Connect with us

SC Bad Salzuflen — TuS Ahmsen

Spielbericht

Das Glück ist zurück! Ehlert schießt SCB zum Sieg

(ab). Als hätte Frank Biermann es vor dem Spiel heraufbeschworen. Mit einer gehörigen Portion Glück gewinnt der SC Bad Salzuflen mit 2:1 gegen den TuS Ahmsen, das allerdings trotzdem nicht unverdient, wie nach dem Spiel auch Lothar Köhnemann, zumindest durch die Blume, zugeben muss.

 

Von Beginn an entwickelt sich ein „richtig interessantes, weil griffiges, ja galliges Spiel. Bad Salzuflen reagierte und spielte so, wie wir es erwartet haben“, erzählt Lothar Köhnemann. Das bedeutet, der SC Bad Salzuflen geht früh drauf und versucht den TuS „wie Bayern oder Dortmund ihre Gegner schon am eigenem 16er zu attackieren, uns keinen Spielraum zu lassen, uns gleich zu erdrücken, bevor wir auch nur einen vernünftigen Pass spielen könnten.“ Eine gute halbe Stunde hat der SCB so Oberwasser, hat auch gute Möglichkeiten, die allerdings noch vergeben werden. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit kann sich auch der TuS Ahmsen mal befreien und hat durch Hermann Neufeld die erste Großchancen das Spiels, als der „nach Kopfball-Verlängerung frei vorm Torwart auftauchte und leider den hochspringenden Ball nicht ins, sondern übers Tor schoss.“ Nur wenige Minuten später rauschen nach einer strammen Freistoßflanke von Marvin Zurheide gleich vier Spieler knapp am Ball vorbei.

 

Erst Ritter, dann Exner

Niklas Ritter

In der 41. Spielminute ist es dann so weit: Niklas Ritter haut einen Freistoß sehenswert in den Knick. Köhnemanns Urteil: „1:0 für den TuS. Etwas glücklich, aber nicht überraschend, hatte sich angedeutet.“ Doch der SC Bad Salzuflen reagiert sofort mit einem Gegenangriff, einen „Schussversuch kann Moritz Brünger oder Marcel Foerster – sehen sich beide doch recht ähnlich – nur mit dem abgewinkelten Arm abwehren.“ Klare Sache: Elfmeter für Bad Salzuflen, den Kapitän Danny Exner zum verdienten Ausgleich ins Netz hämmert. „Ein nettes und flottes Spiel mit leichten Vorteilen für Salzuflen. Aber nur leicht“, so Köhnemann. Frank Biermann findet: „Wir waren spielerisch besser, vor allem in der Anfangsphase. Bei Ahmsen hatte ich jederzeit das Gefühl, die wären mit einem Unentschieden schon zufrieden.“

 

Es bleibt spannend

„Nach der Pause kam komischerweise Salzuflen mit einem gewissen Respekt aus der Kabine“, hält dieser aber nur ein paar Minuten an. „Danach versuchten sie wieder direkt vorne draufzugehen. Aber es war nicht mehr so aktiv und schwungvoll wie zu Beginn, auch sie zollten dem warmen Wetter Tribute“, beobachtet Köhnemann. Vom TuS Ahmsen ist laut Biermann in der zweiten Halbzeit nicht mehr viel zu sehen: „Die waren in der zweiten Halbzeit irgendwie nicht mehr richtig dabei.“ Die besseren Chancen haben dann auch die Kurstädter. Mitte der zweiten Halbzeit schnappt sich Kevin Obaro den Ball, geht bis zur Torauslinie und spielt den Ball „leicht Bundesligamäßig vors Tor“, aber „etwas zu stramm.“ In der Mitte fliegt Jan Ehlert förmlich in den Fünfmeterraum, aber „dieses Geschoss war selbst für ihn zu schnell“, kann Köhnemann hier nochmal durchatmen. Aber es bleibt spannend und „ordentlich schnell. Beide Seiten wollten das Spiel gewinnen und suchten die Chancen im Angriff.“

 

Abseits oder nicht?

Jan Ehlert

Die heiße Schlussphase hat es dann noch einmal in sich. Einen Pass von Tim Jahn kann der SCB abfangen und als Befreiungsschlag nach vorne bringen. Aus der Situation fällt der Siegtreffer für Bad Salzuflen. Köhnemann erläutert: „Der im Abseits stehende Ehlert greift ins Spiel ein, als der Kopf von Foerster den Ball verlängert. Abseits. Denkste. Der Schiri lässt laufen und Ehlert trifft mit feinem Heber über den rauslaufenden Käufer zum 2:1 für Salzuflen. Alles reklamieren half da nüschts. Einzig die FuPa-Kamera hätte helfen können, aber den Beweis gibts bei uns noch nicht.“ Laut Frank Biermann ist der Treffer regulär: „Jan läuft aus dem Abseits raus und sprintet los, als der Spieler von Ahmsen den Ball zurückköpft. Ich denke, er wollte ihn zum Torwart bringen. Jan geht dazwischen und hebt den Ball dann schön ins Tor.“

 

Ahmsen vergibt Chance aus elf Metern

Alles hadern hilft nichts. Der TuS Ahmsen bekommt sogar noch die dicke Chance zum Ausgleich, als ein Elfmeter gegeben wird, „der ganz klar keiner war“, wie Biermann meint. „Das hätte sogar Freistoß für uns sein müssen.“ Auch Lothar Köhnemann spricht von einer wahrscheinlich „Konzessionsentscheidung. Aber dadurch macht der Schiri keinen Fehler wieder gut.“ Anders als in den letzten Spielen ist die Glücksgöttin Fortuna aber diesmal Besucherin beim SC Bad Salzuflen: Keeper Stephan Lehne hat die richtige Ecke und kann den Elfmeter parieren, so dass der SCB die drei Punkte am Platz behält. Köhnemanns Fazit: „Einen eigenen Elfer nicht getroffen, einen Elfer bekommen und ein Abseitstor ergeben eine doch unnötige Niederlage gegen starke Salzufler.“ Aber gerade das Siegtor beschäftigt den Obmann noch eine Weile: „Der Schiri erklärte mir wirklich hinterher, dass das Abseits durch eine Haarsträhne des Abwehrspielers, wenn er auch nur hauchdünn an dem Ball hauchdünn dran her geflogen ist, die Abseitsstellung aufhebt. Bullshit, irreguläres Tor. Wenn 98 % unserer Schiris im Kreis Abseits gepfiffen hätten und nur zwei von Ihnen nicht und leider einer hier auf dem Platz stand, muss ich sagen, nicht nur vielleicht, sondern ganz bestimmt ist das geforderte Glück zurückgekehrt an die Waldstraße. Biermann hat’s heraufbeschworen und schon isses da. Und Mottek werde ich vors Schienbein treten beim nächsten Treffen im Marktkauf“, hat der Obmann zum Schluss dann doch das Lachen noch wiedergefunden.

 

Fazit: Der SC Bad Salzuflen siegt insgesamt verdient, hat diesmal auch das nötige Quäntchen Glück auf seiner Seite.

 

Tore:

0:1 Niklas Ritter (41. Min.)

1:1 Danny Exner (Elfmeter, 44. Min.)

2:1 Jan Ehlert (80. Min.)

Details

DatumZeitLigaSaisonSpieltag
22. August 201990'Kreisliga A Lemgo2019/203

Spielort

Sportplatz Waldstrasse
Waldstraße 27, 32105 Bad Salzuflen, Deutschland

Ergebnisse

Club1st Half2nd HalfGoalsSpielausgang
SC Bad Salzuflen112Win
TuS Ahmsen101Loss

More in