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La Furia Roja nach überzeugendem Sieg zurück in der Erfolgsspur

Spielbericht

(hk). Comeback im Dreier-Bereich. Nach den verbesserungswürdigen Auftritten beim 2:5 in Grastrup und beim 2:3 gegen Schötmar biegt der TuS Lipperreihe II ein in die Erfolgsspur. Bei der Reserve vom SV Werl-Aspe feiern die Kicker aus dem rund 3300 Einwohner-Ort aus dem westlichsten Teil von Lippe einen furiosen 5:0-Auswärtssieg. Für den siegreichen Coach Thorsten Taverner fällt dieser „auch in der Höhe absolut verdient“ aus. Das Abstiegsgespenst blickt dem SV Werl-Aspe II direkt ins Gesicht. Deshalb gehen die Hausherren durchaus motiviert in dieses Heimspiel gegen den Favoriten: „Wir hatten uns eine Menge vorgenommen. Wir wussten, dass es nicht leicht wird“, berichtet Aspes Abwehrmann Marius Grimm.

Von Henning Klefisch

 

Das achtbare 3:3-Unentschieden gegen die TSG Holzhausen/Sylbach hat bei den Schwarz-Weißen die Brust breiter werden lassen, möchte man gegen

M. Grimm

Lipperreihe II diesen Schwung mitnehmen. „Zu Beginn gelang es uns auch recht gut und gut eine halbe Stunde zeigten wir ein ordentliches Spiel und setzten Lipperreihe II unter Druck. Wir hatten auch mehrfach die Chance zum 1:0“, erklärt Grimm im Lippe-Kick-Gespräch. Seine Vermutung: „Der Gast brauchte wohl etwas Zeit, sich mit dem Platz anzufreunden.“ Die Stabilität in der eigenen Verteidigung ist nicht wie erhofft, freuen sich die West-Lipper über so viele Freiräume, entscheiden die Partie zu ihren Gunsten in der so wichtigen Phase kurz vor der Halbzeitpause. „Da passte irgendwie gar nichts in der Defensive und Lipperreihe II war eiskalt im Kontern und im Abschluss. Sehr bitter, wie diese zehn Minuten waren“, jammert Grimm via Lippe-Kick. Unübersehbar: Der Favorit muss sich zunächst einmal an Platz und Gegner gewöhnen, machen es die Asper auch clever, verteidigen konsequent, gewähren den spiel- und sprintstarken Gästen nur wenige Freiräume. Die Gastgeber sind aber zu schüchtern im Angriffsspiel, trauen sich zu selten mit dem Ball über die Mittellinie. Sie legen fortan ihren primären Fokus darauf, das eigene Tor zu sichern.

 

Krause bittet zum Privat-Tanz

 

Alexander Krause

Ab Mitte des ersten Abschnitts entwickeln die Lipperreiher mehr Torgefahr, fräsen sich durch den Abwehrdschungel. Tormaschine Alexander Krause beweist, dass er auch als Torbutler tauglich ist, setzt über die rechte Seite kommend Dennis Berger in Szene – mit einer flachen Hereingabe. Für La Furia Roja ist dies offenbar der Casus knaxus, denn es geht schnell und Sebastian Lange verdoppelt die Führung. Die Gäste spielen stark und flott auf, kombinieren, dass einem das Herz aufgeht. Dabei hat Lange sogar das Glück, dass er die Kugel nicht voll trifft, diese so eine ungewöhnliche Flugkurve nimmt, dass sie aus rund 20 Metern ihren Weg in die kurze Ecke findet. Vier Zeigerumdrehungen später bittet Krause den gegnerischen Schnapper Alexander Peters zum Privat-Tanz, fummelt diesen elegant aus, vollendet zum 3:0. Tormonster Krause schlägt nach 44 Minuten erneut zu, nachdem der kickende Co-Trainer Sebastian Mathea (Bild rechts) erfolgreich den Asper scheucht, ihn mental und körperlich unter Druck setzt, den Ball erobert und Krause in Position bringt. Der macht das, was sein liebstes Hobby ist: Er schießt Tore, nun das zum 4:0. Rund 20 Minuten vor dem Schlusspfiff belohnt sich Mathea für eine vorbildliche Leistung, netzt eine Flanke von Sebastian Lange ein, der im Vorfeld das Objekt der Begierde flach in den Fünfmeter-Raum spielt.

 

Die Wünsche des Marius Grimm

 

„Lipperreihe II hat dieses Spiel verdient gewonnen. Wir müssen nun das Spiel aus dem Kopf bekommen und weiter nach der Form suchen“, um nicht weiter darauf hoffen zu müssen, dass der TuS Ahmsen II und Yunus Lemgo punktlos bleiben. Die Aufgaben werden eher noch komplizierter: „Am kommenden Sonntag reisen wir nach Lockhausen zum Tabellenführer. Das wird nicht einfach, da an Punkte zu kommen.“ Entscheidend, um selbst wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren: „Wichtig wird sein, Stabilität in die Defensive zu bekommen und die Effektivität in der Offensive zu erhöhen. Ich hoffe, dass unser Lazarett sich allmählich lichtet und wir den ein oder anderen wieder fit in unseren Reihen begrüßen können.“ Diese personelle Vakanz macht sich in der Tat extrem bemerkbar bei den abstiegsbedrohten Ruge-Jungs.

 

„Glückwunsch und Kompliment an meine Mannschaft“

 

Taverner gilt als akribischer Coach, der nicht Gefahr läuft, zu viel Euphorie an den Tag zu legen. Er legt seinen Finger in die Wunde, erklärt im Lippe-Kick-Gespräch: „Leider haben wir in der zweiten Halbzeit nicht mehr so konzentriert nach vorne gespielt wie in der ersten Halbzeit. Trotzdem hatten

T. Taverner

wir zu jeder Zeit das Spiel fest im Griff und gewinnen am Ende auch in der Höhe verdient mit 5:0“, ist dies auch ein Beweis für die große fußballerische Qualität vom TuS Lipperreihe II. Wenn die Leistung stimmt, dann bedankt sich der Iberer auch bei seinen Schützlingen, sagt: „Glückwunsch und Kompliment an meine Mannschaft für den nächsten Dreier auf Rasen“, beweist La Furia Roja damit einmal mehr eine gewisse Anpassungsfähigkeit.

 

Fazit: Eine starke Antwort vom TuS Lipperreihe II, der zuletzt spürbar schwächelt. Die Asper müssen künftig gegen Teams ihrer Kragenweite die wichtigen Punkte für den Klassenerhalt sichern. Die Hausherren enttäuschen nicht extrem, doch kassieren zu schnell zu viele Gegentore.

 

Tore:
0:1 Dennis Berger (28. Min.)
0:2 Sebastian Lange (34. Min.)
0:3 Alexander Krause (38. Min.)
0:4 Alexander Krause (39. Min.)
0:5 Sebastian Mathea (69. Min.)

Details

DatumZeitLigaSaisonSpieltag
29. September 201990'Kreisliga B2 Lemgo2019/2010

Spielort

Heerser Bruch
Werl-Aspe, Bad Salzuflen, Kreis Lippe, Regierungsbezirk Detmold, Nordrhein-Westfalen, 32107, Deutschland

Ergebnisse

Club1st Half2nd HalfGoalsSpielausgang
SV Werl-Aspe II000Loss
TuS Lipperreihe II415Win

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