfalen, 32657, Deutschland

Ergebnisse

Club1st Half2nd HalfGoalsSpielausgang
TuS Brake011Draw
TBV Lemgo II011Draw

Autohaus Stegelmann

Stadtwerke Bad Salzuflen

Schiewe

Fahrschule Isaak

Gaststätte Wittelmeyer – Der Grieche

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