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Wieck mit Köpfchen, Scarlata vom Punkt – Bega/Humfeld im Halbfinale

Spielbericht

(ab). Die SG Bega/Humfeld hat es tatsächlich geschafft, den favorisierten SC Bad Salzuflen zu schlagen. Im Viertelfinale des Lemgoer Kreispokals der Saison 2019/20 siegt die SG mit 2:1 und trifft nun im Halbfinale am Donnerstag auf den SV Werl-Aspe.

 

Von Beginn an suchen beide Teams den Weg nach vorne. Auch die SG Bega/Humfeld versteckt sich keineswegs und spielt offensiv. Die ersten Minuten gehören allerdings den Gästen aus Bad Salzuflen, die besonders nach Standards zu einigen kleineren Möglichkeiten kommen. Erst, nachdem Bega/Humfeld die erste sanfte Druckwelle schadlos überstanden hat, gibt es auch auf Seiten der Gastgeber Möglichkeiten. Erst scheitert Nico Scarlata nach einer scharfen Hereingabe, dann zielt Oguz Erk mit einem Schlenzer etwas zu ungenau. Doch die SG Bega/Humfeld wittert, dass hier was gehen könnte gegen eine neuformierte Mannschaft aus Bad Salzuflen. Eine einstudierte Ecke bringt dann auch den gewünschten Erfolg. Nico Scarlata bringt die Flanke in den Fünfmeter-Raum, dort steht Jan-Luka Wieck sträflich frei und kann aus kurzer Distanz zum 1:0 einköpfen. Die Führung hatte sich angedeutet und ist zu dem Zeitpunkt verdient. Doch die Führung steht auf wackeligen Beinen, denn auch Bad Salzuflen kommt jetzt zu guten Möglichkeiten. Sidibe Mamadou Kaba, Neuzugang vom FC Herford, trifft den Pfosten, kurz darauf scheitet Hakim Aytan aus kurzer Distanz am glänzend parierenden Nils Freitag im SG-Kasten. So bleibt es zum Pausenpfiff vom guten Schiedsrichter Waldemar Stor bei der knappen Führung.

 

Mamadou Kaba auf und davon – Scarlata sicher vom Punkt

Nach dem Seitenwechsel scheinen sich die Gäste einiges vorgenommen zu haben, denn der Druck des SC Bad Salzuflen wird größer. Auch, wenn die Automatismen noch nicht stimmen, offensiv sind die Kurstädter durchaus gefährlich unterwegs. Und das soll sich auszahlen. Nach einem langen Ball von Christ Mabondo ist Mamadou Kaba, einer der auffälligsten Spieler auf Seiten des SCB auf und davon und den Bruchteil eher am Ball als Nils Freitag, was es ihm ermöglicht, den Ball in den verwaisten Kasten zu schieben. Und der SCB will mehr, kommt durch Necati Kezer aus der Distanz zu einer weiteren guten Möglichkeit. Wer nun gedacht hat, dass die SG Bega/Humfeld fällt, der sieht sich getäuscht, denn die Hausherren starten einen Gegenangriff, an dessen Ende SCB-Angreifer Kawa Derwisch im eigenen Strafraum klären will, aber mehr Gegner als Ball trifft. Stor zeigt auf den Punkt, Nico Scarlata schnappt sich die Kugel und verwandelt sicher unten links zum 2:1. Es bleibt in der Schlussphase ein Spiel auf des Messers Schneide, doch der ganz große Sturmlauf der Gäste bleibt aus, wirklich gefährlich wird es für die SG-Defensive nur selten, so dass am Ende tatsächlich der Coup gelingt.

 

Cakar kann „das Spiel einordnen“

„Wir wussten, dass es nicht einfach wird“, meint SCB-Coach Cetin Cakar nach dem Spiel. Seine Mannschaft sei noch nicht so weit, hat aber einen weiteren Schritt nach vorne gemacht: „Wir sind immer noch bei den Basics, die müssen erstmal stimmen. Dann kommen die taktischen Dinge. Wir sind noch ganz am Anfang, müssen noch ein Team bilden. Wenn man aber die 90 Minuten sieht und auch die Chancen, die wir hatten, dann war das in Ordnung.“ Als Manko hat Cakar die „Chancenverwertung“ ausgemacht. „Die haben das mit ihrer Spielweise gut gemacht und machen aus zweieinhalb Chancen zwei Tore.“ Zur Frage, ob der Strafstoß aus seiner Sicht berechtigt war, hält sich Cakar zurück: „Der Schiedsrichter hat ihn gegeben, dann ist es einer. Ich sehe es etwas anders.“ Spielentscheidend sei diese Szene aber nicht gewesen. „Wir können das Spiel einordnen. Die Mannschaft hat Potential.“

 

Krügels Gefühl bestätigt sich – Sorgen um Besch

Für Michael Krügel, Coach der SG, war die prompte Antwort auf den Ausgleich entscheidend für den Spielausgang: „Da waren die am Drücker, das 2:1 war wichtig.“ Auch im ersten Abschnitt hatte der SCB „riesen Dinger“, die aber zum Glück für die SG nicht genutzt wurden. „Die haben gute Einzelspieler, der 17er hat ein gutes Spiel gemacht.“ Der Coach ist froh, jetzt bereits auf den SCB getroffen zu sein und nicht erst dann, „wenn sie zusammengewachsen sind und eine eingespielte Mannschaft haben.“ Insgesamt bewertet er den Sieg als „nicht unverdient“ und hatte schon „vor dem Spiel ein gutes Gefühl, weil die Jungs richtig heiß waren.“ Ein starkes Pflichtspieldebüt liefert Roman Sprick ab, der die SCB-Defensive ein ums andere Mal vor große Probleme stellte. Teuer bezahlt hat die SG den Sieg allerdings auch, denn Patrick Besch musste nach rund einer Stunde mit dem Verdacht auf eine Oberschenkelzerrung vom Platz und wird am Donnerstag ausfallen. Dann geht es mit dem Halbfinale gegen den SV Werl-Aspe weiter. Im zweiten Halbfinale treffen zeitgleich die Bezirksligisten RSV Barntrup und TSV Oerlinghausen aufeinander.

 

Fazit: Die SG Bega/Humfeld zieht verdient eine Runde weiter und schlägt den SC Bad Salzuflen mit 2:1. Die mannschaftliche Geschlossenheit, die den Gästen derzeit noch fehlt, ist am Ende der entscheidende Faktor.

 

Tore:

1:0 Jan-Luka Wieck (21. Min.)

1:1 Sidibe Mamadou Kaba (67. Min.)

2:1 Nico Scarlata (73. Min., 11m)

Details

DatumZeitLigaSaisonSpieltag
23. August 202090'Kreispokal Lemgo2019/20Viertelfinale

Spielort

Sportplatz Humfeld an der B 66
50, Bundesstraße, Dörentrup, Kreis Lippe, Regierungsbezirk Detmold, Nordrhein-Westfalen, 32694, Deutschland

Ergebnisse

Club1st Half2nd HalfGoalsSpielausgang
SG Bega/Humfeld112Win
SC Bad Salzuflen011Loss

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