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Hallenfussball

LZ-Cup 2017/2018 – Nachberichte Bad Meinberg & Detmold

Die Sensation ist perfekt, der Titelverteidiger ist draußen. Die Umstände regen allerdings zu Diskussionen an. Lippe-Kick hat sich umgehört.

Nachberichte Hallen Bad Meinberg und Detmold

Von André Bell & Henning Klefisch

Gruppe 1 Bad MeinbergGruppe 2 Bad Meinberg
Gruppe 1 DetmoldGruppe 2 Detmold

Halle Bad Meinberg

Gruppe 1

Riesen-Aufregung um Post TSV-Ausschluss

(hk). Wie ein Honigkuchenpferd strahlt Diestelbruch/Mosebeck-Pressesprecher Lennart Rethmeier, denn sein Team gewinnt alle Spiele, geht folglich mit der Optimalbilanz von neun Zählern aus der Vorrunde und gilt als Geheimfavorit im weiteren Turnierverlauf. In der Zwischenrunde kommt es für die Dörenwald-Jungs zu Duellen gegen den Ligarivalen SF Berlebeck/Heiligenkirchen und die B-Ligisten Eichholz/Remmighausen und Istrup/Brüntrup. „Eine sehr souveräne und tolle Vorstellung von uns. In allen drei Spielen haben wir hinten kaum etwas zugelassen und vorne mit viel Spielwitz schöne Tore erzielt”, analysiert Rethmeier, der sich insbesondere darüber freut, dass seine Mannschaft „zu jedem Zeitpunkt des Spiels die Ruhe behalten hat.” Zugleich räumt er aber auch ein, dass er ganz überrascht von dieser Leistung ist, hat seine Truppe doch schwerwiegende Ausfälle zu kompensieren. Philip Herclik hat sich erst am Samstag noch mit einer Mandelentzündung herumgeplagt. Als „kurios” bezeichnet das Di-Mo-Sprachrohr das Aufeinandertreffen zwischen dem Post TSV Detmold und dem RSV Hörste, was die Residenzler mit 3:2 für sich entschieden haben. Nachträglich wird die Partie mit 0:2 gewertet, „weil beim Post TSV ein Spieler zu viel auf der Bank saß”, erklärt Rethmeier. Das zweite Gruppenspiel gegen den Turnierfavoriten gewinnen die Dörenwald-Kicker mit 3:2, wodurch sie vorzeitig den Sprung in die Zwischenrunde feiern können. Rethmeier schwelgt in seligen Erinnerungen: „Bereits im Jahr 2012 konnten wir in der Zwischenrunde das Duell für uns entscheiden und in die Endrunde einziehen. Auch die Jahre darauf haben wir weitere drei Duelle nicht verloren”, steht für ihn fest, dass folglich auch nicht allzu überraschend ist, „dass wir auch heute nicht unverdient gegen eine sehr starke Hallenmannschaft gewonnen haben”, hat Lennart Rethmeier ein „großes Kompliment für die junge Truppe” parat. Als Gruppenzweiter und auf dem Spielfeld ohne Sieg ist der RSV Hörste in die Zwischenrunde eingezogen. Dort trifft man auf die favorisierten Teams aus Blomberg, Schlangen und Lügde. Gegen den Titelträger Post TSV Detmold zeigen die Hörster ein „sehr starkes Spiel”, wie RSV-Kicker Marcus Baumgartner erkennt, sich zudem aber darüber ärgert, dass sein Team „unglücklich mit 2:3 verliert.” Der Aspekt, der jedoch für einen 2:0-Sieg am grünen Tisch sorgt: „Den Diestelbruchern ist aber aufgefallen, dass Post einen Spieler zu viel auf der Bank hatte und somit haben wir das Spiel am grünen Tisch gewonnen.” Im Derby gegen den A-Ligisten SG Kachtenhausen/Helpup feiert das B-Ligaspitzenteam trotz einer schwachen Startphase ein 2:2-Unentschieden. „Wir haben den Gegner nicht wirklich ernst genommen”, moniert Baumgartner, der nach einer Leistungssteigerung resümiert: „Am Ende war es dennoch ein glücklicher Punkt für Kachtenhausen/Helpup, da ihr Torwart einen Sahnetag hatte.” Durch die Ergebnisse der Konkurrenz ist der RSV Hörste bereits vor dem Abschlussspiel gegen Diestelbruch/Mosebeck so gut wie sicher für die nächste Runde qualifiziert gewesen. Dementsprechend sieht der Auftritt auch aus, weshalb die 1:6-Niederlage den Verhältnissen auf dem Spielfeld entspricht. „Zusammenfassend kann man von einem schmeichelhaften Weiterkommen