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TuS Asemissen II — SV Werl-Aspe II

Spielbericht

Asemissen II patzt erneut

(hk). Der Tabellendritte TuS Asemissen II verliert weiter an Boden im Spitzenkampf. Eine Woche nach der Niederlage in Leopoldshöhe verliert das Team von Trainer Jascha Pistor auch das gestrige Heimspiel gegen den SV Werl-Aspe II mit 2:3. Nach Ansicht von Gästecoach Christoph Schlautkötter ist dies ein „verdienter Sieg“ für seine Truppe. So haben die Hausherren einen enormen Ballbesitzanteil in der ungefährlichen Zone gehabt. Die Asper verschieben geschickt, verengen die Räume. In den ersten 30 Minuten entwickeln beide Mannschaften nur wenig Torgefahr. Bergen hat eine gute Möglichkeit, scheitert aber im direkten Duell gegen Gästehüter Alexander Peters. Die Schwarz-Weißen haben zwei Abschlussaktionen. Einmal misslingt Schneider ein Eckball, dann findet Rausch an Asemissen II-Keeper Florian Schürmann seinen Meister. In der 37. Spielminute geht der Favorit nach einem Eckball auf den kurzen Pfosten nicht unverdient in Führung. Peters hat noch seine Hände am Ball, kann diesen jedoch nicht mehr entscheidend um den Pfosten lenken. Die mögliche Vorentscheidung mit dem 2:0 vereitelt der WA II-Torwart mit einer Glanzparade. Eine Minute vor dem Pausenpfiff dürfen Torben Kessemeier und Dennis Haugk vorzeitig das Pausenwasser genießen, lassen sich die beiden Kapitäne doch zu einem „Ringkampf der griechisch-römischen Art hinreißen“, so Schlautkötter. Asemissen II-Coach Jascha Pistor schildert: „Nach einem Zweikampf sind beide aufgestanden und kurz aufeinander zu und sich ganz kurz gerangelt, daraufhin sahen beide sofort die rote Karte.“

Im zweiten Abschnitt präsentieren sich die Schwarz-Weißen aufmerksamer, gleichen nur 120 Sekunden nach dem Wiederanpfiff durch Rausch (Bild rechts) nach einem Konter aus. Sein Schuss von der Strafraumgrenze schlägt im kurzen Eck ein. Nach einer Stunde Spielzeit geht der SV Werl-Aspe II sogar erstmalig in dieser Partie in Führung. Alexander Ruge wird unsanft zu Fall gebracht, Sören Krack beweist ganz viel Gefühl in seinem Fuß, schlenzt aus 23 Metern Torentfernung die Kugel von der halbrechten Position in den Winkel. Jascha Pistor bezeichnet diesen Freistoß als „ sehr fragwürdig.“ In der Folge erspielen sich beide Kontrahenten zahlreiche Einschussmöglichkeiten. Eine davon nutzt Marcel Spitzer nach einem Eckball zum Ausgleich. Der Eckstoß wird auf den zweiten Pfosten geschlagen, der Kopfball von Peters an die Unterkante der Latte gelenkt. Spitzer (Bild links) ist im zweiten Versuch gallig, markiert das 2:2. Zehn Zeigerumdrehungen später scored Alexander Ruge nach einem Konter zum 3:2-Siegtor. Sein erster Versuch ist etwas schwächlich, weshalb Schürmann diesen nach Außen abwehrt, im Nachschuss verwandelt er das Runde aus spitzem Winkel in das Eckige. In den Folgeminuten wird die Partie intensiver, hitziger. Werl-Aspe II verpasst es nachzulegen. So scheitert etwa Rausch am Asemisser Keeper, weiteren Kontermöglichkeiten fehlt die Präzision. Der eingewechselte Schlautkötter scheitert in der zweiten Minute der Nachspielzeit mit einem Flugkopfball. „Die Chance auf den Ausgleich gibt es nicht mehr“, schildert er und setzt zur Lobeshymne auf sein Team an: „Ich kann meiner Truppe nur Respekt zollen, die bei sommerlichen Temperaturen alles reingehauen hat Kämpferisch eine sehr überzeugende Leistung, durch taktisch cleveres Verhalten den Gegner nicht zur Entfaltung kommen lassen hat“, freut er sich über diesen reifen Auftritt. Pistor skizziert diese Pleite als „bitter und unnötig für uns.“ Immerhin sei man doch gut in der Partie drin gewesen. „Werl-Aspe II hat sich auf die Defensive beschränkt und auf Konter gespielt“, ärgert ihn zudem auch der zweite Platzverweis gegen seinen Kicker Marius Frys, der mit der Ampelkarte das Spielfeld verlassen muss. „Das ist ganz, ganz bitter für uns, da eh schon einige Leistungsträger ausfallen, kommen somit nochmal zwei dazu und es wird nun auch vom Personal sehr, sehr eng“, stellt Pistor fest. Immerhin ist es nach seiner Einschätzung in Summe eine „faire Partie“ gewesen, hätte er sich bei den entscheidenden Szenen einen Schiedsrichter mit „bisschen mehr Fingerspitzengefühl gewünscht.“ Pistor hätte bei der roten Karte gerne auch eine andere Farbe gesehen. Nach der erneuten Niederlage möchten sich die Asemisser aber keineswegs aufgeben, „sondern wollen den Rest der Saison positiv für uns gestalten und gut zu Ende bringen, da müssen wir jetzt alle noch enger zusammenrücken und die Ausfälle kompensieren“, ist diese Situation nicht einfach für den TuS Asemissen II.

Fazit: Die Platzverweise bringen die Asemisser in Schwierigkeiten. In Gleichzahl hätten sie wohl deutlich bessere Möglichkeiten gehabt, zumindest einen Zähler mitzunehmen. So aber müssen sich die Hausherren an die eigene Nase fassen, verlieren berechtigterweise diese Heimpartie.

Tore:

1:0 Torben Kessemeier (37. Min.)

1:1 Florian Rausch (47. Min.)

1:2 Sören Krack (60. Min.)

2:2 Marcel Spitzer (70. Min.)

2:3 Alexander Ruge (80. Min.)

Details

DatumZeitLigaSaisonSpieltag
6. Mai 201890'Kreisliga B2 Lemgo2017/1825

Spielort

Sportzentrum Greste
Grester Str. 169, 33818 Leopoldshöhe, Deutschland

Ergebnisse

Club1st Half2nd HalfGoalsSpielausgang
TuS Asemissen II022Loss
SV Werl-Aspe II123Win

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