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Heiden verzweifelt an der Dörenwald-Katze

Spielbericht

(hk). „The Boys of the Anfield Road“ verlieren mit 0:2 in der Dörenwald-Hölle. Entscheidend für den Heimsieg des SV Diestelbruch/Mosebeck gegen den TuRa Heiden ist Teufelskerl Selcuk Cakil, der mit einigen spektakulären Paraden die Gäste-Angreifer zur schieren Verzweiflung treibt. Folglich möchte TuRa-Trainer Thorsten Geffers mit seinem Team gar nicht einmal zu hart ins Gericht gehen, offenbart im Lippe-Kick-Gespräch daher: „Ich habe noch nicht einmal großartig etwas zu kritisieren.“

 

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Von Henning Klefisch

 

Insbesondere in den ersten 45 Minuten zeigen die Heidener eine starke Leistung, brillieren fußballerisch, bauen das Spiel von hinten geschickt auf, erhöhen in Torraumnähe das Tempo. Zugleich schalten sie überfallartig um, nachdem sie einen erfolgreichen Balldiebstahl getätigt haben – bei einem frühen Pressing. Der Bezirksliga-erfahrene Angreifer Julian Brune (Bild links) findet gleich dreimal (10.,24.29. Min.) seinen Meister im überragenden Di-Mo-Schnapper Cakil, hat er im direkten Duell das Nachsehen. Maximilian Unverricht ist ebenfalls im Vergleich mit der Dörenwald-Katze nach 21 Minuten nur zweiter Sieger. Geffers staunt nicht schlecht, bei so viel Verschwendungssucht, hadert: „Zur Halbzeit hätten wir 4:1 führen MÜSSEN. Ohne

Maximilian Unverricht

Wenn und Aber.“ By the way: Patric Wichmann (Bild links) ist kalt wie eine Hundeschnauze, bringt in der 20. Minute die Kugel im gegnerischen Gehäuse unter. Di-Mo-Sprachrohr Arne Dreier trägt als zweiten Vornamen Ehrlichkeit in sich, räumt im Lippe-Kick Gespräch ein: „Wir dürfen uns nicht beschweren, wenn es zur Halbzeit mindestens Unentschieden steht, können uns bei unserem bärenstarken Keeper bedanken, dass wir mit einer Führung in die Halbzeit gehen.“ Unglaublich, welche Möglichkeiten die Gäste verballern, vergeben Jann König (50. Min.) und Janik Markmann (57.) vortreffliche Einschussoptionen. Wichmann schnürt den Doppelpack mit seinem Tor nach einer Stunde Spielzeit. Im Vergleich zum ersten Abschnitt nehmen die Hausherren mehr an dieser Partie teil. Diese findet nunmehr eher auf Augenhöhe statt.

„Heute standen wir sicherlich nicht kompakt“

 

Mit Glanz und Gloria kommt dieser Sieg nicht zustande. Dessen ist sich auch Diestelbruch/Mosebeck-Vorstandsmitglied Dreier im Klaren, weshalb er diesen Heimerfolg als „Arbeitssieg“ apostrophiert, zugleich näher erläutert: „Eine geschlossene und kompakte Mannschaftsleistung mit etwas Glück sorgen heute für den Heimsieg.“ Dieser wird in einem „guten Kreisliga A-Spiel“ verbucht. So hat sich das Kommen der zahlreichen Zuschauer nicht nur wegen der leckeren Currywurst gelohnt. Neben dem Doppeltorschützen Wichmann hat Dreier ebenso den einmal mehr reaktionsschnellen Cakil im Blick, als er zum Sonderlob ansetzt: „Besonders herausheben muss ich wieder unseren Keeper. Eine ganz starke Leistung! Heiden ist an ihm verzweifelt!“ Trotzdem: Nicht nur Ex-DFB-Coach Bundes-Berti Vogts hat mantraartig anno 1996 gepredigt: „Der Star ist die Mannschaft.“ Es ist auch bei den Dörenwald-Jungs eine „sehr geschlossene mannschaftliche Leistung“ ursächlich dafür, dass tatsächlich der vierte Saisonsieg realisiert wird. Dadurch springt das Wangert-Team auf Rang fünf im Klassement. Arne Dreier hebt jedoch den Zeigefinger, schaut ernst und appelliert an seine Männer: „Heute standen wir sicherlich nicht kompakt und sind froh, dass wir wieder zu null gespielt haben“, sollte das Team Selcuk Cakil als Lohn der Gegentorlosigkeit eine Kiste Früh Kölsch spendieren.

 

„Di-Mo hatte den Papst in der Tasche“

 

Ein spürbar geknickter Geffers (Bild rechts) moniert das „eigene Unvermögen“, was entscheidend für diese Niederlage ist. Zudem gibt es ganz offensichtlich ein Bündnis mit dem Oberhaupt der katholischen Kirche im Vatikan und der Dörenwald-Katze. Geffers konstatiert mit leicht betrüblicher Miene gegenüber Lippe-Kick: „Di-Mo hatte gerade in der ersten Halbzeit den Papst in der Tasche und einen klasse Cakil im Tor. Daher brauchen wir uns auch über diese bittere Niederlage nicht zu beschweren. Die Gastgeber haben ihre wenigen Chancen halt eiskalt genutzt und daher glücklich, aber auch verdient gewonnen. Meinen Glückwunsch dazu.“

 

 

 

Fazit: Als Reporter eines regionalen Fußball-Mediums muss man jedes Wort abwägen. Schließlich möchte man zukünftig nicht mit Sonnenbrille, falschem Schnurrbart und Kapuze durch die Fußball-Dörfer laufen. Dennoch: Trotz einer guten Mannschaftsleistung haben die Hausherren es vor allem Schnapper Cakil und dem Doppeltorschützen Wichmann zu verdanken, dass sie als Sieger aus diesem Spiel herausgehen. Heiden macht vieles richtig, nur eben nicht im Torabschluss.

 

Tore:
1:0 Patric Wichmann (20. Min.)
2:0 Patric Wichmann (60. Min.)

Details

DatumZeitLigaSaisonSpieltag
11. Oktober 202090'Kreisliga A Detmold2020/218

Spielort

Dörenwald-Stadion
Dörenwaldstraße 36, 32760 Detmold, Deutschland

Ergebnisse

Club1st Half2nd HalfGoalsSpielausgang
SV Diestelbruch-Mosebeck112Win
TuRa Heiden000Loss

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