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TuRa Heiden — Post TSV Detmold II

Spielbericht

Post TSV II macht es unnötig spannend

 

(hk). Der Post TSV Detmold II setzt ein gut sichtbares Ausrufezeichen im Abstiegskampf. Beim TuRa Heiden siegt die Mannschaft vom Trainer-Duo Jens Kaiser/Anton Brum mit 3:2, macht es jedoch überflüssig spannend. Heiden-Trainer Thorsten Geffers hat eine „im Nachhinein unnötige Niederlage“ beobachtet, ist die Ausfallliste gewaltig bei den Hausherren.

 

Von Henning Klefisch

 

Die ersten unangenehmen Vorzeichen erlebt er schon am Freitag. Es soll noch schlimmer kommen. Am Samstag muss Manuel Di Paterniano aufgrund einer Erkrankung absagen, beim Warmlaufen vor dem Spiel muss auch Jannik Markmann seinen Einsatz streichen. Wahnsinn: Acht Ausfälle sind für die Hausherren zu beklagen, die auch diesmal wieder auf den Kunstrasenplatz nach Lage umgezogen sind. Trotz dieser Malaise nehmen sich die Heidener aber viel vor. Obacht: Die Residenzler haben sich mit einigen Spielern aus der Bezirksliga-Mannschaft verstärkt. „Gerade in der Anfangsphase war der Respekt viel zu groß und einige meiner Jungs hatten den berühmten Köttel in der Buchse“, stellt Geffers verwundert fest. Dass Tim Smithen (8. Min.), Ali Yassin (Bild links; 13. Min.) und Fabio Cucchiara (14. Min.) schon in der Frühphase die spielstarken Postler mit 3:0 in Front schießen, entspricht den Tatsachen auf dem Spielfeld. „Wir haben eine super Truppe zusammengehabt, haben die spielerisch in der ersten halben Stunde an die Wand gespielt“, betont Post TSV Detmold II-Trainer Jens Kaiser. Es scheint, als ob Wettergott Petrus ein Einsehen mit den Heidenern hätte. In der 28. Minute kommt es wegen eines Gewitters zur Unterbrechung in dieser Partie. Thorsten Geffers nimmt sich am Wetter ein Beispiel, gibt er doch via Lippe-Kick zu: „Das Donnerwetter gab es zudem von mir in der Kabine, um die Jungs wieder wach zu rütteln.“ Die Wirkung tritt schnell ein: „Von da an waren wir im Spiel, legten den Respekt ab und kamen noch vor der Pause zum 1:3-Anschlusstreffer durch Böckhaus per Elfmeter.“ Für Post TSV-Obmann Michael Grundmann ist das Zustandekommen dieses Elfmeters „eher fragwürdig.“ Kaiser sieht es ähnlich: „Man kann echt darüber streiten, ob es einer war oder nicht.“ Die Partie hätte kurz vor der Halbzeitpause entschieden sein können, doch die Gäste vergeben das 1:4 leichtfertig. Ebenso hätten die Heidener aber im direkten Gegenzug auf 2:3 stellen können.

 

„Durch die individuelle Klasse gewonnen“

 

Ebenfalls in den zweiten 45 Minuten übernehmen die Hausherren mehr Spielkontrolle, kommen zu gleich mehreren guten Abschlussaktionen, denen aber die Genauigkeit im Torabschluss fehlt. Grundmann erkennt: „Nach der Halbzeit hatten wir noch einige Chancen, die wir nicht genutzt haben, aber auch Heiden hätte durchaus früher den Anschlusstreffer machen können.“ In der Schlussviertelstunde erhöht der Turn- und Rasensportverein merklich die Schlagzahl, wird stärker und öffnet. Dies bietet den Postlern die Räume für zwei Konter. In der Schlussphase wechselt sich Geffers (Bild rechts) selbst ein, trifft in der Schlussminute nur noch zum 2:3-Endstand per Kopf. Ein versöhnliches Resümee zieht der erfahrene Coach abschließend bei Lippe-Kick, sagt er doch: „Bis auf die ersten 25 Minuten kann ich am Ende trotzdem mit meiner Mannschaft zufrieden sein. Die Jungs haben über 60 Minuten Oberwasser gehabt und gegen die halbe Bezirksligatruppe vom Post TSV sehr gut dagegengehalten.“ Was Einfluss auf den Spielausgang genommen hat: „Trotzdem wogen die vielen Ausfälle bei uns schwer.“ Die Zufriedenheit über diesen Auswärtsdreier im Tabellenkeller ist Michael Grundmann anzusehen. „Am Ende war ein Faktor natürlich, dass wir durch individuelle Klasse gewonnen haben, da auch ein paar Spieler aus der ersten Mannschaft gespielt haben“, meint er damit wohl Akteure wie Johann und Alexander Felker, Enis Cömert, aber auch Tim Smithen. Kaiser moniert: „In den letzten 25 Minuten haben wir gar nichts mehr entgegenzusetzen. Heiden ist heiß, macht richtig Druck, während wir unsere Chancen nicht konsequent zu Ende spielen. Geht das Spiel noch zehn Minuten länger, geht es 3:3 aus“, ärgert er sich, dass seine Mannschaft es nicht hin bekommt, den Ball in den eigenen Reihen zu halten.

 

Fazit: In der Anfangsphase ist es eine wahre Machtdemonstration der Detmolder, die ihren Gegner nahezu überrollen. Hätten sie das vierte Tor nachgelegt oder hätte nicht Petrus für eine Unterbrechung gesorgt, dann wäre Heiden wohl nicht mehr ins Spiel zurückgekommen. Spekulation. Fakt ist aber, dass die Heidener sich bemerkenswert gesteigert haben, doch daraus zu wenig Ertragreiches erwirtschaften. Der Lohn für den Post TSV II: Vier Punkte Bonus auf den ersten Abstiegsrang.

 

Tore:

0:1 Tim Smithen (8. Min.)

0:2 Ali Yassin (13. Min.)

0:3 Fabio Cucchiara (14. Min.)

1:3 Christian Böckhaus (per Elfmeter; 40. Min.)

2:3 Thorsten Geffers (90. Min.)

Details

DatumZeitLigaSaisonSpieltag
17. März 201990'Kreisliga A Detmold2018/1921

Spielort

Werreanger
Breite Str. 38, 32791 Lage, Deutschland

Ergebnisse

Club1st Half2nd HalfGoalsSpielausgang
TuRa Heiden112Loss
Post TSV Detmold II303Win

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