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Soylu-Elf schickt Lage mit klarer Niederlage nach Hause

Spielbericht

(ab). Die SG Hiddesen/Heidenoldendorf II gewinnt gegen den SuS Lage verdient mit 5:1. Für Lage ist es die vierte Niederlage in Folge.

 

 

Es ist das Verletzungspech, das den SuS Lage aktuell so richtig trifft. Auch in diesem Spiel muss Kahyaoglu nach 15 Minuten bereits wechseln. Tayb Kaval verletzt sich am Oberschenkel und kann nicht weiterspielen. Im Laufe der zweiten Halbzeit muss dann auch Sahin Ay mit Verdacht auf Bänderriss vom Platz, so dass Kahyaoglu, selbst noch nicht topfit, aushelfen muss. Eine Stunde lang macht der SuS Lage seine Sache aber ordentlich, spielt besonders im ersten Durchgang gut mit, steht defensiv sicher, ist offensiv zwei, dreimal gefährlich. Auch SG-Interimscoach Lütfi Soylu muss „Lage loben. Sie haben sehr gut verteidigt und auch sehr gut mitgespielt. Man darf nicht vergessen, dass Lage viele verletzte Spieler hat und Aykut nicht aus dem Vollen schöpfen kann.“ 14 Spieler hat Lage dabei, die dann im Laufe der zweiten Halbzeit konditionelle Probleme bekommen. Zu dem Zeitpunkt steht es aber noch 1:1 und es sieht gar nicht so schlecht aus für die Zuckerstädter. Kurz vor dem Pausenpfiff geht aber zunächst die SG nach einem gut vorgetragenen Angriff über Marlon Höfer, der den Ball nach außen zu Jan-Niklas Aulbur spielt. Dessen Flanke von der Grundlinie landet genau auf dem Kopf von Perwer Amouka (Bild links), der den Ball zum 1:0 ins Tor drückt.

 

Elfer verschossen, Ausgleich kassiert, dennoch weitergespielt

Kurz nach dem Seitenwechsel haben die Gastgeber eine gute Möglichkeit auf das 2:0. Nachdem Christoph Knust im Strafraum von den Beinen geholt wird, schießt Amouka den fälligen Strafstoß aber über das Tor. Im direkten Gegenzug, nach Abschlag von SuS-Keeper Asghar Mostafivi, kommt der Ball zu Sahin Ay (Bild rechts), der die Kugel sehenswert aus der Distanz zum 1:1 ins Netz befördert. Doppelt bitter für die SG, die sich aber nicht unterkriegen lässt und weiter ihren Fußball spielt. Die Soylu-Elf bleibt auf dem Gaspedal und geht nach einer Ecke von Artur Andrejew, die Tibor Kohlheb zum 2:1 verwertet, erneut in Führung. Und dann geht es Schlag auf Schlag. Seyithan Karatay erobert den Ball im Mittelfeld, sieht Artur Andrejew, der relativ freistehend auf 3:1 erhöhen kann. Das 4:1 gehört in die Kategorie „Kuriositätenkabinett.“ Nach einem Angriff sehen die Lage-Kicker den Ball im Aus, das Spiel läuft allerdings weiter. Christoph Knust schaltet am schnellsten, schnappt sich die Kugel und schiebt sie ins nicht mehr verteidigte Gehäuse. Henry Dakat macht nach feiner Einzelleistung sogar noch das 5:1 für Hiddesen/Heidenoldendorf II.

 

Soylu: „Eine super Leistung meiner Mannschaft“

„Eine super Leistung meiner Mannschaft. Kämpferisch, moralisch, vor allem dann, wenn man einen Elfmeter hat, den verschießt und nicht 2:0 führt, und dann das 1:1 kassiert. Normalerweise werden dann welche traurig und lassen die Köpfe hängen. Wir haben das nicht gemacht. Wir haben Vollgas gemacht und dann auch in der Höhe verdient gewonnen“, urteilt Lütfi Soylu (Bild links). Den Sieg hat die SG aber teuer bezahlen lassen. Simon Knöllner scheidet nach rund 25 Minuten ebenfalls verletzt aus, vermutlich auch eine Bänder-Geschichte. Ein MRT steht noch aus. „Dann hoffen wir noch, dass alles gut ist. Ich wünsche natürlich eine gute Besserung. Auch dem Spieler von Lage.“ Dem schließt sich das Team Lippe-Kick an. Bei den Gastgebern freut man sich nun aber erst einmal über die tolle Serie von sieben Punkten aus den letzten drei Spielen. „Jetzt versuchen wir, die Saison weiterhin erfolgreich und guten Fußball zu spielen“, so Soylu.

 

Kahyaoglu: „Habe das Gefühl, dass einige nicht als Mannschaft agieren wollen“

Ein Lob gibt es auch noch für Schiedsrichter Marco Prüßner: „Die Schiedsrichterleistung war wieder super. Er hat immer für beide Mannschaften Vorteil gepfiffen und dann abgepfiffen, wenn der Ball nicht ankommt. Er hat für beiden Seiten gleich gepfiffen. Das war mal eine richtig gute Schiri-Leistung. Und wer mich kennt, weiß, dass ich die Schiris gerne lobe, wenn sie gut pfeifen und wenn sie nicht gut pfeifen, oder nicht auf Ballhöhe sind, dann kritisiere ich sie auch mal.“ Kritisch ist auch die Situation beim SuS Lage: „Nach dem 1:2 lief bei uns gar nichts mehr, die Moral war durch. Und Hiddesen/Heidenoldendorf wurde dann sogar noch stärker“, so Kahyaoglu (Bild rechts). Und, was keine Ausrede sein soll: „Dass drei, vier Spieler aus der ersten Mannschaft mitgewirkt haben, hat man gespürt.“ Die Kritik richtet sich aber an seine eigene Mannschaft: „Nach wie vor spielen elf Spieler auf dem Platz und leider keine 11 Freunde, so dass das Gemeckere auch ab der 15. Minute anfing. Manchmal habe ich das Gefühl, dass einige nicht als Mannschaft agieren wollen. Trotzdem kein Vorwurf an einige Spieler, die sich Woche für Woche den Arsch aufreißen. Aber nach wie vor ist das Glück nicht auf unserer Seite und das Pech an Verletzungen verfolgt uns munter weiter. Ich hoffe langsam wirklich auf eine Pandemie-Pause, weil, wenn es so weitergeht, muss ich Spieler herstellen. Dem Trainer und Hiddesen/Heidenoldendorf wünsche ich alles Gute und viel Erfolg.“

 

Fazit: Eine Stunde lang hält der SuS Lage gut mit, präsentiert sich da aber schon nicht mehr als eine Mannschaft. Hiddesen/Heidenoldendorf II lässt sich auch vom Rückschlag zu Beginn der zweiten Halbzeit nicht unterkriegen und siegt verdient.

 

Tore:

1:0 Perwer Amouka (44. Min.)

1:1 Sahin Ay (57. Min.)

2:1 Tibor Kohlheb (68. Min.)

3:1 Artur Andrejew (73. Min.)

4:1 Christoph Knust (75. Min.)

5:1 Henry Dakat (85. Min.)

Details

DatumZeitLigaSaisonSpieltag
25. Oktober 202090'Kreisliga B Detmold2020/218

Spielort

Sportplatz Heidenoldendorf
Niedernfeldweg 12, 32758 Detmold, Deutschland

Ergebnisse

Club1st Half2nd HalfGoalsSpielausgang
SG Hiddesen/Heidenoldendorf II145Win
SuS Lage011Loss

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