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Johannhörster schießt Oerlinghausen zum glücklichen Heimsieg

Spielbericht

(ab). Mit Erfolg bestreitet der TSV Oerlinghausen sein letztes Heimspiel des Jahres, gewinnt gegen den SV Avenwedde mit 3:2. Jan-Justin Johannhörster schießt Oerlinghausen kurz vor Schluss zum letztlich glücklichen Heimsieg.

 

„Es ist ein Spiel mit zwei komplett unterschiedlichen Halbzeiten“, berichtet TSV-Co-Trainer Milko Micanovic. „Die erste Halbzeit gehört uns“, so der Co weiter. Auch Avenwedde-Coach Jakob Bulut meint: „Wir waren in der ersten Halbzeit ehrlich gesagt nicht ganz auf der Höhe, hatten keinen Zugriff. Und Oerlinghausen macht aus halben Chancen ihre Tore, das zeichnet sie eben auch aus.“

Arlind Kamerolli

Ein Freistoß von kurz hinter der Mittellinie landet auf der rechten Seite bei Laurant Dragusha, der den Ball direkt ins Zentrum weiterleitet. Dort trudelt der Ball irgendwie zu Arlind Kamerolli, der aus rund 14 Metern trocken abzieht und den Ball rechts unten im Netz versenkt. Doch dabei soll es nicht bleiben. Der TSV steht „hinten etwas wackelig“, moniert Micanovic, und lässt immer wieder Chancen zu. So fällt auch der Ausgleich „unglücklich.“ Nach einem Einwurf setzt sich Alen Lizalovic auf der linken Seite durch, lässt gleich zwei TSV-Abwehrspieler ziemlich alt aussehen und passt an die Strafraumkante, wo Emre Bozkurt an die Kugel kommt. Auch hier stört der TSV nicht entschlossen genug, so dass Bozkurt, der den Ball nicht mal richtig trifft, zum 1:1 ausgleichen kann.

 

Die Antwort lässt nicht lange auf sich warten: Erneut segelt ein Freistoß in den Avenwedder Strafraum, am langen Pfosten setzt sich Sven Oberschelp durch und köpft den Ball auf den Elfmeterpunkt, wo Kamerolli volley abzieht und den Ball durch etliche Beine hindurch ins Tor befördert. Das 2:1 zur Pause geht absolut in Ordnung findet Micanovic: „Wenn die Chancen genutzt werden, kann es zur Pause auch 5:2 oder 6:2 stehen.“ Doch dann wendet sich das Blatt nach dem Seitenwechsel. Nicht mal unmittelbar mit Beginn der zweiten Halbzeit, sondern nach dem rüden Einsteigen von Ali Calisan von hinten in die Beine, weshalb er auch zurecht vom Platz fliegt. Mit einem Mann mehr auf dem Platz hat Oerlinghausen nun den Vorteil auf seiner Seite. Doch davon ist nichts zu spüren: „Das Spiel hat sich komplett gedreht, wir waren überhaupt nicht mehr stabil, haben zu hektisch hinten rausgespielt, wollten zu schnell das 3:1 machen, das kann so nicht funktionieren, das muss man in Ruhe durchspielen“, hadert Micanovic.

 

Auch Bulut sieht seine Mannschaft nun deutlich stärker: „Unser Matchplan, den ich für die ersten 15, 20 Minuten aufgestellt hatte, war natürlich dahin. Aber gefühlt hatte nicht Oerlinghausen einen Mann mehr auf dem Platz, sondern wir. Die Jungs wollten das Spiel unbedingt drehen.“

Jan-Justin Johannhörster

Der SVA „ist dem 2:2 näher, als wir dem 3:1“, muss auch Micanovic zugeben. Und der Ausgleich fällt dann auch. Erneut über die linke Seite. Diesmal wird aber Lizalovic bedient, der die Kugel über die Linie drückt.“ Doch der SV Avenwedde verpasst es, sich zu belohnen, Oerlinghausen setzt den lucky punch kurz vor Schluss. Jan-Justin Johannhörster setzt sich nach Zuspiel von der linken Seite im Zentrum durch, ist allein vorm Keeper, der den Ball nicht mehr entscheidend ablenken kann. Vom linken Pfosten trudelt der Ball zum 3:2 ins Netz. Der Siegtreffer für den TSV.

 

„Das ist natürlich bitter für uns“, konstatiert Bulut nach dem Spiel, aber: „Wenn man sieht, wie die Mannschaft in Unterzahl gespielt hat, lässt sich das etwas besser verkraften. In den letzten zehn Minuten hat dann vielleicht auch etwas die Kraft gefehlt.“ Milko Micanovic hat ein „interessantes Spiel“ gesehen: „Beide haben auf Sieg gespielt, das hat man von der ersten Minute an gesehen. Avenwedde hat eine hohe Qualität, die wollen Fußball spielen. Wir haben glücklich gewonnen.“ Damit zieht der TSV Oerlinghausen nach Punkten mit dem SV Avenwedde gleich. Micanovic meint: „Die Jungs verstehen so langsam, dass sie gut sind. Wir müssen jetzt den nächsten Step machen und solche Spiele, wo wir in Überzahl sind, besser runterspielen.“

 

Fazit: Der TSV Oerlinghausen siegt glücklich in seinem letzten Heimspiel. In Unterzahl ist Avenwedde dem Sieg eigentlich näher, unterliegt am Ende knapp und kann sich nicht belohnen. Jan-Justin Johannhörster schießt Oerlinghausen zum letzten glücklichen Heimsieg. Oerlinghausen bleibt, punktgleich mit Avenwedde, Sechster. (Zur Tabelle der Bezirksliga Staffel 2)

 

Tore:

1:0 Arlind Kamerolli (19. Min.)

1:1 Emre Bozkurt (32. Min.)

2:1 Arlind Kamerolli (37. Min.)

2:2 Alen Lizalovic (66. Min.)

3:2 Jan-Justin Johannhörster (86. Min.)

Details

DatumZeitLigaSaisonSpieltag
29. November 201990'Bezirksliga Staffel 22019/2016

Spielort

Arena Am Kalkofen
Am Kalkofen 9, 33813 Oerlinghausen, Deutschland

Ergebnisse

Club1st Half2nd HalfGoalsSpielausgang
TSV Oerlinghausen213Win
SV Avenwedde112Loss

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