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SG Hiddesen-Heidenoldendorf — SV Diestelbruch-Mosebeck

Spielbericht

SG nutzt die gegnerischen Fehler eiskalt

 

(hk). Hossa, diese SG Hiddesen/Heidenoldendorf bietet Ergebnis- und Erlebnisfußball gleichermaßen. Die „Fohlen“ überrennen den SV Diestelbruch/Mosebeck vor allem dank einer starken zweiten Halbzeit und gewinnen mit 5:0 auf dem Hiddeser Bent. Dabei verläuft der erste Durchgang noch ausgeglichen. Di-Mo ist in der Anfangsviertelstunde das spielbestimmende Team, sind sie zudem auch griffiger in den Zweikämpfen. „Wir müssen in Führung gehen“, klagt Lennart Rethmeier, der Co-Trainer der Gäste. Die Zuschauer kommen voll auf ihre Kosten. Je länger die Partie andauert, umso besser findet jedoch die Spielgemeinschaft in die Partie. Bei einem Pfostentreffer haben sie viel Pech im Abschluss. Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff vergibt Simon Jevsovar aussichtsreich die Möglichkeit zum 1:0 für die Rot/Weißen. Bereits in der Frühphase der zweiten Hälfte belohnen aber die Gastgeber ihre zunehmende Überlegenheit auch mit Toren durch Jonas Sprengelmeyer (50. Min.) und Jan Block (53., 62. Min., Bild rechts). Beim 1:0 befördert Sprengelmeyer nach einem Freistoß von Michael Thissen die Kugel mit dem Fuß in das Netz. Vor dem ersten Block-Tor ist es der auffällige Sprengelmeyer, zum 1:0, der das Spielgerät geschickt erobert. Sehenswert ist der Schuss von Jan Block beim 3:0 in der 62. Spielminute.

 

Cool, cooler, Rüschenpöhler

In der Schlussphase erhöhen Abwehrchef Alexander Schreckenbach (nach einem Doppelpass eiskalt im Torabschluss; 72. Min., Bild links) und Christoph Knust (souverän im Abschluss nach Vorlage von Yannik Sprengelmeyer; 89. Min.) zum 5:0-Endstand. SG-Coach Markus Rüschenpöhler ist kein Zeitgenosse, der als Inbegriff der Ekstase dient. „Es war nicht schlecht“, ist dies für den Stoiker ein Indiz für größte Zufriedenheit. „So können wir auf jeden Fall weitermachen. Das ist eine gute Sache“, gerät er fast schon ins Schwärmen. „Die Enttäuschung ist immer noch da“, verrät Lennart Rethmeier im Lippe-Kick-Gespräch. Was im zweiten Abschnitt passiert, bezeichnet Rethmeier mit dem Wort „desolat.“ Konkret hat er beobachtet: „Die Köpfe gingen runter, kein Vertrauen mehr in das eigene Spiel und hinten gab es dann noch vier weitere Geschenke für den Gegner.“ Trotz all der eigenen Defizite muss er der Spielgemeinschaft ein „Kompliment“ zollen. Immerhin haben die Rüschenpöhler-Mannen die Offerten doch „eiskalt ausgenutzt.“ Ehrlichkeit ist bei Rethmeier eine Tugend. Deshalb schätzt er unumwunden ein, dass diese Pleite „auch in der Höhe absolut verdient ist.“ Seiner Truppe spricht er die Empfehlung aus, dass sie zukünftig die individuellen Defizite abstellt. Auch räumt er Fehler beim Coaching, konkreter bei der Personalauswahl ein: „In der Halbzeit mussten wir personell aufgrund einer Verletzung wechseln. Leider haben Sascha und ich eventuell nicht perfekt gewechselt und mussten weitere zwei Positionen umstellen.“ Speziell im Zentrum fehlt den Gästen der nötige Zugriff auf das Spiel.

 

Fazit: Aufgrund der zweiten Spielhälfte geht dieser deutliche Sieg in Ordnung. Nach einer Partie auf Augenhöhe im ersten Abschnitt, ist es im zweiten Abschnitt eine glasklare Angelegenheit. Hiddesen/Heidenoldendorf spielt brillant auf, während Di-Mo durch den Ring wankt, wie Axel Schulz in seinen „besten Zeiten.“

 

Tore:

1:0 Jonas Sprengelmeyer (50. Min.)

2:0 Jan Block (53. Min.)

3:0 Jan Block (62. Min.)

4:0 Alexander Schreckenbach (72. Min.)

5:0 Christoph Knust (89. Min.)

Details

DatumZeitLigaSaisonSpieltag
2. September 201890'Kreisliga A Detmold2018/195

Spielort

Sportplatz Heidenoldendorf
Niedernfeldweg 12, 32758 Detmold, Deutschland

Ergebnisse

Club1st Half2nd HalfGoalsSpielausgang
SG Hiddesen/Heidenoldendorf055Win
SV Diestelbruch-Mosebeck000Loss

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