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Kopfball-Monster Elsner köpft die Teufel zum Heimdreier

Spielbericht

(hk). Auf den Hosenboden gesetzt wird die SG Hiddesen/Heidenoldendorf. Die zuletzt aufstrebenden Rüschenpöhler-Männer verlieren vor rund 100 Zuschauern im Barntruper Waldstadion mit 1:3 im Lipper-Duell beim gastgebenden Rasensportverein. Von den Roten Teufeln werden die jungen Fohlen in die Fußball-Hölle geschickt. Ein schwacher Auftritt der favorisierten Residenzler, die zu oft die falschen Entscheidungen treffen, in den Zweikämpfen wenig griffig wirken, bei den Gegentoren zu passiv sind. Was noch schwerer als die Niederlage wiegt: Es sind gerade erst 20 Sekunden gespielt, als Jonas Sprengelmeyer sich so schwer verletzt, dass er per Krankenwagen abtransportiert werden muss. Alle Beteiligten, auch Lippe-Kick, wünschen Sprengelmeyer gute Besserung und eine baldige Genesung.

 

Von Henning Klefisch

 

K. Elsner

Die Coolness im Torabschluss spielt den Roten Teufeln in die Karten, ist es der Sturm-Tank Kevin Elsner, der Köpfchen beweist, in der 17. und 40. Minute jeweils per Schädel erfolgreich zur Stelle ist. „Ein Sonderlob an ihn. Nicht nur, weil er die zwei Tore gemacht hat, sondern weil er 90 Minuten lang fast bis zum eigenen 16er zurückgelaufen ist, um sich die Bälle zu erobern, um diese dann schnell wieder nach vorne durchzuspielen. Der Junge hat 90 Minuten gefightet wie kein Zweiter“, zeigt sich sein Coach Daniel Barbarito von dieser Performance extrem angetan. „Was wir gezeigt haben, im Ballbesitzspiel war eine absolute Null-Leistung heute. Ballannahme, die Mitnahme, Passspiel, das war nichts. Die schlechteste Leistung seit langer, langer Zeit, die wir gezeigt haben“, sind es erfrischend offene und bedeutungsschwere Worte, die Rüschenpöhler im Lippe-Kick-Gespräch verwendet. Trotz all dieser Defizite ist Hiddesen/Heidenoldendorf erfolgreich, doch das mögliche Anschlusstor wird wegen einer Abseitsposition nicht anerkannt. „Hiddesen/Heidenoldendorf hat im ersten Abschnitt tatsächlich nur einen Torschuss“, so die Beobachtung von RSV-Coach Daniel Barbarito. Er meint dieses strafbare Tor. Für ihn ist diese Entscheidung falsch, hätte der Treffer Gültigkeit besitzen müssen. Jedoch: Auch seinem Team wird ein reguläres Tor aberkannt, weshalb es ausgleichende Gerechtigkeit ist, die es im Fußball ja so häufig gibt.

 

Töws-Schlenzer kommt zu spät

S. Töws

Mit einem Schock beginnt aus Gästesicht der zweite Abschnitt. 120 Sekunden nach dem Wiederanpfiff erhöht Kieren Lennard McCarthy auf 3:0 für die Barntruper, wirkt die Spielgemeinschaft in der Verteidigung ausgesprochen teilnahmslos, fast schon apathisch. Wie kommt es dazu? Ein Eckball wird in den Rückraum befördert. Ursprünglich begeht McCarthy in dieser Szene einen technischen Fehler bei der Ballannahme, legt sich das Spielgerät zu weit vor. Die SG gibt das Objekt der Begierde zu leicht her, weshalb der Torschütze von der Strafraumkante beherzt auf das Gästegehäuse ballern darf. Fummel-König Samuel Töws markiert nach 79 Minuten das Anschlusstor, nachdem zuvor einige Möglichkeiten liegen gelassen werden von Jannik Sprengelmeyer und Töws. Letzterer macht es bei seinem Tor aber geschickt, lässt RSV-Fänger Jonas Meise keinerlei Abwehrchance, indem er von halblinker Position präzise in die lange Ecke schlenzt. Auch die Nord-Lipper hätten ein viertes, auch fünftes Tor beisteuern können, zeigen bei Kontersituationen aber nicht die erhoffte Durchschlagskraft. „Ein völlig verdienter Sieg, auch in der Höhe. Durch unsere Konter hätten wir das Ergebnis auf 4:1 oder 5:1 in die Höhe schrauben können“, findet Barbarito, benennt konkret Leon Baumeister, der zweimal in guter Position ist. Auch Tim Sölter und Kevin Elsner vergeben aussichtsreich. Er freut sich über eine starke Leistung seiner Equipe, will man auch gegen den nächsten Mit-Aufsteiger TuRa Elsen auf der Euphorie-Welle weiterreiten, mit dem nächsten Sieg einen weiteren wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt gehen. „Ich bin heute sehr enttäuscht über die ganz miese Performance, die wir abgeliefert haben. Wir gratulieren Barntrup zu diesem Sieg. Ich muss das heute erst einmal verarbeiten“, wirkt Markus Rüschenpöhler angeschlagen wie ein Boxer.

 

Fazit: Die SG Hiddesen/Heidenoldendorf lässt es an der nötigen Qualität vermissen, ist sehr fehlerhaft in den eigenen Handlungen. Die Spielgemeinschaft nimmt das Lipper-Duell nicht richtig an, bietet bei den Gegentoren nur Geleitschutz an, ist im Vergleich zu den zuletzt so respektablen Auftritten kaum wiederzuerkennen. Anders die Barntruper, die von ihrem Coach Daniel Barbarito hervorragend eingestellt werden. Der Matchplan funktioniert, die Taktik passt.

 

Tore:

 

1:0 Kevin Elsner (17. Min.)
2:0 Kevin Elsner (40. Min.)
3:0 Kieren Lennard McCarthy (47. Min.)
3:1 Samuel Töws (79. Min.)

Details

DatumZeitLigaSaisonSpieltag
20. Oktober 201990'Bezirksliga Staffel 32019/2011

Spielort

Waldstadion Barntrup
Wolfsiek 6, 32683 Barntrup, Deutschland

Ergebnisse

Club1st Half2nd HalfGoalsSpielausgang
RSV Barntrup213Win
SG Hiddesen/Heidenoldendorf011Loss

Dorothea Design

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