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Lüerdissen bleibt Führungs-Duo auf den Fersen

Spielbericht

(hk). Die erste Heimniederlage im vierten Spiel vor heimischer Kulisse kassiert der TuS Bexterhagen. „Wir haben gegen eine Ü32-Truppe verloren“, klagt Sven Gleisner, der Sportliche Leiter der Reds sein Leid bei Lippe-Kick. „Ein knappes Ergebnis, aber ein hochverdienter Sieg für uns“, resümiert VfL Lüerdissen-Spielertrainer Tim Steffen im Lippe-Kick Gespräch in seiner ersten Reaktion.

Von Henning Klefisch

 

T. Rother

In den ersten 45 Minuten sind die Hausherren gut drin im Spiel, reagieren vorbildlich auf den Rückstand von Dominic Linnenbrügger, erzielt in der 13. Spielminute. Linnenbrügger setzt sich vorab schön durch, lässt im gegnerischen Strafraum die Gegenspieler wie Statisten aussehen, um schwungvoll in das kurze Eck abzuschließen. Nur 120 Sekunden nach der Hypothek egalisiert Timon Rother, tritt hier ein Abstimmungsproblem zwischen VfL-Fänger Luc Brunton und seinen Vorderleuten auf. Nach 19 Minuten muss der VfL Lüerdissen zum ersten Mal tauschen. Verletzungsbedingt muss Alexander Kirsch das Spielfeld verlassen. Für ihn kommt Kenneth Klocke in die Begegnung, steht dieser oft kurz vor einem Torerfolg. Auch Klocke liegt zunächst häufiger auf dem Boden, wird er zunächst „mehrfach hart erwischt“, wie Steffen bei Lippe-Kick berichtet. Nach 20 Minuten kommt es sogar noch besser für die Bexterhäger. Lüerdissen-Goalgetter Jan Batzer fabriziert ein Eigentor, weil das Stellungsspiel der Rot-Schwarzen überaus fehlerhaft ist. In beiden Fällen sind es Eckbälle, die vorausgehen. Bexterhagen ist nun am Drücker und verpasst das dritte Tor in vielen Fällen nur knapp. „Brunton ist zur Stelle und zeichnet sich aus, macht seinen Fehler vor dem 1:1 wieder gut“, lobt Steffen seinen Schlussmann außerordentlich. Die Lüerdisser schütteln sich kurz, spielen weiterhin mutig und selbstbewusst in der Offensive. Heiner Beckmann markiert zehn Minuten vor dem Seitenwechsel den Ausgleich für den VfL, weshalb es mit einem 2:2 in die Halbzeitpause geht. Der auffällige Linnenbrügger bedient ihn zuvor exzellent. Dementsprechend zufriedengibt sich Gleisner, der in guter Stimmung befindlich sich äußert: „Wir haben gut gespielt.“

 

Günther als Mr. Unstoppable

P. Günther

Was er in den zweiten 45 Minuten mitansehen muss, treibt ihm die Schweißperlen auf die Stirn. Es ist ein Sturmlauf in Richtung Bex-Gehäuse, ist es ein Spiel auf ein Tor. Die Lüerdisser verteidigen höher, sind dominant, drücken den Gastgebern ihr Spiel auf, produzieren eine Vielzahl an Tormöglichkeiten. „Wir sind absolut spielbestimmend“, freut sich Steffen darüber ausgesprochen. Nur körperlich sind die Reds auf dem Spielfeld, fehlt es an der richtigen Konzentration, um ein gleichwertiger Gegner in diesem Spiel zu sein. Kein einziges Mal bewegt sich der Gastgeber in Richtung fremdes Terrain. „Da ist dann die Frage: Woran hat es gelegen?“, überlegt Gleisner. Vor allem wird in der folgenden Trainingswoche die harte Arbeit entscheidend sein, um diese trostlose zweite Halbzeit vergessen zu machen. Ein Faktor ist der bienenfleißige Patrick Günther, der eine grandiose Leistung zeigt, einen stetigen Unruheherd darstellt. Bitter: Ein zweiter verletzungsbedingter Ausfall nach 63 Minuten, als der muskulär geschädigte Alexander Quast sich vorzeitig vom Dienst abmeldet und durch Tim Krüger ersetzt wird. Die Bexterhäger können den Aktivposten Günther nie richtig ausschalten, weshalb die Lüerdisser nach dem Tor von Heiner Beckmann (70. Min.) den 3:2-Siegtreffer erzielen. Pep Guardiola, der Erfinder vom Tiki-Taka, hätte seine helle Freude an diesem Treffer gehabt, lassen die Gäste die Kugel gleich über mehrere Stationen zirkulieren. Erneut ist Linnenbrügger der Tor-Butler, passt den Ball knallhart vor das gegnerische Gehäuse, wo Beckmann steht und aus Nahdistanz per Breitseite trifft. Die haushoch überlegenen Gäste haben noch weitere Hochkaräter, um die Führung klarer zu gestalten, doch es fehlt die letzte Entschlossenheit für die Vorentscheidung. „Ein verdienter Sieg von der erfahrenen Truppe. Herzlichen Glückwunsch an Tim Steffen und seine Mannschaft“, präsentiert sich Gleisner als ein anständiger Verlierer. „Bexterhagen kam für einen Ausgleich nicht infrage, weil wir das diszipliniert herunterspielen. Wir waren so konzentriert, dass wir das sicher zu Ende gespielt haben. Dem vierten oder fünften Tor waren wir näher, als der Gegner dem 3:3, weshalb dieser Sieg hochverdient ist für uns“, ballt Tim Steffen die Becker-Faust nach dem fünften Dreier im siebten Saisonspiel. Wichtig: Die Kader-Qualität sticht hervor, denn die eingewechselten Spieler betreiben mächtig Eigenwerbung.

 

Fazit: Nach Ecken sind die Lüerdisser nicht ziemlich clever, wenig hellwach. Auch wegen der klaren Leistungssteigerung im zweiten Durchgang geht der Auswärtssieg absolut in Ordnung, offenbaren die Bexterhäger Mangelerscheinungen im Thema Torgefahr. Lüerdissen hat die komplette Spielzeit über den Joystick in der Hand, doch kann dies nicht mit Torerfolgen belohnen.

 

Tore:
0:1 Dominic Linnenbrügger (13. Min.)
1:1 Timon Rother (15. Min.)
2:1 Jan Batzer (per Eigentor; 20. Min.)
2:2 Heiner Beckmann (35. Min.)
2:3 Heiner Beckmann (70. Min.)

Details

DatumZeitLigaSaisonSpieltag
4. Oktober 202090'Kreisliga A Lemgo2020/217

Spielort

Sportplatz Bexterhagen
Bexterhagen, Leopoldshöhe, Kreis Lippe, Regierungsbezirk Detmold, Nordrhein-Westfalen, 32107, Deutschland

Ergebnisse

Club1st Half2nd HalfGoalsSpielausgang
TuS Bexterhagen202Loss
VfL Lüerdissen213Win

Autohaus Stegelmann

Stadtwerke Bad Salzuflen

Fahrschule Isaak

Gaststätte Wittelmeyer – Der Grieche

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