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Ahmsen steigert sich, gewinnt verdient

Spielbericht

(hk). Hossa, der TuS Ahmsen steht im Halbfinale vom Lemgoer Kreispokal. Geduld ist ein entscheidender Ratgeber für den TuS Ahmsen, der den 3:0-Heimsieg erst in den zweiten 45 Minuten sicherstellt. Die kampfinteressierten Beobachter werden voll verwöhnt, schenken sich die beiden Spitzenteams nicht viel. Im ersten Abschnitt ist es rassig, dann wird der Gastgeber stärker und stärker, hätte sogar noch höher gewinnen können.

 

Dieser Bericht wird präsentiert von:

Von Henning Klefisch

 

Der TuS Leopoldshöhe tritt sehr selbstbewusst auf, presst die Ahmser sehr zeitnah in deren eigener Hälfte. Die Abwehr der Hausherren ist vielfach beschäftigt, per Fuß, Kopf oder Brust. Diese Druckperiode müssen die Seifert-Jünger zunächst überstehen, um fortan auch selbst offensive Akzente zu setzen. Hätte Ahmsen einen Naturrasenplatz, dann wären am heutigen Tag wohl viele braune Flächen rund um den Mittelkreis sichtbar. Dort spielt sich nämlich primär das Spielgeschehen im ersten Abschnitt ab. Drei Minuten vor dem Halbzeitpfiff unternimmt Jan-Hendrik Pluskat Bild links) eine Reise, doch scheitert am famos haltenden Leo-Fänger Bultmann (Bild rechts). Diese Katze im Löwen-Gehege lässt auch Sören Seifert verzweifeln, als dieser von der rechten Seite kommend sein Glück versucht. Da Bultmann einen Sahnetag erwischt, geht es torlos in die Halbzeitpause. Leopoldshöhe-Tormaschine Jan Plöger sieht sein Team zunächst spielbestimmend: „Wir sind sehr gut in die Partie gekommen und hatten die ersten 45 Minuten fast vollständig im Griff.“ Ein neues Gefühl ergibt sich für den Routinier, präsentiert er sich im Lippe-Kick-Gespräch durchaus etwas verdutzt: „Ich persönlich habe Ahmsen noch nie so defensiv agieren sehen. Ich denke, das spricht für uns und unsere eigentlich sehr gute Form zurzeit.“ Dass ausgerechnet der Leo-Ronaldo nach einer knappen halben Stunde verletzungsbedingt das Spielfeld verlassen muss, schwächt die Gäste definitiv.

 

Mit Ehlert kommt neuer Schwung

 

Aus dieser Pause kommen die Ahmser erfrischend offensiv heraus. Pluskat versucht sich eine Minute nach dem Seitenwechsel. Weitere 60 Sekunden danach gönnt sich auch wieder Seifert einen Abschluss, ehe ebenfalls Sebastian Ewert sein Glück probiert. Wohl dem, der einen Jan Ehlert (Bild links) einwechseln kann. Das Kraftpaket macht sofort auf sich aufmerksam, bringt die Leo-Defensive in Bewegung. Ein langes Zuspiel erläuft sich der Globetrotter des lippischen Fußballs, spielt clever Ewert frei, der wuchtig in das gegnerische Gehäuse einschießt. 180 Sekunden später wird Basel Neamy (Bild rechts) auf der rechten Seite freigespielt, beschleunigt wie ein Gepard, zeigt seinem Gegenspieler seinen schönen Rücken und überwindet den fliegenden Bultmann mit einem Schuss in die kurze Ecke. Was für eine Energieleistung des wieselflinken Kreativ-Spielers. Oder um es mit den Worten von Ahmsen-Obmann Lothar Köhnemann zu umschreiben: „Knallhart in den Pfosten. Bam!“ Damit ist der Stecker bei den zuvor so furios aufspielenden Leos gezogen, lassen sie nach, während Ahmsen noch einen weiteren Gang hochschaltet. Jedoch. Mitte der zweiten Hälfte kommen die Gäste noch zu einer guten Einschusschance, die der aufmerksame Ahmsen-Fänger Luca Sievert allerdings vereitelt. In der 65. Spielminute ist endgültig der Drops gelutscht, als Max Kampf mit einem Traumpass Ewert (Bild links unten) in Position bringt, der das Tempo mitnimmt, den herauslaufenden Bultmann umläuft, ins dann verwaiste Gehäuse einschiebt. Weitere Möglichkeiten, um sogar High Five vollzumachen, verballern Jahn und Seifert, die am starken Bultmann scheitern. Köhnemann, ganz kurz und knapp: „Ein verdienter Sieg“ Ebenfalls Plöger hat einen „absolut verdienten“ Erfolg für die Hausherren beobachtet, kratzt er sich mit etwas Abstand an der Stirn und fragt sich: „Ich weiß nicht genau, was passiert ist, aber leider haben wir alles vermissen lassen, was uns in der ersten Halbzeit stark gemacht hat.“ Es fehlt die Zweikampfhärte, der Verteidigungseifer, stellt man sich bei den Gegentoren an, wie eine Uwe Seeler-Traditionsmannschaft. „45 Minuten zum Vergessen und das nutzt eine gute Mannschaft wie Ahmsen dann eben aus“, hofft Plöger für das kommende Spiel gegen die SG Bentorf/Hohenhausen auf die Rückkehr von einigen Verletzten.

 

Fazit: Der Sieg geht absolut in Ordnung, da Ahmsen sich im zweiten Abschnitt steigert. In den ersten 45 Minuten scheitern sie bereits mehrfach am starken Leo-Fänger Bultmann, doch sie steigern die Schlagzahl, weshalb die Tore folgerichtig fallen.

 

Tore:
1:0 Sebastian Ewert (51. Min.)
2:0 Basel Neamy (54. Min.)
3:0 Sebastian Ewert (68. Min.)

Details

DatumZeitLigaSaisonSpieltag
1. Oktober 202090'Kreispokal Lemgo2020/21Viertelfinale

Spielort

Werrekampfbahn
TuS Ahmsen, 1, Am Sportplatz, Biemsen-Ahmsen, Bad Salzuflen, Kreis Lippe, Regierungsbezirk Detmold, Nordrhein-Westfalen, 32107, Deutschland

Ergebnisse

Club1st Half2nd HalfGoalsSpielausgang
TuS Ahmsen033Win
TuS Leopoldshöhe000Loss

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