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Lockhausen gibt sich keine Blöße

Spielbericht

(hk). Der Tabellenführer TuS Lockhausen spielt auch wie einer. Mit 5:1 wird der Nachbarverein SV Werl-Aspe II bezwungen. Marius Grimm, der Defensivmann von den Gästen, findet allerdings: „Das Ergebnis ist leider klarer, als das Spiel tatsächlich war.“ Seine Begründung: „Wir konnten dem Gastgeber und Tabellenführer lange Zeit einiges abverlangen.“

 

Von Henning Klefisch

 

In der Startphase ist der Favorit besser drin im Spiel, findet Grimm jedoch auch: „Auf einem Rumpelacker, auf dem ein Fußballspielen fast unmöglich war setzte uns der Gastgeber in den ersten 15 Minuten mächtig unter Druck und ging durch einen Eckball in Führung.“ Marco Höcker trifft. Der

M. Grimm

Gästekicker vermisst die Entschlossenheit bei seinen Jungs. Positiv für den Außenseiter, dass sich einige vielversprechende Chancen erspielt werden, bei denen ein Torerfolg nur knapp verpasst wird. So müssen die Asper bis zur 36. Minute warten, ehe Alexander Ruge egalisiert. Der Underdog fängt die Kugel ab, nach einem Fauxpas von Markus Frenzel, beschleunigt schnell mit einem Pass in die Spitze. Der Spielertrainer benötigt nicht lange, um aus rund 30 Metern Torentfernung die Kugel per Direktschuss im gegnerischen Gehäuse zu versenken. TuS Lockhausen-Trainer Stefan Braunschweig meint: „Um diesen Ball zu halten, fehlen Florian Stuke einige Zentimeter. Kein Fehler ist das von ihm“, zeigt er sich letztlich gnädig. Florian Rausch hätte beinahe für die komplette Wende in diesem Spiel gesorgt, doch sein Versuch aus 35 Metern Torentfernung verfehlt das Ziel nur denkbar knapp. „Ich weiß nicht, was das aus 35 Metern für eine Torchance sein soll“, kratzt sich Braunschweig an der Stirn, guckt etwas ungläubig. Eine Chance ist schon eher folgende Szene: Luca Danjel Emmerich verpasst eine scharfe wie flache Hereingabe nur äußerst knapp mit der Grätsche. Marius Grimm ist der Meinung: „Wir hatten sehr gute Möglichkeiten, vor der Pause sogar in Führung zu gehen.“

 

Lockhausen dreht auf

 

In den zweiten 45 Minuten spielen die Asper zunächst auch weiterhin erstaunlich gut mit. Unmittelbar nach dem Seitenwechsel schlägt Jan Sundermann eine Traumflanke, Kai Krutzsch hat Angst um sein Haupt, geht nicht richtig zum Ball. Das wäre eine sehr gute Chance gewesen. Jonas

Jonas Weege

Weege scheitert wenig später am Pfosten. Dennoch ist dieser Kicker zwanzig Minuten vor dem Ende für die 2:1-Führung des Klassenbesten verantwortlich. „Das Tor fiel fast aus dem heiteren Himmel“, urteilt Grimm, haben seine Jungs immerhin zuvor vielversprechende Einschussmöglichkeiten. Nach einem indirekten Freistoß lenkt Lockhausen-Hüter Florian Stuke die Kugel an die Latte. Den anschließenden Abpraller nimmt Julian Lindheim direkt, macht erneut den Aluminiumtester. Ab der 80. Minute ist der Damm gebrochen, die Moral auch beim SV Werl-Aspe II, der eine deutliche Pleite kassiert. Marius Grimm stellt zu seinem Bedauern fest: „Der zuvor gut aufgelegte Ersatzkeeper Fabian Adamzyk patzte beim sicher geglaubten Ball (rutschte durch die Arme und Beine).“ Aimen Khoudouj erhöht somit auf 3:1 in der 81. Minute. Jan Philipp Krügler trifft die Kugel nur unzureichend, dennoch landet sie im Tor. Für den Schlusspunkt sorgt in der 90. Minute Bastian Eikmeier, der den 5:1-Endstand ermöglicht.

 

Lockhausen siegt trotz einiger Ausfälle

 

„Das Ergebnis ist deutlich zu hoch ausgefallen, aber nicht ganz unberechtigt. Wir müssen nun schauen, dass wir in den kommenden Spielen unsere Punkte holen und uns Luft im Tabellenkeller verschaffen“, sieht er sein Team unter Wert geschlagen. Konstanz ist das Sehnsuchtsziel des SV Werl-Aspe II, wenn Marius Grimm betont: „Die Moral und der Kampfgeist haben gestern wieder gezeigt, dass wir es schaffen können. Jedoch müssen wir die Leistung über die gesamte Spielzeit bringen. Braunschweig resümiert: „Mit dem, was sie zur Verfügung gehabt haben, macht es Werl-Aspe II wirklich richtig gut. Alexander Peters und Alexander Schneider (Bild links unten) haben schon bei denen gefehlt. Wir hatten ein Chancenplus klar auf unserer Seite“, findet er. Daher: Der Sieg ist für den Ex-Arminen „verdient, doch er fällt um zwei Tore zu hoch aus.“ Das Manko: Zu viele Flanken aus dem Halbfeld. „Wir haben nach dem 1:1 nicht mehr die Zweikämpfe gewonnen, wir tun uns leichter, wenn der Gegner mitspielt, nicht nur reagiert.“ Er ist sich im Klaren: „Man weiß nicht, was passiert, wenn Werl-Aspe II das 2:1 macht.“ Braunschweig hat gespürt, dass bei den Aspern stark die Kräfte nachlassen. Dass der zwischenzeitliche Ausgleich seinem Team einen Knacks verpasst, möchte er gar nicht erst in Abrede stellen. Der Gegner ist allerdings „kein Durchgangsverkehr“, wie er betont, hat er dennoch einiges zum Hadern. Wie etwa, dass seine Spieler in gewissen Zweikämpfen „zurückgezogen haben.“ Ein weiteres Handicap: „Der eine oder andere war nicht in der Form, die wir uns vorstellen.“

 

Fazit: Aufgrund der zweiten Halbzeit geht der Sieg in Ordnung. Allerdings ist dieser zu hoch, da die Asper es nicht schlecht machen, nur im Torabschluss die Coolness vermissen lassen. Zum ersten Mal agiert Lockhausen mit einer Dreierkette, spielen sie dafür mit zwei Stürmern. Es ist kein Hochglanzfußball, vielmehr ein hart erkämpfter Sieg, der dank einer tollen Schlussphase realisiert wird.

 

Tore:
1:0 Marco Höcker (10. Min.)
1:1 Alexander Ruge (36. Min.)
2:1 Jonas Weege (70. Min.)
3:1 Aimen Khoudouj (81. Min.)
4:1 Jan Philipp Krügler (89. Min.)
5:1 Bastian Eikmeier (90. Min.)

Details

DatumZeitLigaSaisonSpieltag
6. Oktober 201990'Kreisliga B2 Lemgo2019/2011

Spielort

Sportplatz Auf dem Sepp
Bad Salzuflen, Kreis Lippe, Regierungsbezirk Detmold, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Ergebnisse

Club1st Half2nd HalfGoalsSpielausgang
TuS Lockhausen145Win
SV Werl-Aspe II101Loss

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