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TBV Lemgo II — SV Werl-Aspe

Spielbericht

Lemgo II holt wichtigen Zähler

 

(hk). Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Nach diesem Prinzip ist wohl der TBV Lemgo II fußballerisch unterwegs. Gegen den hoch eingeschätzten SV Werl-Aspe teilen sich die abstiegsbedrohten Jahnplatz-Kicker beim 1:1 die Punkte. Von einem „sehr ordentlichen Spiel“ spricht Lemgos Coach Benjamin Rawe, zeigt er sich auch von der Defensivstärke angetan, wenn er beobachtet, dass die angriffslustigen Asper nur wenig Torgefahr erzeugen können. „Auch die Einstellung, der Einsatz und die Rückwärtsbewegung waren deutlich verbessert“, schwärmt Rawe von dieser Steigerung.

Von Henning Klefisch

 

Im ersten Spielabschnitt verpassen es die Hansestädter, das wichtige 1:0 zu markieren, verpassen Hildebrand und Mathuse (Bild links) doch das Führungstor. Mit einem torlosen Remis geht es daher in die Kabine. Sieben Minuten nach dem Seitenwechsel klingelt es aber im Asper-Gehäuse. Hildebrand wird nach einer schönen Kombination über Gegas und Diedrich bedient und trifft zum bis dato verdienten 1:0. Rawe stellt mit Bedauern fest: „Leider verpassen wir es dann nachzulegen, da wir zwei gute Kontersituationen nicht sauber ausspielen“, wäre hier wohl eine Vorentscheidung gefallen. In der 60. Minute passiert Gravierendes. Nach einem langen Asper Zuspiel über die TBV II-Defensive hinweg ergibt sich nach Rawes Dafürhalten „eine Schlüsselaktion für die restliche halbe Stunde.“ Muhammed Eyigün, der Fänger vom Gastgeber, foult den gegnerischen Angreifer im Strafraum, wird von Referee Lukas Wessel daraufhin mit der roten Karte vom Feld verwiesen. Benjamin Rawe urteilt: „An dem Elfmeter gibt es keinen Zweifel. Da Eyigün aber im ersten Moment zum Ball geht und ich selbst den Ball noch abgelaufen habe, ist die rote Karte eine sehr harte Entscheidung.“ Auch Carsten Voelzke, der Co-Trainer des SV Werl-Aspe, meint, dass die Hinausstellung „überzogen war.“ Den verhängten Foulelfmeter verwandelt Jan-Hendrik Lange nervenstark.

 

„Stolz, in Unterzahl den Punkt verteidigt zu haben“

In der Folgezeit kommen beide Teams noch zu „ein, zwei Chancen“, die aber für nicht genügend Torgefahr sorgen. „Am Ende trauern wir zwei Punkten hinterher, da uns natürlich nur Siege helfen, müssen aber auch stolz sein, in Unterzahl den Punkt verteidigt zu haben“, erklärt der Lemgoer-Coach abschließend im Lippe-Kick-Gespräch. Erst einmal richtig tief muss Werl-Aspe Co-Trainer Karsten Voelzke (Bild rechts) durchatmen, als er gegenüber Lippe-Kick einschätzt: „Das war heute ein Grotten-Kick! Zum Glück haben wir einen Punkt mitgenommen“, lobt er den Lemgoer Coach Benjamin Rawe doch, dass „er seine Jungs gut auf uns eingestellt hat.“ Die Konsequenz: Die favorisierten Asper können das eigene Spiel nicht umsetzen. Im zweiten Abschnitt steigert sich das Meier-Team immerhin etwas, doch auch Voelzke muss eingestehen: „Mehr war für uns nicht drin.“

 

Fazit: Ein Unentschieden, was dem Leistungsstand der beiden Teams in dieser Partie entspricht. Lemgo II beweist einen tollen Charakter, lässt sich auch von der halbstündigen Unterzahl zu sehr einschüchtern, kassiert nur einen Gegentreffer per Elfmeter. Von Coach Benjamin Rawe sind sie allerdings auch hervorragend eingestellt worden.

 

Tore:

1:0 Jonas Hildebrand (52. Min.)

1:1 Jan-Hendrik Lange (per Elfmeter; 63. Min.)

Details

DatumZeitLigaSaisonSpieltag
28. Oktober 201890'Kreisliga A Lemgo2018/1914

Spielort

Jahnplatz
Pideritstraße 15, 32657 Lemgo, Deutschland

Ergebnisse

Club1st Half2nd HalfGoalsSpielausgang
TBV Lemgo II011Draw
SV Werl-Aspe011Draw

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