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LTW wirft Asemissen raus

Spielbericht

(ab). Die SG LTW schafft die Pokal-Überraschung und wirft den TuS Asemissen mit einem 4:3 (1:1) raus aus dem Kreispokal.

 

„Wieder ein schlechtes Spiel von uns“, moniert TuS-Kicker Gerrit Barthelmeus. „Sind gar nicht ins Spiel gekommen und haben nichts umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben.“ Ganz anders die Gastgeber, die für ihre „Verhältnisse ganz ordentlich gespielt“ haben, wie Coach Tim Schauf meint. Schon nach zehn Sekunden hat Patrick Strate das 1:0 auf dem Fuß, verzieht aber knapp. Zehn Zeigerumdrehungen später macht „Lepper“ es besser und zirkelt einen Freistoß direkt in die Maschen. „Danach haben wir noch eine gute Möglichkeit durch Strate/Pröhlemeier, um auf 2:0 zu erhöhen. Leider haben wir in der ersten Hälfte dann die Angriffe nicht mehr sauber durchgespielt“, so Schauf. „Wir hatten wirklich Glück, mit 1:1 in die Pause zu kommen. Asemissen hatte in der Phase Pech mit zwei Lattenkrachern.“ Auch Barthelmeus ist zunächst „froh, dass es bei einem Gegentor blieb.“ Durch ein Traumtor von Hatim Bahri nach 33 Minuten kommt Asemissen zum bis dahin verdienten Ausgleich.

 

Asemissen kalt erwischt

Philip Pröhlemeier

„Für die zweite Halbzeit haben wir uns viel vorgenommen“, so Barthelmeus, „werden dann nach einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung ausgekontert.“ Philip Pröhlemeier macht in der 47. Minute das 2:1 für die SG. Danach ist Asemissen „völlig von der Rolle“ und bekommt „nach klarer Abseitsstellung, die der wirklich grottenschlechte Schiri nicht sieht, das 3:1“, kritisiert der TuS-Kicker. Patrick Strate erhöht für die Gastgeber. „Nach der Pause haben wir die Ballgewinne forcieren und dann auch gut zum Torerfolg nutzen können“, lobt Tim Schauf seine Truppe. So fällt nach einer Stunde die Vorentscheidung, als erneut Pröhlemeier auf 4:1 erhöht. Auch hier sieht Barthelmeus eine Mitschuld beim Schiedsrichter: „Beim 4:1 will er schon Foul pfeifen, sieht aber wahrscheinlich, dass wir hinten offen sind und lässt den Angriff dann doch weiterlaufen.“

 

TuS zeigt Moral, doch LTW rettet sich ins Ziel

Dominic Pollakowski

Die Gäste zeigen Moral und kämpfen sich wieder ins Spiel. Alichan Dadaev und Domini Pollakowski machen es nochmal spannend und verkürzen auf 3:4. „Die letzte halbe Stunde war Asemissen sehr am Drücken und wir konnten uns so eben ins Ziel retten“, so Schauf. Am Ende schafft der B-Ligist tatsächlich die Überraschung und wirft Asemissen raus. Der Coach bedankt sich beim TuS, „dass wir schon Mittwoch spielen konnten. So hatten die Jungs die Möglichkeit ordentlich zu feiern und heute können alle den Feiertag genießen.“ Am Ende meint dann auch Gerrit Barthelmeus: „Insgesamt kann man Lüdenhausen zu der kämpferischen Leistung nur gratulieren und wünschen ihnen natürlich weiter alles Gute.“

 

Das sagt Schiri Prüßner

Schiedsrichter der Partie war Marco Prüßner, der sich zu den Aussagen von Barthelmeus bei Lippe-Kick dazu äußern möchte. Seine Aussage im Wortlaut:

„Ich möchte gerne zum Pokalspiel Stellung nehmen: Ich empfand das Spiel in der ersten Spielhälfte als fair und bin der Meinung, dass die Spielleitung von meiner Seite optimal verlaufen ist. Leider kam bereits in dieser Hälfte häufig Unmut seitens einiger Spieler von Asemissen auf. Unter anderem wurde mir vorgehalten, dass ich mich mit einem Spieler von Lüdenhausen mit dem Vornamen anspreche. Dieses setzte sich in der zweiten Spielhälfte fort. Es kam zum 2:1 und ich bemerkte, wie die Frustration der Gäste aufgrund des Spielverlaufes zunahm. Das mir vorgeworfene Abseitstor zum 3:1 kann ich nicht nachvollziehen. Die Situation habe ich in Bruchteilen von Sekunden wahrgenommen und war der Meinung, dass bei der Ballabgabe keine Abseitsstellung vorlag. Sofern ich in diesem Fall falsch gelegen habe, ist das halt so.“

