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Pries-Verletzung überschattet alles

Spielbericht

(hk). Das Pokal-Kapitel ist für die SG Bentorf/Hohenhausen zugeschlagen. Gegen den ehrbegierigen Bezirksliga-Vertreter TBV Lemgo setzte es auf dem Bentorfer Sportplatz eine 1:3-Niederlage. Ins Tal der Tränen marschiert Ben/Hoh-Obmann Marco Evers jedoch nicht, meint er doch im Lippe-Kick-Gespräch: „Wir haben uns sehr gut aus der Affäre gezogen, können da gut mit leben“, genießt die Liga für die Kalletaler eine höhere Gewichtung als dieses Do-or-Die-Spiel.

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Von Henning Klefisch

 

Der Schrecken sitzt den Hausherren tief in den Gliedern, als die schwungvoll beginnenden Gäste schon nach 180 Sekunden nach einem Treffer von Patrick Kötter (Bild links) mit 1:0 in Führung liegen. „Manche sagen, aus abseitsverdächtiger Position hat Lemgo das Tor erzielt“, möchte Evers sich hier nicht beeiden lassen, kann bekanntlich kein Videobeweis zurate gezogen werden. Es wird sich allerdings kurz geschüttelt, sich dann auf die eigene Leistung konzentriert. Der TBV Lemgo ist verdutzt, ob solch einer mutigen Spielweise des A-Ligisten, lässt sich das eine oder andere Male von den Kasper-Jungs ausspielen. Diese knallen im ersten Abschnitt zunächst durch Yannic-Noah Dingemann (Bild rechts) einen Ball an den Pfosten. Eine Minute vor dem Seitenwechsel beweist er mehr Abschlussglück, zeigt Ali Obaed all seine Raffinesse, tanzt Tango mit zwei Lemgoern, spielt gefühlvoll Dingemann frei, der aus Nahdistanz zum 1:1-Halbzeitstand erfolgreich ist. Lemgo-Trainer Matthias Olfert schimpft mit seinem Team, sagt: „Wir haben uns beim Ausgleich zu dösig angestellt, haben nicht konsequent genug verteidigt.“ Erst wenige Augenblicke sind im zweiten Abschnitt absolviert, als Thomas Pries (Bild links) sich heftig verletzt. Eine Schultereckgelenksprengung erleidet er nach einem Zweikampf, somit die gleiche Verletzung wie bereits im Januar dieses Jahres. Bei ihm ist mit einem langfristigen Ausfall zu rechnen. „Das tut uns richtig weh. Unsere Gedanken sind bei Thomas“, ist die Laune bei allen Beteiligten danach deutlich gen Keller anzusiedeln. Mit einem Doppelschlag sichern Tobias Fitz (64. Min.) und Manuel Süllwold (per Elfmeter; 72. Min) das letztlich verdiente Weiterkommen für den TBV Lemgo, der in den zweiten 45 Minuten den Druck deutlich erhöht. Vor allem im Mittelfeld fehlt Ben/Hoh der nötige Zugriff, werden hier wichtige Zweikämpfe verloren. TBV-Coach Matthias Olfert freut sich, dass seine Worte die erhoffte Wirkung zeigen: „In der zweiten Halbzeit waren wir wieder präsenter und haben dann auch endlich die Tore gemacht.“ Es war, wie vorhergesagt, „das erwartet schwere Spiel.“ So habe Ben/Hoh den Fokus auf eine Sicherung vom eigenen Gehäuse gelegt, um dann mit blitzschnellen Konterattacken das gegnerische Gehäuse zu gefährden.

 

Fazit: Ein packender Pokal-Fight, der eindeutig von der schweren Verletzung von Thomas Pries überschattet wird. Im ersten Durchgang ist Bentorf/Hohenhausen voller Elan, investiert viel, verdient sich das Remis zur Halbzeitpause. In den zweiten 45 Minuten ist der Schock über das Pries-Aus wohl so groß, sodass sie keinen Schlüssel mehr zu ihrem Spiel finden.

 

Tore:
0:1 Patrick Kötter (3. Min.)
1:1 Yannic-Noah Dingemann (44. Min.)
1:2 Tobias Fitz (64. Min.)
1:3 Manuel Süllwold (per Elfmeter; 72. Min.)

Details

DatumZeitLigaSaisonSpieltag
17. September 202090'Kreispokal Lemgo2020/21Achtelfinale

Spielort

Sportplatz Bentorf
22, Bentorfer Straße, Hankenegge, Kalletal, Kreis Lippe, Regierungsbezirk Detmold, Nordrhein-Westfalen, 32689, Deutschland

Ergebnisse

Club1st Half2nd HalfGoalsSpielausgang
SG Bentorf/Hohenhausen101Loss
TBV Lemgo123Win

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