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Standards entscheiden die Partie für Heiden

Spielbericht

(hk). Besser geht es nicht, TuRa Heiden. Die Jungs von der Rotenberg-Kampfbahn gewinnen auch ihr zweites Saisonspiel, haben somit den optimalen Start in die neue Serie erwischt. In Geffers alter Wirkungsstätte, dem Waldstadion, gibt es einen 3:0-Auswärtserfolg beim TuS Horn-Bad Meinberg zu bejubeln. Der Zweck heiligt die Mittel. Denkste! Es ist nämlich nicht Friede, Freude, Eierkuchen angesagt bei den Gästen, die nicht als Mr. Souverän die Partie bestreiten. Zielstrebigkeit bei den Standards führt letztlich zum Erfolg.

 

Von Henning Klefisch

 

Thorsten Geffers

Im ersten Durchgang ist viel Verbesserungsbedarf bei den Heidenern erkennbar, moniert Geffers doch gegenüber Lippe-Kick: „Es war etwas zu viel Hektik im Spiel und uns fehlte die Ruhe am Ball und im Spielaufbau. Ebenso fehlte mir zunächst die Griffigkeit und das Gallige im Spiel.“ Die Folge: Das Ex-Team von Geffers hat mehr vom Spiel, kommt zu zwei hochkarätigen Abschlussaktionen. Die Gäste lassen es an der zielführenden Herangehensweise bei ihren Standardsituationen vermissen, setzen sie diese nur wenig konsequent um. Einen guten ersten Durchgang spielen die Kurstädter definitiv, haben häufiger die Kugel, lassen diese schwungvoll durch das Mittelfeld zirkulieren. Bovino, Capelle und Tille erspielen sich zudem drei äußerst hochwertige Möglichkeiten. Die Coolness im Abschluss wird allerdings vermisst. Das Problem für Coach Sascha Möller: „Leider ist das Tor gerade wie vernagelt für uns, ganz bitter.“ Siehe das unglückliche, weil unnötige 2:2 in Oesterholz zum Serienstart.

 

Strittiges Tor zum 2:0

Andrei Pyrlitesku

In der Halbzeitpause wählt Coach Thorsten Geffers eine eindeutige Rhetorik, was zu einer Metamorphose bei seinen Jungs führt. Er traut seinen Augen kaum und stellt beglückt fest: „Wir waren hellwach, frisch auf den Beinen und hatten das Spiel dann unter Kontrolle, da auch läuferisch mehr als bei den Gastgebern investiert wurde.“ Zunächst erweist sich Maximilian Unverricht als Sven Schipplok-Chancentod, vergibt extrem aussichtsreich. Zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff knallt es aber zum ersten Mal. Tormaschine Maximilian Unverricht beweist endlich seine ausgeprägte Spürnase für gefährliche Situationen, verwertet einen langen Eckball von Wladimir Schwabauer per Kopf am langen Pfosten stehend zum 1:0. Zwei Zeigerumdrehungen später brennt es im Strafraum der Kurstädter erneut lichterloh nach einem Standard. Schwabauer, der Meister der ruhenden Bälle, zirkelt einen Freistoß auf Unverricht, der wiederum den sträflich alleingelassenen Andrej Pyrlitesku in Position bringt. Letzterer lässt sich nicht zweimal bitten, mutiert zum Vollstrecker. Für Möller ein irregulärer Treffer: „Beim 2:0 waren klar die Hände auf dem Mann und es hätte nicht zählen dürfen.“ Geffers hat empathisch registriert: „Dies wirkte für den TuS wohl wie ein Genickschuss. Das Aufbäumen hielt sich in Grenzen und wir wurden defensiv kaum gefordert.“ In der 70. Spielminute ist es wieder ein Freistoß, der zum Tor führt. Nun ist Hendrik Böke sträflich am Fünfmeter-Raum alleingelassen und versenkt ohne Gegnerdruck zum 3:0-Endstand.

Freitag hat früher Feierabend

Geffers bilanziert bei Lippe-Kick: „Insgesamt gesehen war der TuS in der ersten Hälfte bestimmender und hätte mindestens mit einem Tor führen müssen. Die zweite Hälfte ging dann aber klar an uns, da wir läuferisch stärker waren und den größeren Willen meiner Meinung nach auf den Platz gebracht haben.“ In der sechsten Minute der Nachspielzeit darf Sven Freitag ein My früher duschen gehen als seine Kollegen. Was ist passiert? Wegen wiederholtem Foulspiel stellt ihn der sehr umsichtige Referee Edwa Demir mit der Ampelkarte vom Spielfeld. Dennoch attestiert Geffers in einer „fairen“ Partie dem Spielleiter „ein sehr gutes Spiel.“ Von der fehlenden Sanktionierung vom vermeintlich irregulären 0:2 habe sich sein Team „nicht mehr erholt und Heiden hat das mit aller Erfahrung gut runtergespielt“, analysiert schlussendlich Möller im Lippe-Kick-Talk.

 

Fazit: In den ersten 45 Minuten ist definitiv der TuS Horn-Bad Meinberg das aktivere Team. Nach einer klaren Ansprache von Geffers wirken die Heidener wie neu geboren, erzeugen vor allem über die ruhenden Bälle eine ständige Torgefahr, die in drei Einschlägen gipfelt. Deshalb geht letztlich der Auswärtsdreier so in Ordnung.

 

Tore:
0:1 Maximilian Unverricht (55. Min.)
0:2 Andrej Pyrlitesku (57. Min.)
0:3 Hendrik Böke (70. Min.)

Details

DatumZeitLigaSaisonSpieltag
13. September 202090'Kreisliga A Detmold2020/212

Spielort

Waldstadion Bad-Meinberg
Am Waldstadion 10, 32805 Horn-Bad Meinberg, Deutschland

Ergebnisse

Club1st Half2nd HalfGoalsSpielausgang
TuS Horn-Bad Meinberg000Loss
TuRa Heiden033Win

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