Connect with us

Späte Tore bringen verdientes Remis

Spielbericht

(hk). Ein richtiger Spielfluss kommt in diesem Duell nur allzu selten auf. Nach zwei späten Toren trennen sich der SV Werl-Aspe und die SG Sonneborn/Alverdissen mit einem 1:1-Unentschieden.

Von Henning Klefisch

 

J. Simon

Im Mittelfeld geht es zünftig zur Sache. Man könnte fast denken, dass Bodenturner David Jarolim mitspielt, denn häufig liegt einer am Rasen und krümmt sich. Durch die vielen Foulspiele entsteht Hektik, sind Angriffe über mehrere Stationen extrem selten zu beobachten. Die Hausherren sind personell arg gerupft, müssen mit Niko Höke und Niklas Weber zwei Akteure aus der Reserve mitwirken, die 70- respektive 90 Minuten-Spielzeit schon vor dem Anpfiff in den Knochen haben. Trotz der problematischen Personallage kommen die Hausherren zu einigen günstigen Abschlussaktionen, denen aber beim Abschluss die relevante Genauigkeit fehlt. „An guten Tagen gehen die auch rein, aber heute hat es nicht sollen sein“, verzieht Werl-Aspe-Cheftrainer Marcio Goncalves dabei die Mundwinkel. Mehrfach haben auch die Gäste einen Torschrei auf den Lippen, doch der starke Werl-Aspe-Schnapper Kai Kassner vernichtet die Chancen mit spektakulären Paraden. Raphael Reineke verzeichnet etwa eine herausragende Kopfballchance, doch setzt diese nicht ins Netz. Mohammed Mardnli wird vom finalen Gegenspieler mit dem fast sicheren Tor vor Augen gestoppt. „Wir hätten nach einer Viertelstunde schon 1:0 oder 2:0 führen müssen – mit den Chancen“, klagt SG-Spieler Marcel Krügel bei Lippe-Kick sein Leid. Weil beide Teams im Torabschluss wenig zupackend agieren, geht es torlos in die Halbzeitpause. Krügel findet: „Es hätte auch 3:3 stehen können.“

 

Goncalves vermisst den Elfmeterpfiff

 

M. Haupert

Mehr Rastlosigkeit in vielen Ballaktionen ist im zweiten Abschnitt vernehmbar. Werl-Aspe verballert eine sehr lukrative Möglichkeit, spricht Marcel Krügel sogar von einer „Hundertprozentigen.“ In der 70. Minute fliegt Sonneborn/Alverdissen-Akteur Frederic Frey mit einer roten Karte vorzeitig vom Spielfeld. Es wird gemunkelt, dass auch eine andere Farbe hätte gegeben werden können. Dieses Überzahlspiel nutzt das Goncalves-Team nur 120 Sekunden später, als Julian Simon nach einem Eckball einköpft. Der Ausgleich lässt nur drei weitere Minuten auf sich warten, schimpft Goncalves im Lippe-Kick Gespräch: „Da waren wir vielleicht noch beim Treffer, da fällt drei Minuten später das 1:1.“ Marius Haupert demonstriert seine große fußballerische Klasse, schiebt Kassner die Kugel durch die Beine. Die Gäste verpassen kurze Zeit danach sogar die komplette Wende in diesem Spiel. Wenige Augenblicke später ärgern sich auch die Asper. „Im Anschluss hätten wir noch einen Elfmeter bekommen müssen, den es jedoch nicht gab“, bringt der SV-Übungsleiter kein Verständnis für den fehlenden Pfiff auf. Deshalb bleibt es bei einem 1:1, „mit dem man sich zufriedengeben muss.“ Rettung ist in Sicht, verkündet Marcio Goncalves sehnsüchtig: „Nächste Woche kommen einige Rückkehrer wieder, sodass es dann wieder besser aussehen könnte!“ Krügel meint, dass das Unterzahlspiel nicht auffällig ist, überwiegt das Positive: „Wir fahren mit einem Punkt nach Hause und können zufrieden sein. Wir müssen nächste Woche die Hausaufgaben gegen Brake machen“, strebt das Elsner-Team einen Heim-Dreier gegen das sieglose Schlusslicht an.

 

Fazit: Diese Begegnung endet mit einem leistungsgerechten Remis. Der SV Werl-Aspe hätte mehr Profit aus dem Überzahlspiel ziehen müssen. Eine kämpferisch jederzeit auf der Höhe agierende Mannschaft aus Sonneborn/Alverdissen verdient sich diesen Zähler vollauf.

 

Tore:
1:0 Julian Simon (72. Min.)
1:1 Marius Haupert (75. Min.)

Details

DatumZeitLigaSaisonSpieltag
4. Oktober 202090'Kreisliga A Lemgo2020/217

Spielort

Heerser Bruch
Werl-Aspe, Bad Salzuflen, Kreis Lippe, Regierungsbezirk Detmold, Nordrhein-Westfalen, 32107, Deutschland

Ergebnisse

Club1st Half2nd HalfGoalsSpielausgang
SV Werl-Aspe011Draw
SG Sonneborn/Alverdissen011Draw

Autohaus Stegelmann

Stadtwerke Bad Salzuflen

Schiewe

Fahrschule Isaak

Gaststätte Wittelmeyer – Der Grieche

More in