 

„Stimmung gegen mich umgeschlagen“

„Wer kann von einem Schiedsrichter erwarten, dass er in einem Spiel unter Flutlicht, bzw. den nicht gerade perfekten Lichtverhältnissen ohne Assistenten, immer 100% richtig liegen kann? Zur nächsten Situation zum 4:1, die Stimmung von Asemissen war jetzt extrem gegen mich umgeschlagen, kann ich nur sagen, dass ich den Zweikampf außen auch als diesen wahrgenommen habe. Dementsprechend habe ich mich für das weitere Spiel entschieden. Ich frage mich auch an dieser Stelle, ob es als ein Fehler einzustufen ist, kurz für eine Sekunde nachzudenken und die Pfeife in Richtung Gesicht zu nehmen und schließlich nicht zu pfeifen, falsch ist. Entscheidend ist immer, zu pfeifen oder eben nicht. Verwunderlich war für mich, dass ständig auf „Abseits“ reklamiert wurde. Der gespielte Ball hat den unvermeidlichen Empfänger nicht einmal erreicht. Das konnten einige Spieler nicht verstehen, denn für eine Abseitsentscheidung ist auch ein aktives Eingreifen erforderlich.“

 

Viel Arbeit und Einsatz investiert

„Das Spiel als „grottenschlecht“ zu bezeichnen halte ich für einen absoluten Witz. Ich habe alleine eine Laufleistung von 10 km für dieses Spiel aufgezeichnet. Dieses empfinde ich schon als guten Tätigkeitsnachweis. Ich habe viel Arbeit und Einsatz in dieses Spiel investiert und finde es absolut daneben, so eine anmaßende Aussage zu treffen. Anmaßend finde ich es von Herrn Barthelmeus, mir während und nach dem Spiel zu unterstellen, dass Spiel verschoben zu haben. Ich duze Herrn Strate, welchen ich gefühlte 20 Mal in meiner Laufbahn gepfiffen habe. Aussagen nach dem Spiel: „Das hättest Du auch etwas unauffälliger machen können“, sind völlig übertrieben und unangebracht. Wenn ich das so verstehe, sollen sich die Schiedsrichter nur noch förmlich mit allen Spielern verständigen, auch wenn man sich auf dem Sportplatz einfach gut kennt und kameradschaftlich miteinander umgeht?“

 

Schiedsrichter aus Leidenschaft

„Ich bin Schiedsrichter aus Leidenschaft, weil ich den Sport liebe und würde nicht im Traum daran denken, im Amateur-Sport irgendetwas zu verschieben. So etwas möchte ich mir so auch nicht unterstellen lassen. Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass selbst, wenn ich mich bei den jeweiligen Situationen geirrt hätte, kann und würde ich meine Leistung nicht als „grottenschlecht“ bezeichnen. Das finde ich anmaßend und sportlich unfair. Sportlich fair ist es, mir als Schiedsrichter auch Fehler zuzugestehen, sofern es sich denn um einen solchen handelt. Entscheidend sind doch das Gesamtbild und die engagierte Leistung eines Schiedsrichters zu würdigen. Auch wenn die Entscheidungen nicht immer so ausgehen, wie man sie gerne hätte. Als Schiedsrichter treffe ich meine Entscheidungen ganz nach meiner Wahrnehmung und nicht, weil ich jemandem einen Gefallen tun möchte.“

 

Fazit: Die SG LTW schafft die Überraschung und wirft den TuS Asemissen verdient raus. Der A-Ligist hadert mit den Schiedsrichter-Entscheidungen, konzentriert sich erst nach dem 1:4 wieder auf das Spiel und kommt fast noch ran. Am Ende steht das überraschende Pokal-Aus. Im Viertelfinale geht es für die SG Lüdenhausen/Talle/Westorf gegen Bezirksligist RSV Barntrup.

 

Tore:

1:0 Patrick Strate (9. Min.)

1:1 Hatim Bahri (33. Min.)

2:1 Philip Pröhlemeier (47. Min.)

3:1 Patrick Strate (49. Min.)

4:1 Philip Pröhlemeier (61. Min.)

4:2 Alichan Dadaev (78. Min.)

4:3 Dominic Pollakowski (85. Min.)

Details

DatumZeitLigaSaisonSpieltag
2. Oktober 201990'Kreispokal Lemgo2019/20Achtelfinale

Spielort

Erlenhain
Am Sportplatz, Sturheide, Kalletal, Kreis Lippe, Regierungsbezirk Detmold, Nordrhein-Westfalen, 32689, Deutschland

Ergebnisse

Club1st Half2nd HalfGoalsSpielausgang
SG Lüdenhausen/Talle/Westorf134Win
TuS Asemissen123Loss

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