sprechen, da wir bis auf das Post-Spiel leider keine gute Leistung gezeigt haben”, haben die Linnemänner an diesem Tag vielleicht den Hörste-Dusel erleben dürfen. Der zuletzt dreimal in Folge siegreiche Post TSV Detmold muss bereits nach der Vorrunde die Segel streichen. Sportlich gewinnen sie ihr Auftaktspiel mit 3:2 gegen den B-Ligisten RSV Hörste, geben aber in Person von Manager Michael Grundmann ehrlich zu: „Leider ist unseren Leuten ein „spielentscheidender Fehler” unterlaufen.” So hat sich Ersatzkeeper Leon Wulff bei dieser Partie neben die Spielerbank gesetzt, wodurch neben dem Trainerteam, bestehend aus Chefcoach Ralf Brokmann und seinem Assistenten Christoph Zimmermann, sechs statt fünf Akteure am Spielfeldrand gesessen haben. Norbert Werger, der Vorsitzende des Sportgerichtes, bringt klar zum Ausdruck: „Ich habe mir zwischenzeitlich erläutern lassen, dass die Turnierbestimmungen den Mannschaften mehrfach erklärt wurden, offensichtlich letztmalig vor dem Spielbeginn des in Rede stehenden Spieles durch den Schiedsrichter”, erklärt er. Die Lippe-Kick-Recherchen haben ergeben: Die SG Kachtenhausen/Helpup, der SV Diestelbruch/Mosebeck und der Post TSV Detmold wurden über die Konsequenzen nicht unterrichtet. Ein Hörste-Kicker, der nicht genannt werden möchte, sagt auf die Frage, ob konkret Sanktionen angekündigt werden: „Ich weiß nicht, ehrlich gesagt. Ich wusste aber vorher, dass es so ist, weil es im Vorjahr auch so gemacht wurde”, diktiert er Lippe-Kick in den Notizblock. Grundmann versteht die Aussage vom Schiedsgericht nicht, urteilt deshalb: „Für mich ist das ein klassisches Lügen. Das zeigt deutlich, dass die Verantwortlichen wissen, dass es falsch gewesen ist und es jetzt vertuschen wollen.” Die ganze Szenerie stellt für ihn „Willkür” dar, denn: „Jede Halle entscheidet anders.” Leider keine Aussage tätigen möchte Pokalspielleiter Lutz Diekjobst, der diese Sprachlosigkeit begründet: „Es ist ein schwebendes Verfahren.” Der Casus knacksus ist aber vielmehr die Konsequenz, die wohl nicht angesprochen wird. Bedenklich, wenn für die beteiligten Vereine diese nicht durchschaubar ist. Ein Punkt, der nicht das Wohlwollen von Grundmann trifft: „Dass der Spieler überhaupt nicht ins Spiel eingegriffen hat, war dem Schiedsgericht um Kacki Färber und Lars Niere aber egal, das Spiel wurde mal eben so 0:2 gegen uns gewertet”, gibt es diese Regel tatsächlich, dass nur fünf Feldspieler plus Trainer und Betreuer auf der Bank sitzen dürfen, aber ein konkretes Strafmaß ist nicht fest verankert. Klar ist: Es fehlt der schriftliche Beweis, wo eindeutig die möglichen Konsequenzen aufgeführt werden. „Dann gibt es zumindest Klarheit, so entscheiden es drei Leute, die sich vielleicht freuen, dass der Post TSV rausfliegt”, sagt Grundmann. Er führt weiter aus: „Wir sind uns ziemlich sicher, dass ganz viele andere Verantwortliche niemals die Spielwertung gekippt hätten.” Was wirklich hochinteressant ist: Vor zwei Jahren gab es einen ähnlichen Fall. Der TSV Horn hatte zu viele Spieler auf seiner Bank sitzen, der TuS Horn-Bad Meinberg legte nach dem verlorenen Entscheidungsspiel daraufhin Beschwerde ein. Das damalige Schiedsgericht mit Jörg Schramm an der Spitze und zwei Vertretern vom gastgebenden Post TSV Detmold hat 2015 den Einspruch abgelehnt. So fehlt schlichtweg der klare Beweis. Für Norbert Werger, den Vorsitzenden der Kreisspruchkammersitzung, war damals klar: „Ein Regelverstoß bedeutet nicht unbedingt, dass die Wertung einer Begegnung geändert wird. Der Verstoß muss entscheidend für das Spiel sein”, wird er in der Lippischen Landeszeitung zitiert. Gegenüber Lippe-Kick betont er ausdrücklich, dass er vorab pro Verein je einen Mannschaftsverantwortlichen