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SG Hiddesen/Heidenoldendorf — SuS Pivitsheide

Spielbericht

Junge Fohlen siegen im Galopp gegen trabende Pivitker

 

(hk). Die SG Hiddesen/Heidenoldendorf zeigt sich hervorragend gewappnet für die kommende schwere Aufgabe gegen den Spitzenreiter FC Fortuna Schlangen. Im Nachbarschaftsduell gegen den SuS Pivitsheide gewinnt die Spielgemeinschaft klar und deutlich mit 4:0, überzeugt mit einer tollen Mannschaftsleistung und schönen Toren. „Ein haushochverdienter Sieg. Pivitsheide hatte nicht eine gefährliche Situation in unserem Strafraum, nicht einen Torabschluss“, ballt SG-Coach Markus Rüschenpöhler kurz die Faust, atmet entspannt durch.

Von Henning Klefisch

 

S. Cabuk

Bis zur berechtigten roten Karte gegen den HH-Kicker Michael Thissen – fährt seinem Gegenspieler von hinten unchristlich in die Parade – fünf Minuten vor dem Spielende, ist es ein Spiel auf ein Tor, sind die Hausherren klarer in ihren Aktionen, selbstbewusster und torgefährlicher. Im Laufe der Partie ist dies zu bemerken. In der Frühphase der ersten Hälfte offenbart der Tabellenzweite schließlich zunächst noch einige Probleme, hat Schwierigkeiten mit der Pivitsheider-Fünferkette, fehlt es in der Frühphase an Mitteln, um dieses Bollwerk in Verlegenheit zu bringen. Als nach einer Viertelstunde Spielzeit Serkan Cabuk aber all seine Leichtigkeit des Seins demonstriert, freistehend vor SuS-Fänger Marcus Alf cool bleibt und einschiebt, ist dies ein Signal für die HH-Offensive. Löblich: Taktgeber Steffen Hinder, fußballerisch und frisurtechnisch Ansgar Brinkmann ähnelnd, demonstriert sein exzeptionelles Gefühl für Raum und Zeit, setzt der fußballerische Feingeist Cabuk hervorragend in Szene. In der Folgezeit bespielen sie ausgezeichnet die Halbräume, kommen zu weiteren vielversprechenden Möglichkeiten. Jannik Sprengelmeyer etwa nimmt es zu genau und schießt an die Unterkante der Latte. Jan Block verzieht nur knapp. Weitere Schüsse finden nicht den gewünschten Erfolg.

 

Cabuk lädt zum Tanzen ein

J. Block

In den zweiten 45 Minuten lassen die jungen Wilden nicht nach, legen nur fünf Minuten nach dem Seitenwechsel durch Jan Block, der in bester Abstaubermanier erfolgreich ist, zum 2:0 nach. Valentin Römisch gewinnt im Verbund mit Jonas Sprengelmeyer energisch das Spielgerät, es folgt der Pass auf Thissen, der auf Block weiterleitet. Freistehend scheitern sie mehrfach am glänzenden Alf. Cabuk erzielt mit seinem zweiten Tor des Tages in der 63. Minute das 3:0. Römisch flankt, Hinder erkennt, dass Cabuk hinter ihm steht, lässt durch. Dieser bittet seinen Gegenspieler zum Tanz, lässt diesen aussteigen, und schießt in die linke untere Ecke vom Schützen aus gesehen. Die beiden Joker stechen: Ole Schieffer leitet in der 87. Minute den 4:0-Endstand von Jan Lukas ein. „Ein sehr gutes Spiel von uns. Wir hatten den Gegner total im Griff, haben mindestens in der Höhe verdient gewonnen. Wir hätten sogar das eine oder andere Tor mehr schießen können“, so Rüschenpöhler.

 

Sieweke vermisst die Anspielstation

M. Alf

Lippe-Kick, selbst vor Ort, konfrontiert SuS Co-Trainer Florian Sieweke mit der unzureichenden Wucht in der gefährlichen Zone: „Ich hab’s so gesehen, dass bei unseren eigenen Offensivbemühungen leider häufig eine Anspielstation in der Zentrale gefehlt hat, weil wir von unseren Defensivaufgaben nicht gut in die Offensive umgeschaltet haben. Die fehlende Konsequenz im letzten Drittel ist dann eine Folge daraus und die individuellen Fehler vor den ersten beiden Gegentoren erschweren es zusätzlich.“ Auch Sieweke kann und möchte nicht widersprechen, dass die Spielgemeinschaft absolut verdient dieses Spiel für sich entscheidet, gelingt es seinem Team nicht, genügend Druck aufzubauen, den Gegner nicht vollumfänglich zu fordern. Marcus Alf wirkt nicht nur mit Blick auf seinen Nachnamen wie ein Torwart von einem anderen Planeten, setzt Sieweke zu einem Extralob an: „Ohne unseren Torwart hätte es sogar noch deutlicher werden können und wir müssen unter der Woche im Training daran arbeiten, wieder besser im Kollektiv zusammenzuarbeiten und die einfachen Fehler und die unnötigen Ballverluste abzustellen“, haben diese seinem Team heute das Genick gebrochen.

 

Fazit: Wie ein Papiertiger wirken die Angriffszüge der Gäste, die eine Relaisstation, ein Metronom schmerzlich vermissen. Auch das Umschaltspiel erweist sich als arg verbesserungswürdig. Hiddesen/Heidenoldendorf spielt erfrischend, unerschrocken und weiß, was es will.

 

Tore:

1:0 Serkan Cabuk (15. Min.)

2:0 Jan Block (50. Min.)

3:0 Serkan Cabuk (63. Min.)

4:0 Jan Lukas (87. Min.)

Details

DatumZeitLigaSaisonSpieltag
5. Mai 201990'Kreisliga A Detmold2018/1927

Spielort

Sportplatz Heidenoldendorf
Niedernfeldweg 12, 32758 Detmold, Deutschland

Ergebnisse

Club1st Half2nd HalfGoalsSpielausgang
SG Hiddesen/Heidenoldendorf134Win
SuS Pivitsheide000Loss

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