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Post TSV Detmold II — SG Hiddesen-Heidenoldendorf

Spielbericht

Junge Fohlen zerstören Kaisers Dreier-Traum

 

(hk). Der Kaiser verspürt schon eine gewisse Lust auf den nächsten Dreier. Doch sein Wunsch nach Sieg Nummer drei in Serie geht nicht in Erfüllung. Die „jungen Fohlen“ der SG Hiddesen/Heidenoldendorf galoppieren prächtiger, siegen mit 3:0 beim Post TSV Detmold II und dessen Coach Jens Kaiser. „Das Spiel haben wir sehr souverän gestaltet, war es zu keiner Phase des Spiels gefährdet“, wird an diesen Worten die große Erleichterung von SG-Trainer Markus Rüschenpöhler spürbar, der eine Rückkehr an seine ehemalige Wirkungsstätte feiert.

 

Von Henning Klefisch

 

Mit der nötigen Demut geht der Tabellendritte diese Herausforderung an, verstärkt sich der Gegner doch mit einigen begabten Bezirksliga-Spielern aus der Erstvertretung. Angstschweiß steht den Gästen ob der prominenten Auswahl aber nicht auf der Stirn, gelingt doch der psychologisch wichtige Führungstreffer schon nach vier Minuten. Tormaschine Jan Block trifft zum 1:0, wird dabei vom Ballstreichler Steffen Hinder (Bild links) umsichtig freigespielt. Freistehend vor dem gegnerischen Gehäuse lässt er dem Post TSV II-Fänger Leon Wulff keinerlei Abwehrchance. Rüschenpöhler ballt zehn Minuten später die Becker-Faust, um das 2:0 zu bejubeln, doch Referee Stefan Möbuß erkennt eine Abseitsposition. Für den Blondschopf ist diese Entscheidung nicht korrekt. So sei Jannik Sprengelmeyer nach Vorlage vom Ballvirtuosen Robin Jöstingmeier „definitiv nicht im Abseits gewesen“, beobachtet Rüschenpöhler diese Situation anders als der Unparteiische. Dennoch möchte er die Darbietung vom Schiedsrichter nicht verdammen: „Er hat eine sehr gute Leistung gezeigt.“ Nur fünf Minuten später hat die Spielgemeinschaft das zweite Tor auf dem Fuß, als Block Jöstingmeier anspielt, der frei von Freund und Feind auf Wulff zu läuft. Dieser bringt ihn zu Fall, was mit einem Elfmeter sanktioniert wird. Wulff macht sein Missgeschick wieder gut, pariert den Strafstoß von Michael Thissen. Von diesem Fehlschuss lassen sich die spielstarken Gäste nicht einschüchtern, haben den Joystick in der Hand, lassen Ball und Gegner laufen, erspielen sich zudem einige Abschlussaktionen. Erneut Sprengelmeyer, Thissen, Jöstingmeier und auch Jan Lukas lassen beste Möglichkeiten ungenutzt. Die Konsequenz: Mit der knappsten aller möglichen Pausenführungen geht es in die Halbzeitpause.

 

„Alle haben an einem Strang gezogen“

 

In den zweiten 45 Minuten möchten es die Residenzler noch einmal wissen, wird Johann Felker (Bild rechts) als neue Inspiration eingewechselt. Die unmittelbare Wirkung: Dies sorgt für etwas mehr Ballbesitz der Hausherren, die elf Minuten nach dem Wiederanpfiff das 0:2 schlucken müssen. Thissen (Bild links unten) beweist Zielstrebigkeit und Eleganz zugleich, befördert er mit dieser edlen Kombination den Ball beim Freistoß in die Detmolder Maschen. In den Folgeminuten verpasst die Spielgemeinschaft das dritte Tor. Dorian Fries stürmt von der linken Seite auf das gegnerische Gehäuse zu, doch findet in Wulff seinen Meister. Die Trockenübungen haben funktioniert, wie Rüschenpöhler sich ins Gedächtnis ruft: „Eine Situation, die er im Training häufig nutzt.“ Eine Viertelstunde vor dem Schlusspfiff fällt dann aber die Entscheidung. Der Ursprung dieses Angriffs liegt bei Sprengelmeyer, der Jöstingmeier in Szene setzt. Dieser spielt weiter auf Carlos Schäuble. Der feine Techniker serviert fußgerecht auf der halbrechten Seite für Jöstingmeier. Dieser netzt ein. Für die Postler hat der Hiddesen/Heidenoldendorf-Trainer nur „kleinere Chancen“ registriert, die durch eigene Fehler ermöglicht werden. „Ein sehr souveräner und mindestens in der Höhe verdienter Sieg von uns. Wir hätten aufgrund unserer sehr guten ersten Halbzeit deutlich höher führen können. Ich bin über diesen guten Teamauftritt zufrieden, alle haben an einem

Strang gezogen, dieses unangenehme Auswärtsspiel erfolgreich gestaltet. Es hat sehr gut geklappt“, erklärt Markus Rüschenpöhler abschließend bei Lippe-Kick. Da bei den Postlern „der richtige Zugriff“ auf diese Partie verloren geht, ist der Gästesieg „verdient“, auch weil „Hiddesen/Heidenoldendorf uns allen Belangen überlegen war“, wie Post TSV II-Trainer Jens Kaiser anmerkt. Von einem möglichen „Selbstläufer“ möchte er nicht sprechen in Anbetracht der Tatsache, dass einige Bezirksliga-Kicker sein Team verstärken. Nicht gerade leistungsfördernd, dass einige Akteure am Vorabend den 30. Geburtstag ihres Ex-Teamkollegen Johann Sinner (mittlerweile SF BHK) gefeiert haben. Kaiser: „Das ist nicht verwerflich. Sie haben aber eine fehlende Einstellung für das nächste Spiel an den Tag gelegt, hat man das auf dem Platz auch gesehen. Die paar Prozent haben gefehlt.“

 

Fazit: Die talentierte Truppe reift immer mehr, zeigt, dass sie eine wahre Spitzenmannschaft verkörpert. Eine gute Leistung bei einem unberechenbaren Gegner, der zuletzt im Aufwind gewesen ist. Früh zieht die Spielgemeinschaft dem Außenseiter den Zahn. Das Spiel mit und ohne Ball ist schön anzusehen, sind sie doch äußerst zügig unterwegs. In den folgenden Trainingseinheiten wird Markus Rüschenpöhler wohl vermehrt Torabschlüsse trainieren lassen, sind hier einige Defizite ersichtlich.

 

Tore:
0:1 Jan Block (4. Min.)
0:2 Michael Thissen (56. Min.)
0:3 Robin Nauphan Paul Hans Jöstingmeier (75. Min.)

Details

DatumZeitLigaSaisonSpieltag
24. März 201990'Kreisliga A Detmold2018/1922

Spielort

Werresportplatz
Georg-Weerth-Straße 19A, 32756 Detmold, Deutschland

Ergebnisse

Club1st Half2nd HalfGoalsSpielausgang
Post TSV Detmold II000Loss
SG Hiddesen/Heidenoldendorf123Win

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