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Werl-Aspe II mit wichtigem Dreier im Abstiegskampf

Spielbericht

(hk). Der Fußball ist ein schnelllebiges und einfaches Geschäft. Das ist auch offensichtlich beim Aufeinandertreffen vom SV Werl-Aspe II gegen die Zweite aus Asemissen der Fall. Nach nur einem Tor in 90 Minuten holen sich die Hausherren drei Punkte und vergrößern ihren Abstand auf einen Abstiegsrang auf nunmehr 13 Zähler. Das Spiel entwickelt sich jedoch erst im Laufe der Zeit, fehlt beiden Teams zunächst die Präzision, die Schärfe, kurzum die Qualität in den eigenen Aktionen.

 

Dieser Bericht wird präsentiert von:

Von Henning Klefisch

 

M. Grimm

Der SV Werl-Aspe II klagt vor dem Spiel über ein Torwart-Problem, denn da die etatmäßigen Fänger ausfallen, rückt Alexander Peters zwischen die Pfosten, der kameradschaftlich anreist, einige gute Asemisser Möglichkeiten zunichtemacht. Marius Grimm bedankt sich ausgiebig für so viel Uneigennützigkeit. Schwerfällig rollt die Kugel durch die eigenen Reihen, prägen Ungenauigkeiten das Spiel beider Teams, die auf Augenhöhe agieren. Werl-Aspe II-Kicker Marius Grimm beobachtet interessiert: „Man sah dem Spiel an, dass gewisse Ballstafetten gespielt werden sollten, doch die Pässe fanden häufig nicht den entsprechenden Weg. So lieferten sich beide Seiten einen guten Kampf im Mittelfeld mit nur wenigen Torchancen.“ Wenn die Kugel in die Nähe der Gefahrenzone gespielt wird, sind die sorgfältigen Abwehrreihen zur Stelle, fehlt in Abschlusssituation die Wucht und das nötige Zielwasser. Erst in der Endphase erzeugen die Blau-Weißen Torgefahr, als Marc Schubert (Bild rechts) sich herausragend über die linke Außenposition durchsetzt, Erkan Aymandir weitsichtig das Spielgerät durch seinen Schacht kugeln lässt. Somit wird Viktor Klich in Position gebracht, der in verlockender Position gegenüber dem prächtig reagierenden Peters das Nachsehen hat. Fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff schnuppern die Asemisser erneut am Führungstreffer, als Manuel Epp nur wenige Zentimeter über das gegnerische Gehäuse köpft.

 

Soumah mutiert zum Matchwinner

 

Ganz anders gestaltet sich der zweite Abschnitt, erhöhen beide Teams das Risiko, liefern sich einen abwechslungsreichen Schlagabtausch. Grimm beschreibt es blumig, mit einem martialischen Unterton: „Aus dem Zentrumsgefecht wurde eine Offensivschlacht. Dies war vor allem dem geschuldet, dass Asemissen sich deutlich höher gestellt hat und früh angegriffen hat.“ Chancen sind das Resultat von dieser veränderten Spielweise. Die Asper finden jetzt mehr Räume vor, initiieren dynamische Kombinationen, wodurch die Asemisser-Defensive zeitweise in Hektik verfällt. Um die Leistungssteigerung jedoch mit einem Torerfolg zu krönen, dafür wird das entscheidende Glück schmerzlich vermisst. Der Asemisser Fänger Alexander Klassen ist einmal glänzend zur Stelle, verhindert den Rückstand. Asemissen II-Coach Florian Meerkötter (Bild rechts unten) registriert: „Die letzte halbe Stunde plätschert so vor sich hin“, bis seine Abwehr einen Aussetzer hat. Grimm spekuliert: „Es zeichnete sich fast ab, dass dieses Spiel torlos enden könnte, doch dann gelang Soumah im Eins-gegen-eins der viel umjubelte Treffer.“ Die Asemisser lassen sich im eigenen Offensiv-Vortrag die Kugel abnehmen, folgt ein weites Zuspiel über die Defensivreihe auf den wieselflinken und aufmerksamen Soumah, der aus rund 18 Metern Torentfernung den Ball über Klassen hinweg in das Tor befördert. Meerkötter hat hier einen „kapitalen Bock in der Abwehr“ erkannt, zudem mit Argusaugen beobachtet, dass beide Innenverteidiger plump am Ball vorbei springen. Klassen verhält sich zaghaft beim durchaus möglichen Sonntagsausflug, was Soumah die Situation erleichtert.

 

Asemisser-Fehlerhaftigkeit vorne wie hinten

 

Grimm rekapituliert: „Ein recht ausgeglichenes Spiel, wobei nach der zweiten Hälfte Asemissen II näher am Sieg war als wir. Wir hatten aber das Glück und nehmen nun die drei Punkte mit“, werden diese im Kampf um den Klassenerhalt dringend benötigt. Mit dieser Vorstellung beim Außenseiter möchte und kann sich der Gäste-Coach nicht anfreunden, beurteilt er doch via Lippe-Kick: „Insgesamt war die Leistung von uns maximal okay. Aufgrund der Chancen müssen wir eigentlich ein, zwei Tore machen. Leider treffen wir vorne nicht und machen hinten den entscheidenden Fehler“, fehlt es an der notwendigen Konsequenz und Konzentration in den wichtigen Spielfeldzonen. Eingeschnappt ist Florian Meerkötter nunmehr aber keineswegs, richtet er seinen „Glückwunsch an den SV Werl-Aspe II, die hinten diszipliniert gespielt haben und unseren Fehler in der Defensive eiskalt bestraft haben“, werden so einfach Spiele entschieden.

 

Fazit: Am Ende wollen es die Hausherren vielleicht mehr. Deshalb ist dieser späte Sieg nicht unverdient. Beide Teams schalten im zweiten Durchgang einen Gang höher, am Ende ist es auch eine tolle Individual-Leistung, dazu Asemisser Aussetzer, die den Erfolg begünstigen.

 

Tor:
1:0 Aboubacar Soumah (81. Min.)

Details

DatumZeitLigaSaisonSpieltag
8. März 202090'Kreisliga B2 Lemgo2019/2019

Spielort

Schulzentrum Aspe
Werl-Aspe, Bad Salzuflen, Kreis Lippe, Regierungsbezirk Detmold, Nordrhein-Westfalen, 32107, Deutschland

Ergebnisse

Club1st Half2nd HalfGoalsSpielausgang
SV Werl-Aspe II011Win
TuS Asemissen II000Loss

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