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TBV Lemgo II — BSV Leese

Spielbericht

Ein wenig königliches Remis für den TBV II

(hk). Der BSV Leese ist eine echte Bereicherung für das Lemgoer-Kreisoberhaus. Dies lässt sich nach sechs Runden zweifelsfrei feststellen. Auch im Hansestadt-Derby bei der TBV Lemgo-Reserve demonstriert der lange Zeit als ewiger B-Ligist verschriene Aufsteiger viel Disziplin und eine lobenswerte Einstellung, holt sich ein 1:1-Unentschieden. TBV II-Coach Benjamin Rawe gratuliert dem Gast zu dieser Vorstellung, prophezeit: „Da werden sich noch einige Teams die Zähne ausbeißen.“ Auch BSV Co-Trainer Jan Plöger gibt zu: „Tobias Kasper und ich sind zuallererst mega-stolz auf diese Mannschaft, die heute Abend für den Verein gefightet hat.“

 

Von Henning Klefisch

 

Tim Plöger

Die Gäste haben mit erheblichen Personalproblemen zu kämpfen. Akteure aus der Leeser-Reserve, auch Kicker mit bisher nur dosierter Spielzeit, erhalten diese nun. Plöger möchte dafür „allergrößten Respekt zollen“, erklärt er beim Fußball-Portal seines Vertrauens. Über 70 Minuten ist es eine plumpe, eine inspirationslose Darbietung vom Gastgeber. Es fehlt an Lösungsansätzen, an der Leichtigkeit, um die gutstehende Leese-Defensive ins Wanken zu bringen. Die Schwarz-Weißen wollen mit Schnellangriffen den Erfolg suchen, läuft dies über weite Strecken auch sehr manierlich. „Ich habe kaum Torchancen für Lemgo gesehen“, erklärt Plöger zudem. Die Hansestädter haben die Ballkontrolle, doch es fehlt die Konsequenz in den roten Zonen vom Spielfeld. Wie die Plöger-Brothers Jan und Tim die Bälle festmachen, Ruhe in das eigene Spiel bringen, ist ganz großes Kino.

 

Latte verhindert die Entscheidung

Der Torschütze vom Dienst, Tim Plöger, ist vier Minuten nach dem Seitenwechsel erfolgreich, was dem Spielverlauf entspricht. Nach einem Leeser-Standard gelingt es den Hansestädtern nicht, die Kugel aus dem eigenen Strafraum zu befördern. Jan Plöger probiert es mit einem Schüsschen, ehe sein Bruder im Nachsetzen den Ball über die Torlinie stochert. „Und“, räumt dies Rawe ganz unumwunden ein, „wenn für uns circa 15 Minuten vor Schluss nicht die Latte rettet, kommen wir auch nicht mehr zurück.“ Der Stein des Anstoßes, was vom Referee nicht unterbrochen wird:

Yannic Noah Dingemann

„Leider werden wir dann vom Schiedsrichter – und das muss man auch so deutlich sagen – benachteiligt, indem er beim Eins-gegen-eins eine Abseitsposition nicht erkennt. Sogar der Torschütze hat das so bestätigt“, erklärt Jan Plöger. In der Schlussphase werden Gegas und Hildebrand im gegnerischen Strafraum von Leeser-Defensivakteuren kurz vor dem Torabschluss geblockt. Das Tor fällt aber noch eine Minute vor dem Abpfiff. Geronimo König spaziert in bester Stimmung durch den gegnerischen Strafraum und versenkt eiskalt zum späten Ausgleich. Zuvor ist es ein dynamischer Angriff über die linke Seite. Dingemann spielt König frei, der das Spielgerät im kurzen Eck einschweißt. Benjamin Rawe resümiert im Lippe-Kick-Gespräch: „Nach dem Spielverlauf kann ich mit dem Punkt gut leben, aber an unserem Spiel selbst müssen wir noch viel arbeiten.“ Die beiden Nachbarvereine remisieren sich. Den einen Zähler verbucht der BSV Leese letztlich allzu gerne auf der Habenseite. Nun sind sie aber reif für die Eis-Tonne nach dem dritten Match innerhalb von nur sechs Tagen.

 

Fazit: Das späte Lemgoer Tor ist strittig. Lippe-Kick wird beim betreffenden Referee nochmals nachfragen, wie er die Szene bewertet. Leese hat sich gut in der neuen und anspruchsvollen Spielklasse akklimatisiert, hätte fast einen nicht unverdienten Auswärtssieg eingefahren. Lemgo II enttäuscht mehr als es gefällt, holt einen glücklichen Zähler.

 

Tore:

0:1 Tim Plöger (49. Min.)
1:1 Geronimo König (89. Min.)

Details

DatumZeitLigaSaisonSpieltag
3. September 201990'Kreisliga A Lemgo2019/206

Spielort

Jahnplatz
Pideritstraße 15, 32657 Lemgo, Deutschland

Ergebnisse

Club1st Half2nd HalfGoalsSpielausgang
TBV Lemgo II011Draw
BSV Leese011Draw

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