konsultiert, um dann in der größeren Runde die Regeln zu erklären. Auf die Frage, warum 2015 beim Zwischenrundenspiel zwischen dem TuS und dem TSV Horn anders entschieden worden ist, gibt Werger zu Protokoll: „Es gab noch keinen besonderen Hinweis darauf. Man hat auf einen Fall darauf reagiert. Wenn man vorher nicht klar kommuniziert, hätte man eine Entscheidung treffen müssen. Vorab wird dies klar kommuniziert. In diesem Fall hätte dies Post TSV Detmold wissen müssen, dass nur die fünf Ersatzspieler erlaubt sind.” Grundmann weiß: „In der Tat steht in den Turnierbestimmungen, dass es ein Regelverstoß ist, aber nicht, welche Strafe.” Für Norbert Werger, den Vorsitzenden vom Sportgericht, steht fest: „Als Schiedsgericht geht es mir darum, dass solch ein Fall gar nicht erst eintritt. Da wird leichtsinnig gehandelt. Ich unterstelle keinem, dass er es extra macht.” Was wirklich bitter aus Sicht des Post TSV Detmold ist. Man hat sich sportlich keinen Vorteil verschafft. Der sechste Spieler auf der Bank nimmt auf den Spielverlauf keinerlei Einfluss. Für Werger spielt dies überhaupt keine Rolle: „Es ist ein Verstoß gegen die Turnierbestimmungen. Ich hätte es vorher deutlich kommuniziert und hätte die gleiche Entscheidung getroffen. Ich gebe die Folge bekannt, um die Konsequenzen klarzustellen. Ob man die Regeln kennt, liegt in der Verantwortung des Vereins”, schiebt er hier die Verantwortung weiter. Verständnis hat er für den Ärger, „weil dieser Ausschluss unnötig ist”, unterstreicht er jedoch auch: „Aber der Verein muss sich an die eigene Nase fassen. Ich habe vollstes Verständnis für die Entscheidung des Schiedsgerichtes”, kann er diese nachvollziehen. Grundmann hat für die Zukunft vor allem einen Wunsch: „Mir ist wichtig, dass es für die Zukunft klar erklärt wird, damit solche Sachen keinem anderen Verein passieren”, wünscht sich der Post TSV-Manager, dass künftig mehr Klarheit und Transparenz in dieser Thematik vorherrschen. Folglich bleibt ein Geschmäckle, dass das Schiedsgericht für einen 2:0-Sieg der Hörster entschieden hat. Als „irritierend” bezeichnet es Grundmann, dass „nicht der RSV Hörste, sondern der SV Diestelbruch-Mosebeck Protest eingelegt hat”, bedankt er sich an dieser Stelle ironisch „für das große Fair-Play. RSV-Kicker Marcus Baumgartner schildert die Szenerie aus seiner Warte: „Diestelbruch/Mosebeck kam nach dem Spiel zu unserem Trainer und meinte, dass sie Einspruch eingelegt haben. Daraufhin sollte jemand von Hörste zur Turnierleitung und den Fall bestätigen”, verrät er gegenüber Lippe-Kick, dass die Mannschaft „das Ganze erst zu einem späteren Zeitpunkt erfahren hat.” So haben sich die Kicker „komplett aus der Situation herausgehalten.” Die Freude über den Sprung in die Zwischenrunde ist folglich auch von gedämpfter Ausprägung: „Bei uns gab es nach der Entscheidung auch keinen Jubel. Wir wollen sie auf dem Feld schlagen und nicht am grünen Tisch”, so Baumgartner gegenüber Lippe-Kick. Das Spiel nach dem Protest gegen den SV Di-Mo verlieren die Postler knapp mit 2:3, ehe abschließend die SG Kachtenhausen/Helpup beim 12:2-Kantersieg aus der Halle gefegt wird. Die rote Laterne mit nur einem Zähler und minus 14 Toren darf die Spielgemeinschaft aus Kachtenhausen/Helpup ihr Eigen nennen. Spielführer Alexander Wolf meint nach dem deutlichen Ausscheiden: „Post TSV Detmold hat sich definitiv unter Wert geschlagen und deren Ausscheiden ist auch die Überraschung des Turniers, aber zum Schluss wurden wir mittelschwer von Post verprügelt und somit ist auch unsere Hallensaison zu Ende”, hat sich das Roßblatt-Team zwar nicht speziell auf diese Meisterschaften vorbereitet. „Aber”, so schwingt Enttäuschung in seiner Stimme mit, „ärgerlich ist es schon.”

