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TSV Oerlinghausen — TSV Kirchheide

Spielbericht

Klare Kiste für Oerlinghausen

 

(hk). Vor rund 300 Zuschauern ist es vielleicht mehr als nur ein Klassenunterschied. In der heimischen Arena „Am Kalkofen“ ist es für den TSV Oerlinghausen eine klare Geschichte, gewinnen die Bergstädter mit 7:0 gegen den TSV Kirchheide.

 

Von Henning Klefisch

 

Sven Oberschelp

Schon zur Halbzeitpause ist die Begegnung quasi entschieden, erzielen Sven Oberschelp (Bild links; Nachschuss nach Ecke 17., 29. Min.) und Daniel Nadig (tanzt TSV-Torwart Siebert aus, schiebt dann locker ein; 41. Min.) die Treffer zum 3:0-Vorsprung. Oberschelp beeindruckt mit einem Seitfallzieher bei seinem zweiten Einschuss. Ein umstrittener Treffer, ähnelt dieser doch dem Wembley-Tor aus dem Jahr 1966. TSV Co-Trainer Jan Rüter schwärmt: „Er wusste auch nicht so richtig, wie ihm das gelungen ist.“ In der 35. Minute vergeben die Hausherren eine exzellente Möglichkeit, bereitet Nadig auf der rechten Seite vor, Bel-Albert Mehmeti verpasst die Kugel im Rutschen nur knapp. Die Leistung der Kirchheider ist am Anfang noch ganz vernünftig, sind sie mutig, gehen früh drauf, zeigen nicht viel Respekt vor dem Favoriten. „Bis zum 3:0 haben sie es ganz gut gemacht“, adelt Rüter. TSV-Trainer Andre Plaß benennt klar die Probleme: „Wenn du natürlich in der ersten Halbzeit zwei Fehlentscheidungen, die zum Tor führen, schlucken musst, ist es schwer, noch an einen Erfolg zu glauben.“ Was er mittelprächtig findet: „Die Leistung der Schiedsrichter war in der ersten Halbzeit unterirdisch.“

 

„Bin total stolz auf mein Team“

 

Als Jan-Justin Johannhörster vier Minuten nach dem Seitenwechsel zum 4:0 nach einem Schnittstellenpass von Nadig erhöht, ist das Spiel klar entschieden. Bei den weiteren Toren brillieren Bel-Albert Mehmeti (nach Doppelpass mit Bujar Mavriqi; 50. Min.), Tim Zeihe (nach Pass von Arlind

A. Plaß

Kamerolli; 61. Min.) und Arlind Kamerolli (Nadig spielt quer; 90. Min.) mit ihrer Coolness freistehend vor dem gegnerischen Gehäuse. „Es war ein durchaus souveränes Spiel von uns. Bei Kirchheide hat man halt gemerkt, dass die Kräfte nicht so da waren, verständlicherweise“, erklärt Rüter. In Schutt und Asche reden möchte Plaß seine Mannschaft trotz der Niederlage aber nicht. „Ich bin total stolz auf mein Team“, haben die Kirchheider doch „noch einmal alles versucht und rausgehauen, was geht.“ Trotz der harschen Kritik an der Leistung vom Referee, packt sich Plaß auch an die eigene Nase, wenn er sagt: „Aber wenn du 7:0 verlierst, ist man am Ende selber schuld. Glückwunsch an Oerlinghausen, die verdient gewonnen haben.“

 

Fazit: Klar, es sind zwei völlig verschiedene Wettbewerbe, doch wenn man zwei Tage vorher noch den Abstieg in die B-Liga hinnehmen muss, dann ein Pokalfinale zu spielen, das ist schon nicht einfach. Zunächst lässt sich Kirchheide davon nichts anmerken, spielt couragiert, doch belohnt sich nicht. Mit der Halbzeitführung ist die Partie entschieden.

 

Tore:
1:0 Sven Oberschelp (17. Min.)
2:0 Sven Oberschelp (29. Min.)
3:0 Daniel Nadig (41. Min.)
4:0 Jan-Justin Johannhörster (49. Min.)
5:0 Bel-Albert Mehmeti (50. Min.)
6:0 Tim Zeihe (61. Min.)
7:0 Arlind Kamerolli (90. Min.)

Details

DatumZeitSaisonSpieltag
10. Juni 201990'2018/19Kreispokalfinale

Spielort

Arena Am Kalkofen
Am Kalkofen 9, 33813 Oerlinghausen, Deutschland

Ergebnisse

Club1st Half2nd HalfGoalsSpielausgang
TSV Oerlinghausen347Win
TSV Kirchheide000Loss

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