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Phillips-Ärger über den verschwenderischen Chancenumgang

Spielbericht

(hk). RSV Schwelentrup-Coach Bodo Phillips muss sich so einige Haare raufen. Der inflationäre Umgang mit den eigenen Tormöglichkeiten zieht sich wie ein roter Faden durch die bisherige Saison. Die 1:2-Heimniederlage gegen die SG Lüdenhausen/Talle/Westorf II ist ein empfindsamer Rückschlag im Kampf um die Aufstiegs-Relegation. Phillips beanstandet: „Wir haben es wieder nicht geschafft, unsere Chancen zu nutzen, waren klar die bessere Mannschaft, nur Lüdenhausen/Talle/Westorf II war die effektivere.“ Entscheidend für den Gäste-Triumph: „Jeder ist für jeden gelaufen und hat gekämpft“, unterstreicht dies Coach Felix Preuß gegenüber Lippe-Kick.

 

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Von Henning Klefisch

 

Die erneut neu angeordnete Defensivreihe leistet sich vor dem 0:1 einen Aussetzer, begünstigt den Elfmeter, den Niklas Preuß (Bild links) in der 40. Spielminute sicher verwandelt. Felix Preuß hat hier eine „klare Notbremse“ gegenüber seinem Spieler Lukas Stock erkannt. Aus der gleichen Entfernung und nach dem identischen Schema gleicht Jonas Boehmfeld (Bild rechts) zwanzig Minuten später aus. Phillips schildert, wie es zum Elfmeter kommt: „Das Foul (Halten) begann im Strafraum und endete mit einem Tritt an der Strafraum-Grenze.“ Sven Jättkowski-Pampel wird zu Fall gebracht. Für Preuß ist die Entscheidung, die zum Ausgleich führt, gar nicht einmal so klar: „Über den Ausgleich zum 1:1 kann man diskutieren, da es meiner Meinung nach nicht im Sechzehner war und somit hätte es nur einen Freistoß geben dürfen, aber der Schiedsrichter pfeift Elfmeter.” Der RSV-Coach richtet ein Kompliment an den Spielleiter Patrick Boyce, attestiert diesem eine „alles in allem gute Leistung.“ Nur 180 Sekunden nach dem 1:1 markiert aus dem Spiel heraus allerdings Stock den Siegtreffer. Für Phillips ein Muster an Effizienz: „Viel mehr ist da auch nicht wirklich auf unser Tor gekommen.“

 

„Hätten fünf Tore mindestens machen müssen“

 

Mit dem Auftritt seiner Equipe zeigt sich der Taktik-Fuchs durchaus einverstanden. In Torraumnähe treten sie allerdings so schüchtern auf wie eine Nonne auf einer Abi-Fete. Bis auf den Fänger Hans-Joachim Nieden (Bild links) stürmen alle Schwelentruper Spieler unaufhaltsam, drängen kraftvoll auf das so wichtige Ausgleichstor, was aber nicht fallen soll. Dadurch entstehen Räume für die Spielgemeinschaft, die ebenfalls beim Torabschluss nicht die relevante Entschlossenheit demonstriert. Phillips vermisst die angemessene Nervenstärke, um den Ball im gegnerischen Gehäuse unterzubringen. „Ich denke, wir hätten fünf Tore mindestens machen müssen, haben wir aber leider nicht.“ Deshalb geht eben der direkte Konkurrent aus dem Kalletal als Sieger aus diesem Spiel hervor. „Unverdient ja, aber wir sind da einfach selbst daran schuld.“ Die Situation hat sich für den RSV Schwelentrup deutlich verschärft, wie es auch Bodo Phillips beobachtet: „Fakt ist, dass wir nun mit den Rücken an der Wand stehen und die letzten beiden Spiele zwingend gewinnen müssen, aber das alleine reicht nicht, um die Play-Offs zu erreichen.“ Zugleich ist nämlich Schützenhilfe durch die Konkurrenz erforderlich. Felix Preuß (Bild rechts) lobt vor allem, dass es ein „faires Spiel von beiden Mannschaften“ ist.

 

 

 

 

 

Fazit: Ein interessanter Vergleich, in dem die Schwelentruper viel versuchen, doch die Torschusspanik als großes Menetekel bleibt bestehen. So wird das nichts mit der Aufstiegsrelegation. Nennenswert: Das spannende Spiel ist von einem hohen Maß an Fairplay geprägt.

 

Tore:
0:1 Niklas Preuß (per Elfmeter; 40. Min.)
1:1 Jonas Boehmfeld (per Elfmeter; 65. Min.)
1:2 Lukas Stock (68. Min.)

Details

DatumZeitLigaSaisonSpieltag
18. Oktober 202090'Kreisliga C1 Lemgo2020/217

Spielort

Bergstadion
Schwelentrup, Kreis Lippe, Regierungsbezirk Detmold, Nordrhein-Westfalen, 32694, Deutschland

Ergebnisse

Club1st Half2nd HalfGoalsSpielausgang
RSV Schwelentrup011Loss
SG Lüdenhausen/Talle/Westorf II112Win

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