Die Ergebnisse im Überblick:

SG Kachtenhausen/Helpup vs. SV Diestelbruch/Mosebeck 0:4

RSV Hörste vs. Post TSV Detmold 2:0

SG Kachtenhausen/Helpup vs. RSV Hörste 2:2

Post TSV Detmold vs. SV Diestelbruch/Mosebeck 2:3

SV Diestelbruch/Mosebeck vs. RSV Hörste 6:1

Post TSV Detmold vs. SG Kachtenhausen/Helpup 12:2

Gruppe 2

Müssen düpiert die A-Ligisten

(hk). „Wir haben nicht gut gespielt, sind aber trotzdem eine Runde weiter. Das ist die Hauptsache”, sieht TuS Horn-Bad Meinberg-Coach Kemal Akman noch viel Luft nach oben für sein Team und ahnt: „In der Zwischenrunde wird es aber sicherlich nicht so einfach.” Akman hat heute „gute Begegnungen” beobachtet, befürchtet jedoch mit Argusaugen: „Es wird nicht einfach beim LZ-Cup. Der Fußball hat sich in den letzten Jahren technisch gut entwickelt”, lobt er diesen Fortschritt. So habe nach seiner Einschätzung jede Mannschaft einen Akteur, der spielentscheidend agiert. Klar ist für Akman: „In der Zwischenrunde müssen wir zusehen, dass wir den Ball besser laufenlassen”, wird es darum gehen, dass die Gegentreffer verhindert werden, die durch „unnötige Ballverluste” hervorgerufen werden. In der Dietrich-Bonhoeffer Halle in Detmold bekommen es die Kurstädter mit dem Bezirksligisten FC Augustdorf und den A-Ligakonkurrenten TuRa Heiden und Jerxen/Orbke zu tun. Mit einem guten Auftritt besticht der B-Ligist BSV Müssen. Für den Torwart und Obmann Andre Swoboda ist nach sechs Punkten aus drei Spielen und dem Sprung in die Zwischenrunde klar: „Wir sind absolut zufrieden. Wieder mal haben wir es geschafft, uns gegen vermeintlich höherklassige Gegner durchzusetzen und haben gegen drei A Ligisten die Zwischenrunde gebucht”, lässt man höher eingeschätzte Teams wie den TSV Rischenau und CSL Detmold hinter sich, trifft in der kommenden Runde nun auf die Oberhaus-Vertreter SG Hiddesen/Heidenoldendorf, SuS Pivitsheide und den Ligakonkurrenten SG Klüt/Wahmbeck. Zehn Minuten Schlafmützigkeit bestraft der Lokalmatador TuS Horn-Bad Meinberg bei ihrem 2:1-Sieg. Für Swoboda ist vor allem entscheidend: „Aber am Ende zählt das Erreichen und eine gute Tordifferenz von 9:2″, werden der TSV Rischenau und CSL Detmold jeweils mit 4:0 in die Schranken verwiesen. Der Fänger frohlockt mit einem Hauch von Vorfreude: „Nun werden wir sehen, ob mit unserer jungen Truppe in Detmold vielleicht ja auch mal mehr als nur die Zwischenrunde möglich ist”, stellen die lippischen Hallenmeisterschaften bis dato für die BSV-Armada „eine gelungene Veranstaltung” dar. Drei ist vielleicht die neue Lieblingszahl vom TSV Rischenau. Mit drei Punkten aus drei Spielen auf dem dritten Platz rangiert letztlich der A-Ligavertreter. Mit Blick auf den TuS Horn-Bad Meinberg und den BSV Müssen sagt Obmann Sebastian Tunke: „Die beiden cleversten Teams sind verdient weitergekommen”, genießt für ihn eindeutig Priorität, dass kein Spieler sich verletzt hat, weshalb Tunke resümiert: „Alles gut.” Sieglos beendet CSL Detmold die diesjährigen lippischen Hallenmeisterschaften. Coach Ruben Neumann weiß zu berichten: „Wir hatten uns relativ gut aufs Turnier vorbereitet. Aber wie sagt man so schön: Turniermodus ist was ganz anderes als Training”, haben die Residenzler dies am eigenen Leib gespürt. Vom ersten Kick-Off ist für CSL klar, dass sie die Außenseiterrolle in dieser Gruppe übernehmen, zeigt sich Neumann dennoch vollauf überzeugt: „Mit etwas Glück und Ruhe auf dem Platz hätten wir aber auch genauso gut weiterkommen können.” Einzig beim 3:3 zum Auftakt gegen die Horner gibt es Zuwachs für das Punktekonto. Die Partie gegen Rischenau wird knapp mit 3:4 verloren und eine saftige 0:4-Klatsche gibt es im finalen Spiel gegen den BSV Müssen. Resultierend spricht Ruben Neumann von einer „langen und durchwachsenen Hinrunde”, wird es nun darum gehen, in der Winterpause „neue Kräfte zu sammeln.” Die logische Begründung vom CSL-Coach: „Die brauchen wir ganz dringend für die Rückrunde.”

