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SCB dreht Zwei-Tore-Rückstand

Spielbericht

(ab). Der SC Bad Salzuflen ist neue Tabellenführer der Kreisliga A Lemgo. Nach einem 0:2-Rückstand gewinnen die Kurstädter mit 3:2 beim TSV Oerlinghausen II, brauchen dazu aber auch zwei zumindest strittige Elfmeter.

 

 

Für den SCB ist es das „erwartet schwere Spiel gegen einen guten und griffigen Gegner“, meint Coach Cetin Cakar nach dem Spiel. Was für seine Mannschaft außerdem zunächst hinzukommt: „Wir haben die erste Halbzeit völlig verpennt.“ Denn die gehört klar den Hausherren, wie TSV-Coach Jan Rüter ebenfalls meint: „Wir sind super ins Spiel gekommen, waren sehr griffig und haben Bad Salzuflen extrem beschäftigt.“ Gleich eine der ersten Aktionen führt zur frühen Führung. Nach Flanke von Caner Vardar kann Max Meinert (Bild links) zum 1:0 einköpfen. Danach kommt der TSV aber von seinem ursprünglichen Plan etwas ab: „Eigentlich wollten wir eher ein bisschen tiefer stehen und auf Konter lauern.“ Doch die Art und Weise, wie seine Mannschaft auftritt, bewegt ihn dazu, auf „Plan B umzustellen und hoch anzulaufen.“ Der richtige Plan gegen den SCB, denn der findet so nie zu seinem Spiel und gerät oft unter Druck. Mehr Ballbesitz haben die Gäste zwar, viel anfangen können sie damit allerdings nicht. Somit bleibt es beim 1:0 für die Bergstädter. „Der Gegner hat verdient zur Halbzeit geführt“, meint auch Cakar.

 

Formanski erhöht nach Ecke, Kezer verkürzt vom Punkt

Am taktischen Konzept ändern beide Trainer in der Pause erst einmal nicht, der TSV läuft weiterhin hoch an und stört früh, bringt den SCB so weiterhin aus dem Konzept. Und den Hausherren gelingt wieder ein Blitzstart. Nach einer Ecke steht Felix Formanski frei im Sechzehner und kann zum 2:0 einköpfen. Das Tor ist aber wohl irregulär, wie Rüter meint, der ein „wohl foulwürdiges Duell zwischen Caner Vardar und dem Torwart“ sieht. Cetin Cakar ist da deutlicher: „Vor dem 2:0 wird unser Torwart im Fünf-Meter-Raum klar gefoult.“ Der Unparteiische macht in dieser Situation einen unsicheren Eindruck, weshalb Rüter vermutet, dass „jetzt sehr wahrscheinlich jede 50/50-Entscheidung gegen uns gepfiffen wird.“ Und aus seiner Sicht hat er damit auch Recht. Ein Elfmeter bringt den SC Bad Salzuflen, der mittlerweile nach dem Zwei-Tore-Rückstand deutlich mehr Risiko eingeht, zurück ins Spiel. „Unnötig“, meint Rüter, „weil wir den Ball im Sechzehner nach einer Balleroberung verlieren, anstatt ihn einfach zu klären.“ „Völlig berechtigt“, findet dagegen Cakar diesen Strafstoß. Necati Kezer (Bild rechts) verwandelt zum 1:2.

 

Strittiger Strafstoß für den SCB

Der Kampfgeist der Gäste ist geweckt, die Kurstädter wollen mehr. Ein langer Ball, bei dem die TSV-Defensive nicht gut aussieht, landet bei Hakim Aytan, der den Ball so vollendet, „wie es wahrscheinlich nur wenige Spieler können“, so Rüter. Doch der SCB will noch mehr. Ein weiterer Strafstoß für den SC Bad Salzuflen erhitzt die Gemüter. „Keiner auf dem Feld wusste, warum den Schiedsrichter den gepfiffen hat“, stellt Jan Rüter (Bild links) die Korrektheit dieser Entscheidung in Frage. Mehr möchte er zu der Situation aber „lieber nicht“ sagen. Auch Cakar sät Zweifel: „Den zweiten Elfmeter kann man, muss man aber nicht geben.“ Er gibt aber auch zu bedenken, dass „der Unparteiische es generell schwer genug“ hat und „das sollte man immer bedenken.“ Kezer verwandelt erneut und trifft zum 3:2-Endstand. So sichert sich der SC Bad Salzuflen doch noch die drei Punkte. „Die Mannschaft hat mit einer wahnsinnigen Moral noch das Spiel gedreht“, ist Cetin Cakar erleichtert.

 

Rüter: „Sind noch nicht clever genug“

Jan Rüter findet die Niederlage ärgerlich: „Letztendlich machen wir ein super Spiel und stehen am Ende ohne Punkte da. Das ist natürlich ärgerlich. Aber für die Leistung und die Tatsache, dass wir ganz wenige Chancen gegen so eine Offensive zulassen, habe ich den größten Respekt vor meiner Mannschaft. Wir schenken die Punkte her, weil wir leider noch nicht clever genug sind. Und ich mag behaupten, wenn Bad Salzuflen den ersten Elfmeter nicht bekommt, schießen die gar kein Tor. Wir hatten mehr verdient, müssen jetzt aber endlich den nächsten Entwicklungsschritt gehen und Führungen souveräner runterspielen und im Zuge dessen unsere Möglichkeiten besser ausspielen.“

 

Fazit: Der Sieg für den SC Bad Salzuflen kommt unter glücklichen Umständen zustande, zeugt nach dem Zwei-Tore-Rückstand aber auch von einer guten Moral. Der SCB übernimmt durch die Patzer der Konkurrenz die Tabellenführung. Der TSV Oerlinghausen II verspielt einen sicher geglaubten Sieg.

 

Tore:

1:0 Max Meinert (2. Min.)

2:0 Felix Formanski (48. Min.)

2:1 Necati Kezer (72. Min., 11m)

2:2 Hakim Aytan (80. Min.)

2:3 Necati Kezer (86. Min., 11m)

Details

DatumZeitLigaSaisonSpieltag
24. September 202090'Kreisliga A Lemgo2020/215

Spielort

Arena Am Kalkofen
Am Kalkofen 9, 33813 Oerlinghausen, Deutschland

Ergebnisse

Club1st Half2nd HalfGoalsSpielausgang
TSV Oerlinghausen II112Loss
SC Bad Salzuflen033Win

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