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Spvg Hagen-Hardissen — FC Augustdorf II

Spielbericht

Hagen/Hardissen setzt ein starkes Lebenszeichen

(hk). Unglaublich, Totgesagte leben länger. Einige angebliche Experten haben schon den Abgesang auf die Spielvereinigung Hagen/Hardissen angestimmt. Sie sollen mit dem gestrigen Spiel eines Besseren belehrt werden. Das zuletzt schwächelnde Kellerkind gewinnt mit 4:2 gegen den Aufstiegsaspiranten FC Augustdorf II. Die Voraussetzungen sind bei den Gastgebern einmal mehr so mittelprächtig, muss Cheftrainer Sveto Stojanovic doch nach verletzungsbedingten Absagen spontane Umstellungen vornehmen und taktische Vorgaben ändern. „Umso erfreulicher, dass das von der Mannschaft hervorragend umgesetzt wurde“, so der Coach, der mit seinem Team allerdings einem frühen Rückstand hinterherläuft. Dominik Wehmeyer bringt die Gäste schon nach acht Minuten mit 1:0 in Führung. Hagen/Hardissen lässt sich auch von diesem Rückschlag nicht entmutigen, kämpft weiter unverdrossen. Goalgetter Hendrik Böke trifft in der 16. Spielminute zum Ausgleich und bei Stojanovic wächst die Erkenntnis, „dass es hier und heute etwas zu holen gibt.“ Ein 1:1, was mit viel Kampf, Geschick und auch Glück in die Halbzeitpause verteidigt wird. Im zweiten Abschnitt sind sechs Minuten gespielt, als erneut Böke den Roten einen Streich spielt und sein Trainer analysiert: „Die Augustdorfer spielen eigentlich ein sehr gepflegtes Passspiel, aber am heutigen Tag bei diesem Wetter und Platzverhältnissen war dies das falsche Mittel.“ Seine Truppe ist auf ein gepflegtes Konterspiel eingestellt, kassiert zwar durch einen verwandelten Elfmeter von Wehmeyer in der 65. Minute den erneuten Ausgleich, demonstriert aber Punchingqualitäten. In der Schlussphase sind es Jan-Felix Salten (Bild links; 78. Min.) und Hendrik Böke (90. Min.) zum Dritten, die die in den letzten Wochen nicht gerade vom Glück bevorzugten Hausherren auf die Siegerstraße bringen. Ein etwas konsterniert wirkender FCA II-Kicker Adam Penkalla stellt fest: „Die Serie ist gerissen.“ Als Problem hat er ausgemacht, dass die technisch starken Sandhasen auf dem „sehr schlechten Platz nicht zurechtkamen“, dazu auch die Torchancen nicht ausreichend verwerten. Er hat die Effizienz des letztjährigen A-Ligisten bemerkt: „Hagen/Hardissen hatte gefühlt vier Torchancen und erzielte vier Tore“, kommt die Spielvereinigung auch besser mit dem Spielfeld zurecht. Penkalla ist überzeugt: „Wenn die weiter so spielen, kommen sie aus dem Tabellenkeller noch raus.“ Stojanovic ist lange genug im lippischen Fußballgeschäft tätig, um zu wissen: „Ab der 80. Minute wusste ich, hier brennt nichts mehr an, da die Augustdorfer zwar unser Tor anrannten, aber nichts dabei herauskam“, erklärt er bei Lippe-Kick, um folgendes zu bilanzieren: „Nicht die bessere Mannschaft hat gewonnen, sondern die, die mehr Willenskraft besaß.“
Fazit: Augustdorf II ist vielleicht spielstärker, mit besseren Einzelspielern gesegnet, stärker in der Kombination und im Passspiel. Die Spielvereinigung setzt diesen mannigfaltigen Qualitäten eine gesunde Portion Entschlossenheit, mannschaftliche Geschlossenheit und Willenskraft entgegen, die sich als Erfolgstugenden erweisen. Daher ist dieser so überlebenswichtige Dreier keineswegs unverdient.

Tore:

0:1 Dominik Wehmeyer (8. Min.)

1:1 Hendrik Böke (16. Min.)

2:1 Hendrik Böke (51. Min.)

2:2 Dominik Wehmeyer per Elfmeter (65. Min.)

3:2 Jan-Felix Salten (78. Min.)

4:2 Hendrik Böke (90. Min.)

Nachtrag

(ab). Das Spiel wird mit 2:0 für den FC Augustdorf II gewertet, da die Spvg Hagen-Hardissen einen nicht spielberechtigten Spieler eingesetzt hat.

Details

DatumZeitLigaSaisonSpieltag
8. April 201890'Kreisliga B Detmold2017/1827

Ergebnisse

Club1st Half2nd HalfGoalsSpielausgang
Spvg Hagen-Hardissen000Loss
FC Augustdorf II002Win

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