Die Ergebnisse im Überblick:

TuS Horn-Bad Meinberg vs. CSL Detmold 3:3
BSV Müssen vs. TSV Rischenau 4:0
TuS Horn-Bad Meinberg vs. BSV Müssen 2:1
TSV Rischenau vs. CSL Detmold 4:3
CSL Detmold vs. BSV Müssen 0:4
TSV Rischenau vs. TuS Horn-Bad Meinberg 1:3

Halle Detmold

Gruppe 1

SuS und Jerxen weiter – Lage enttäuscht

(ab). Mit Spannung wurde das Derby zwischen dem SuS und dem FSV Pivitsheide erwartet. Relativ deutlich ging es dann aber am Ende aus. Mit dem 5:0-Sieg gelingt dem A-Ligisten ein gelungener Auftakt in die Vorrunde. Da der SuS gegen Lage (3:2) und Jerxen-Orbke (3:1) zwei weitere Siege folgen lässt, steht am der souveräne Einzug in die Zwischenrunde fest. Henning Diekmann stellt zufrieden fest: „Verdienter Gruppensieg.” Wichtig für ihn war „der deutliche Auftaktsieg.” An die Leistung knüpft man im zweiten Spiel gegen Lage auch an, zeigt „eine gute Startphase, danach sind wir unkonzentriert und haben das 2:2 gefangen.” Letztlich gelingt aber doch noch der Sieg. Den Gewinn der Gruppe macht man gegen Jerxen-Orbke perfekt, als man eine starke Partie absolviert: „Die ersten sieben, acht Minuten haben wir den Gegner laufen gelassen, solide zu Ende gespielt, taktische Vorgaben vom Trainer gut umgesetzt. Diszipliniert gespielt, deswegen verdient weitergekommen.” Gewidmet wird das Weiterkommen Oliver Petkau, „der sich beim Abschlusstraining das Wadenbein gebrochen hat.” Lippe-Kick wünscht an dieser Stelle gute Besserung. Diekmann ist abschließend zufrieden, „dass wir in einer guten Gruppe souverän weitergekommen sind.” In der Zwischenrunde hat es der SuS mit Liga-Konkurrent SG Hiddesen/Heidenoldendorf und den beiden B-Ligisten SG Klüt/Wahmbeck und BSV Müssen zu tun.

Darüber freut man sich auch beim SV Eintracht Jerxen-Orbke. Zum Auftakt gibt es ein 3:0 gegen Liga-Konkurrent SuS Lage und mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel gegen den FSV Pivitsheide (3:2) steht das Weiterkommen bereits fest. Gegen den SuS Pivitsheide geht es dann um den Gruppensieg, nach der Niederlage belegt der SV zum Abschluss den zweiten Platz, der zur Teilnahme an der Zwischenrunde berechtigt. Obmann Hubert Orynczak ist zufrieden, denn das „Etappenziel ist erreicht.” Auch die Niederlage gegen SuS Pivitsheide stört nicht sonderlich, denn: „Unsere Jungs haben zwei ordentliche Partien abgeliefert, die zum Weiterkommen gereicht haben. Insgesamt blicken wir auf ein zufriedenstellendes Resultat.” Auf ein ähnlich gutes Resultat hofft man auch in der Zwischenrunde, dort ist man in einer starken Gruppe gelandet. Der TuS Horn-Bad Meinberg, TuRa Heiden und der FC Augustdorf sind dann die Gegner.

