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SuS Pivitsheide — TuRa Heiden

Spielbericht

Geffers-Ärger über die Abschlussquote

 

(hk). Aus Erfahrungswerten ist den Pivitkern bewusst gewesen, dass Partien gegen den nachbarschaftlichen TuRa Heiden stets von viel Kampf geprägt sind. Diese Tugend wird auch beim heutigen 3:0-Heimsieg in die Praxis umgesetzt. Beide O-Ton-Geber eint, dass sie mit der Spielleitung eher so mittelprächtig zufrieden sind.

Von Henning Klefisch

 

D. Wichmann

Schnell findet SuS Pivitsheide einen guten Einstieg in diese Partie, lässt die Kugel geschickt durch die eigenen Reihen laufen. In der Zentrale überzeugen sie mit ansehnlichen Kombinationen, weshalb das frühe 1:0, erzielt durch Oliver Petkau (9. Min.), dem Spielverlauf entspricht. In der Restverteidigung hingegen gewähren die Gastgeber zu viele Freiräume, was Heiden für reichlich Torgefahr auszunutzen weiß. Unverricht probiert es mit einem Volleyschuss nach fünf Minuten, scheitert knapp. Grabosch (16. Min.) und König (35.) finden jeweils im gegnerischen Fänger Marcus Alf ihren Meister. Ein Flankenball, der zum Torschuss mutiert, tanzt fidel auf der Torlatte. SuS-Kicker Daniel Wichmann lobt an dieser Stelle seinen Schlussmann: „Aber mit Marcus Alf haben wir einen unfassbaren Rückhalt da hinten drin, auf den wir uns auch heute verlassen konnten.“ Grundsätzlich hält sich Wichmann dezent zurück, wenn es um die Beurteilung der Spielleitung geht. „Aber heute war es schon krass. Der Schiedsrichter hatte das Spiel leider überhaupt nicht im Griff, auf beiden Seiten! Ich hoffe, dass dieser junge Schiedsrichter aus diesem Spiel seine Lehren zieht und daran wächst. Aber das war heute insgesamt wirklich nicht mehr schön“, lernt man bekanntlich am besten aus Fehlern. Die Heidener zeigen in den ersten 45 Minuten eine gute Leistung, sind unverzagt beim favorisierten Nachbarverein.

 

Umstrittene Ampelkarte verwundert beide Seiten

D. Zurheide

In der zweiten Hälfte sind die Pivitker das dominante Team, imponieren mit einem geschickten Umschaltspiel. Nach diesem Muster fallen die weiteren Tore durch Daniel Wichmann (60. Min.) und Denis Zurheide (69. Min.). In doppelter Unterzahl bringt SuS das Spiel zu Ende, muss Philip Wichmann nach einer Tätlichkeit nach 71 Minuten mit glatt Rot vom Spielfeld, sieben Minuten später sieht Samuel Töws nach einem wiederholten Foulspiel die Ampelkarte. Der erste Platzverweis geht für Daniel Wichmann in Ordnung, der zweite ist „total übertrieben.“ Geffers sieht es ähnlich, bezeichnet die zweite Hinausstellung als „unberechtigt.“ Dass sein Team letztlich in doppelter Unterzahl das Spiel zu Ende bringt, „ist schade.“ Er führt weiter aus: „Es war kein überhartes Spiel, aber der Schiedsrichter hat es leider komplett entgleiten lassen.“ Trotzdem möchte er den Fokus auf das eigene Spiel legen, unterstreicht er doch: „In erster Linie haben wir natürlich gut gespielt.“ Heiden-Coach Thorsten Geffers ist ein fairer Verlierer, das zeichnet ihn aus, wenn er mit Sicht auf SuS-Coach Skarupke sagt: „Zunächst einmal Glückwunsch an Carsten und sein Team zum verdienten Sieg.“ Als „ärgerlich“ tituliert er die zwei „vermeidbaren Gegentreffer, wo Keeper Pascal Möller jeweils schlecht ausgesehen hat“, möchte er die Gründe ehrlich ansprechen. Trotz der Überzahl vermisst Geffers die Kreativität, die Idee seiner Mannschaft, die ohne einen echten Plan ihre Angriffe vorträgt. Auch der meinungsstarke Coach hat klare Ansichten, was die Spielleitung angeht: „Zur Leistung des Unparteiischen möchte ich eigentlich nichts sagen (Kicker-Note 5). Aber keine Linie, unverständliche gelbe Karten auf beiden Seiten, ein unberechtigter Platzverweis mit gelbrot für SuS und sowohl wir hätten zwei Elfer bekommen müssen – SuS ebenfalls einen“, ist die Mängelliste lang. Der Wunsch von Geffers richtet sich bereits zwei Tage weiter: „Für uns heißt es jetzt, am Dienstag im Nachholspiel zu Hause gegen TSV Rischenau wieder Selbstvertrauen zu tanken und hoffen, dass in der Offensive endlich der Knoten mal wieder platzt.“

 

Fazit: Ein interessanter Vergleich, in dem Heiden im ersten Durchgang sogar in Führung hätte gehen können. So aber lassen sie die Pivitsheider noch atmen, die es nicht schlechtmachen, effektiv mit ihren Möglichkeiten zumeist umgehen. Am Ende geht der Sieg in Ordnung, weil die Skarupke-Jünger, anders als Dortmund gestern, mit einer doppelten Unterzahl klasse umgehen.

 

Tore:

1:0 Oliver Petkau (9. Min.)

2:0 Daniel Wichmann (60. Min.)

3:0 Denis Zurheide (69. Min.)

Details

DatumZeitLigaSaisonSpieltag
28. April 201990'Kreisliga A Detmold2018/1926

Spielort

Sportplatz SuS Pivitsheide
Hebbelstraße 34, 32758 Detmold, Deutschland

Ergebnisse

Club1st Half2nd HalfGoalsSpielausgang
SuS Pivitsheide123Win
TuRa Heiden000Loss

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