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Maros-Männer mit erstem Saisonsieg

Spielbericht

(hk). Was für eine eklatante Personalnot trifft nur den SV Werl-Aspe II. Das ist auch ein Grund, warum das Heimspiel der Kellerkinder gegen die SG Leese/Hörstmar/Lieme II mit 1:2 verloren geht. Etwas launig teilt Werl-Aspe II-Akteur Marius Grimm mit: „Wir haben tief in den Schränken nach Pässen gegraben und versucht, unsere personelle Situation zu verbessern. Dies ist uns auch geglückt.“ Gäste-Coach Robert Maros freut sich nun vor allem darüber, dass die Brust breiter wird, werden die Aufgaben in der folgenden englischen Woche doch nicht leichter. „Man merkt langsam, dass es eine wahre Erleichterung ist“, nach einem Spiel, was er „spielerisch auf Augenhöhe“ sieht.

 

Dieser Bericht wird präsentiert von:

 

 

Von Henning Klefisch

 

 

Zunächst meckert Robert Maros, dass seine Mannschaft im ersten Spielabschnitt keinen möglichen Elfmeter zugesprochen bekommt. Jan Henrik Beermann (Bild links) soll gefoult worden sein. „Es hat richtig geknallt“, so die Feststellung vom Gäste-Coach. Zudem bedauert er, dass seine Jungs sehr ansprechende Möglichkeiten verstreichen lassen. Hilfreich für die Hausherren: Weil der Zusammenhalt und die Unterstützung im gesamten Verein passen, können die Asper im Vergleich zum Lemgo III-Spiel die Partie komplett mit einem Auswechselkontingent absolvieren. Er möchte sich an dieser bei sämtlichen Beteiligten für das Engagement bedanken. „Es war ein neun-Punktespiel, welches wir gewinnen wollten.“ Über die gesamte Spielzeit über sind nach seinem Dafürhalten die Asper das tonangebende Team, tasten sich bis vor das gegnerische Tor. Allein Luca Emmerich hat mehrfach die Möglichkeit, einen Treffer zu erzielen. Zumindest vier vielversprechende Möglichkeiten hat er auf seinem Schlappen, doch vergibt leichtfertig. Grimm stellt korrekterweise fest: „Wer dann vorne die Tore nicht macht, wird bekanntlich bestraft.“

„Gegen solche Mannschaften muss man gewinnen.“

 

 

Frederik Schöne

Marcel Kaden erzielt nach einer Stunde Spielzeit den Führungstreffer für die Gäste, nachdem er im Luftraum kaum Bedrängnis spürt. Frederik Schöne besticht mit einem Traumtor von der Strafraumgrenze direkt in den Winkel in Spielminute 79. Hidir Oezer (Bild rechts) verkürzt immerhin zum Anschlusstor, doch zu mehr reicht es nicht mehr. Der Grund: Es fehlt der letzte Punch im eigenen Angriffsspiel. Ein kopfschüttelnder Maros: „Ein ganz klares Abseitstor. Da brauchen wir nicht drüber zu reden.“ Die SG-Reserve hat sogar bei einem Lupfer noch eine extrem aussichtsreiche Möglichkeit, wird der Ball fein gehoben, kommt allerdings einmal zu viel auf, weshalb er über das Asper-Tor fliegt. Grimm grämt sich: „Sehr bitter diese Niederlage. Gegen solche Mannschaften muss man gewinnen, wir haben es leider versäumt. Wir brauchen nun eine Konstanz im Spiel und mehr Durchschlagskraft im Angriff“, um ein so dringend erforderliches Erfolgserlebnis zu erhaschen. Eine klare Meinung hat der erfahrene Spieler zur Leistung vom Referee Rudi Brunke: „Wir können froh sein, dass wir noch Unparteiische haben, die jeden Sonntag auf den Plätzen stehen. Es sind nicht FIFA-Schiedsrichter und daher nicht perfekt. Sie pfeifen mal falsch und sehen Situationen nicht richtig. Das geschieht aber in beide Richtungen. So auch gestern. Dass eher ein Foul gepfiffen wird, wenn Personen fallen, statt weiterzulaufen, ist leider so. Dass die Uhr an der Linie “schneller” läuft, kann die Uhr des Unparteiischen ja nicht wissen. Diese tickt wie in der gesamten Spielzeit seinen Rhythmus“, sind es erfrischend ehrliche Worte, die er hier anwendet.

 

Maros hofft auf einheitliche Spielleitung

 

Maros benennt die Gründe für den knappen Auswärts-Erfolg: „Wir waren einen Tick besser, vor allen Dingen haben wir in der Offensive nicht so viel gemacht. Der Siegeswille war mehr bei uns, wir waren ehrgeiziger, deshalb war der Sieg verdient. Er hätte auch 4:1 ausfallen können.“ Dass 97 Minuten Spielzeit absolviert wurden, obwohl Brunke, laut Maros, nur eine dreiminütige Nachspielzeit angezeigt hat, ist für ihn nicht nachvollziehbar. Der Gäste-Coach wünscht sich zukünftig eine einheitliche Linie in der Spielleitung von den Schiedsrichtern. Für den Familienvater richtet sich automatisch der Blick zum kommenden Mittwoch, wenn der Aufsteiger SC St. Pauli vorstellig wird. „Die schätze ich als nicht viel stärker als Werl-Aspe II ein. Viele sagen, dass St. Pauli keine qualitativ starke Mannschaft ist. Für uns ist aber jede Mannschaft schwer“, sieht er seine Mannschaft dennoch auch in diesem Spiel auf Augenhöhe mit dem Sportclub befindlich.

 

Fazit: Die Meinungen gehen ein wenig auseinander. Für Grimm wäre auch ein Remis keineswegs völlig utopisch gewesen, während Maros sogar einen höheren Sieg als machbar erachtet hätte. Das Spiel ist hart umkämpft, leidenschaftlich geführt, sind flüssige Kombinationen eher selten anzutreffen. Vielleicht ist es der Schlüssel zum Erfolg, dass die Gewinner fair und gleichermaßen aggressiv Fußball spielen.

 

 

Tore:
0:1 Marcel Kaden (62. Min.)
0:2 Frederik Schöne (79. Min.)
1:2 Hidir Oezer (85. Min.)

Details

DatumZeitLigaSaisonSpieltag
20. September 202090'Kreisliga B2 Lemgo2020/214

Spielort

Schulzentrum Aspe
Werl-Aspe, Bad Salzuflen, Kreis Lippe, Regierungsbezirk Detmold, Nordrhein-Westfalen, 32107, Deutschland

Ergebnisse

Club1st Half2nd HalfGoalsSpielausgang
SV Werl-Aspe II111Loss
SG Leese/Hörstmar/Lieme II012Win

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