Das sieht beim FSV Pivitsheide etwas anders aus. Das Ergebnis aus dem letzten Jahr, als der B-Ligist es sogar bis in die Endrunde schaffte, wurde verfehlt, das Aus ereilt den FSV bereits in der Vorrunde. Schon nach den beiden Niederlagen gegen Lokalkonkurrent SuS Pivitsheide und Jerxen-Orbke steht das Ausscheiden fest, gegen den SuS Lage sichert man sich mit einem 3:2-Erfolg immerhin den dritten Rang. Enttäuschung macht sich breit beim FSV Pivitsheide. „Also wir haben es dieses Jahr komplett verpennt, eine saubere Leistung zu absolvieren”, meint Jürgen Bolinger, der bemängelt: „Im ersten Spiel gegen SuS Pivitsheide lief bei uns einfach gar nichts zusammen.” Zwar steigert man sich und „gegen Jerxen war das Spiel schon etwas besser von uns, doch das gewisse Quäntchen Glück war nicht auf unserer Seite.” „Im letzten Spiel ging es schon um nichts mehr und wir gewannen gegen SuS Lage mit 3:2 und sicherten uns den unbedeutenden dritten Platz”, so Bolinger abschließend.

Ohne Punkte fährt der SuS Lage wieder nach Hause. Nach drei Niederlagen belegt man den enttäuschenden vierten Platz. Laut Manuel Eßer hat man aber „stellenweise gut mitgespielt, aber vorne die Tore nicht gemacht.” Zudem war die „Rückwärtsbewegung bescheiden.” Alles in allem zu viel: „Dies wurde oft konsequent bestraft.”

Die Ergebnisse im Überblick:

SuS Pivitsheide vs. FSV Pivitsheide 5:0

SuS Lage vs. SVE Jerxen-Orbke 0:3

SuS Pivitsheide vs. SuS Lage 3:2

SVE Jerxen-Orbke vs. FSV Pivitsheide 3:2

FSV Pivitsheide vs. SuS Lage 3:2

SVE Jerxen-Orbke vs. SuS Pivitsheide 1:3

Gruppe 2

Fortuna setzt sich durch

(ab). Ohne Überraschungen geht die zweite Gruppe über die Runde. Ganz vorne läuft die Fortuna aus Schlangen ein. Vier Siege gegen die Konkurrenten bedeuten den Gruppensieg. Gegen Falkenhagen gelingt beim 5:0 ein souveräner Auftakt, Liga-Konkurrent SF BHK kann beim 4:2 ebenfalls geschlagen werden. Auch gegen Klüt-Wahmbeck (5:1) und Waddenhausen/Pottenhausen (6:0) hält sich der A-Ligist schadlos. So ganz überzeugend war der Auftritt allerdings nicht. „Das wichtigste war erstmal das Weiterkommen. Spielerisch war das noch nicht hundertpro, aber für den ersten Auftritt in der Halle war es ganz okay. Wir haben jetzt den Silvestercup in Paderborn und dann schauen wir mal was in der Zwischenrunde so geht.” Dort hat man erneut eine anspruchsvolle Gruppe erwischt mit dem Blomberger SV, dem TuS WE Lügde und dem RSV Hörste.

Den zweiten Rang sichern sich die Sportfreunde aus Berlebeck-Heiligenkirchen. Gegen Waddenhausen/Pottenhausen (2:0) gelingt ein positiver, wenn auch „etwas holpriger Start”. Die Niederlage gegen Schlangen handelt man sich erst in der Schlussphase des Spiels ein. „Die ersten zehn Minuten waren wir stark und führten 2:0. Doch in den letzten fünf Minuten verloren wir etwas die Ordnung und ließen Chancen liegen. Schlangen war dann effektiver und siegte gerecht.” Falkenhagen wird danach klar mit 5:0 geschlagen, so dass vor dem Spiel gegen Klüt-Wahmbeck das Weiterkommen bereits sicher war. „Nachdem wir dann die Endergebnisse und Endtabellen der anderen Gruppen wussten, wollten wir im „Endspiel” um Platz zwei in unserer Gruppe unbedingt gewinnen, um in die gewünschte Zwischenrunden Gruppe 4 zu kommen. Mit 2:1 gelang dies relativ entspannt gegen SG Klüt/Wahmbeck.” In dieser Gruppe 4 bekommen es die Sportfreunde Anfang Januar mit dem SV Diestelbruch-Mosebeck zu tun. Außerdem trifft man auf die B-Ligisten aus Eichholz-Remmighausen und Istrup-Brüntrup. „Wir hatten uns im Vorfeld die Zwischenrunde als Ziel gesetzt und das haben wir im Endeffekt auch sehr sicher geschafft”, ist Coach Torsten Geffers durchaus zufrieden.

Ähnlich ist die Stimmungslage bei der SG Klüt-Wahmbeck. Rang drei in dieser Gruppe ebenfalls zum Weiterkommen. „Erstmal sind wir natürlich froh darüber, wieder an der Zwischenrunde teilnehmen zu dürfen”, meint Kapitän Patrick Hoffmann, der aber auch weiß: „Wir hatten das Glück, dass drei Mannschaften weiterkommen durften in unserer Gruppe, so das im Endeffekt zwei Siege und sechs Punkte gelangt haben.” Diese holt man in den Duellen gegen den SV HW Falkenhagen, der im ersten Spiel des Tages mit 2:0 geschlagen werden kann und gegen Waddenhausen/Pottenhausen im zweiten Spiel (2:0). Wichtige Siege für die SG, denn: „Die ersten beiden Spiele mussten wir gewinnen, um eine realistische Chance zu haben, die Zwischenrunde zu erreichen, das haben wir getan und sind somit sicherlich nicht unverdient eine Runde weitergekommen. Glückwunsch auch an Schlangen und Berlebeck-Heiligenkirchen.” Das Comeback in der Zwischenrunde begeht die SG mit Duellen gegen den SuS Pivitsheide, SG Hiddesen/Heidenoldendorf und BSV Müssen.

Dass es dagegen für den SV HW Falkenhagen nicht für die nächste Runde gereicht hat, sorgt bei den Südost-Lippern nicht für die größten Sorgenfalten. „Gibt Schlimmeres”, meint Denis Micheller anschließend an die Niederlagen gegen Klüt/Wahmbeck, Schlangen und BHK. Einzig die FSG Waddenhausen/Pottenhausen kann mit 3:2 bezwungen werden. Wichtiger für den SV: „Nun steht erstmal die Winterpause an und dann geht es im nächsten Jahr auf in die Mission Klassenerhalt.” Micheller kündigt zudem an, dass man den SV HW Falkenhagen wohl zum vorerst letzten Mal beim LZ-Cup gesehen haben wird: „Ich denke, dass wir nächstes Jahr auf die Teilnahme am LZ-Cup verzichten werden, zumal sich im letzten Spiel zwei Akteure von uns verletzt haben. Wird aber glücklicherweise nichts Schlimmeres sein.”

Mit vier Niederlagen verabschiedet sich die FSG Waddenhausen/Pottenhausen, die vorsichtig auf den dritten Rang geschielt hatte. Das erste Spiel gegen Berlebeck/Heiligenkirchen kann man knapp gestalten, verliert aber mit 0:2. Gegen Klüt-Wahmbeck gibt es das gleiche Resultat aus FSG-Sicht. Gegen Falkenhagen reicht es ebenfalls nicht zu Punkten, deutlich wird es dann abschließend gegen die Fortuna aus Schlangen. Coach Ali Souk erzählt, dass seine Mannschaft zu Beginn etwas nervös gewesen ist: „Wir haben noch nicht zusammengespielt, aber aus Fehlern lernt man.” Den Teams, die weitergekommen sind, wünscht er „viel Glück weiterhin.”

Die Ergebnisse im Überblick:

SV HW Falkenhagen vs. SG Klüt/W. 0:2

FSG Wa/Po vs. SF BHK 0:2

Fortuna Schlangen vs. SV HW Falkenhagen 5:0

SG Klüt/W. vs. FSG Wa/Po 2:0

SF BHK vs. Fortuna Schlangen 2:4

SV HW Falkenhagen vs. FSG Wa/Po 3:2

Fortuna Schlangen vs. SG Klüt/W. 5:1

SF BHK vs. SV HW Falkenhagen 5:0

FSG Wa/Po vs. Fortuna Schlangen 0:6

SG Klüt/W. vs. SF BHK 1:2

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