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Kreisliga A Detmold

Vorberichte 15. Spieltag 18/19 A Detmold

Die Detmolder Premiumklasse hat es einmal mehr in sich. Fetzige Duelle erwarten die A Detmold-Freunde am kommenden Sonntag. Lippe-Kick zeigt euch mehr.


Wichmann: „Wir wollen den Platz an der Sonne verteidigen“

 

Kreisliga A Detmold (hk). Am liebsten möchte man dem Spielplangestalter auf sein Haupt küssen. Ein Spitzenspiel jagt das Nächste. Nun gibt es zudem noch ein Nachbarschaftduellchen oder Derbychen, nennt, wie ihr es wollt. Klar ist: Zuschauer sind garantiert, wenn der Spitzenreiter SuS Pivitsheide die SG Hiddesen/Heidenoldendorf als Tabellendritten willkommen heißt. Im Sandwich der beiden Nachbarn befindet sich der TuS WE Lügde, der in der Vorwoche eine völlig überraschende Niederlage gegen die Sportfreunde Berlebeck/Heiligenkirchen schlucken musste. Im Heimspiel gegen den zuletzt massiv schwächelnden RSV Hörste möchten die Hoffmänner nun eine Reaktion zeigen.

Von Henning Klefisch & Andre Bell

 

TSV Rischenau vs. Post TSV Detmold II

(hk). Zum Saisonbeginn musste man den TSV Rischenau schon sehr lieben, um den Leistungen der Kicker etwas Positives abzugewinnen. Zuletzt aber haben die Südostlipper ihren Rhythmus gefunden, fleißig gepunktet. Auffällig: Auch in einem eher schwachen Spiel wie zuletzt beim RSV Hörste wurde gepunktet. Nach dem 1:1 wollen die Rischenauer nun wieder dreifach punkten. Eine gewisse Furcht hat TSV-Obmann Sebastian Tunke vor der personellen Unberechenbarkeit der Kaiser-Kicker: „Es ist eine zweite Mannschaft. Da kann immer alles auf einen zukommen. Man wird sehen“, wird er jetzt nicht unruhig Spionage beim Gegner betreiben. Was bei ihm aber für definitive Klarheit sorgt: „So oder so wird es ein schwieriges Match.“ Den Residenz-Städtern punktetechnisch etwas abgeben, das passt Tunke mal so gar nicht in den Kram, betont er doch via Lippe-Kick: „Wir wollen die Punkte aber am Platz behalten.“ Bei einer Heimniederlage droht dem ehemaligen Bezirksligisten schließlich, dass die Post-Kutsche in der Tabelle vorbeisaust. Stattdessen will der TSV Rischenau die Kutsche auf vier Punkte distanzieren. Mit einem Sieg wäre dies möglich in diesem Kellerduell. Sebastian Tunke prophezeit: „Dementsprechend erwarte ich ein enges und kampfbetontes Match.“

Ein imaginäres Verbotsschild zeigt Post TSV Detmold II-Co-Trainer Anton Brum seinem Team auf: „Verlieren verboten heißt es am Sonntag.“ Schließlich möchte man doch die weite Reise nicht auf sich nehmen, um ausschließlich den romantischen südöstlichen Zipfel mit seiner atemberaubenden Landschaft zu bestaunen. Man möchte auch Punkte holen, dadurch einen direkten Konkurrenten überholen und den Abstand auf den Rotlichtbezirk der A-Klasse vergrößern. Ein angemessenes Verhältnis zwischen der Rischenauer Leistungsstärke und dem Tableau erkennt Brum nicht, fühlt er sich durch die letzten Spiele vom TSV in seiner Annahme auch bestätigt. Es herrscht Obacht für den TSV Rischenau, lässt er den Gegner verbal kurz hochleben: „Die haben sich gefangen und eine gute Serie hingelegt.“ Die automatische Auswirkung für sein Team: „Es wird ein sehr schweres Spiel. Wir werden die auf keinen Fall unterschätzen und müssen voll konzentriert ins Spiel gehen“, kann es ansonsten ein böses Erwachen für den TSV Rischenau geben. Überhaupt nicht zufrieden zeigt sich Anton Brum mit der aktuellen Abschlussqualität seiner Mannschaft, hadert er doch via Lippe-Kick: „Unsere Ineffizienz vor dem Tor ist die größte Baustelle.“ Dass die Detmolder sich Möglichkeiten herausspielen können, dies weiß Brum, der fordert: „Wir müssen nur klüger und effektiver diese nutzen. Dann“, entspricht dies einer gewissen Logik, „werden wir auch etwas Zählbares mitnehmen.“ Beruflichen Verpflichtungen muss Waleri Wiens nachgehen, Mikael Demir ist verletzt. Ansonsten kann Cheftrainer Jens Kaiser seine beste Formation ins Rennen schicken.

Sebastian Termöller ist der Mann an der Pfeife ab 15.00 Uhr auf dem Rasenplatz in Rischenau.

 

SG Brakelsiek/Wöbbel vs. SV Diestelbruch/Mosebeck

(ab). In der Tabelle nehmen sich die SG Brakelsiek/Wöbbel und der SV Diestelbruch/Mosebeck nichts. Beide haben je fünf Spiele gewonnen und dreimal Unentschieden gespielt. Nur dank der um einen Treffer besseren Tordifferenz stehen die Gäste einen Platz vor der SG. „Ob es ein Duell auf Augenhöhe ist, kann ich nicht so wirklich beurteilen“, meint Falk Weskamp allerdings. „Wenn man nur die Tabelle sieht, dann ist das sicherlich so.“ Nachdem man im Detmolder Kreispokal in den letzten vier Spielzeiten bereits die Klingen gekreuzt hat, geht es nun erstmals in der Liga gegeneinander. „Im letzten Pokalspiel haben wir uns in der ersten Hälfte ganz ordentlich präsentiert, dafür haben sie uns in der zweiten den Unterschied zwischen einem Aufsteiger und einem etablierten A-Ligisten aufgezeigt und wir verlieren dort verdient“, erinnert sich Weskamp an die Partie Mitte August. „Ihren Trainer finde ich sehr nett, wir haben ein entspanntes Verhältnis“, so Weskamp über sein Gegenüber Sascha Weber. Was sein eigenes spielendes Personal angeht, verbessert sich die Situation „nach und nach.“ Der Coach finde es „beeindruckend, dass wir fast schon die erste Halbserie gespielt haben und wir nicht einmal aus dem Vollen schöpfen konnten. Aber vielleicht läuft die Rückrunde personell ja besser.“ Umso höher ist der derzeitige Tabellenrang acht einzuordnen. Was für die SG spricht am Sonntag, weiß Falk Weskamp auch: „Wir haben diese Woche gut trainiert und spielen zuhause. Wir wollen das auf den Platz bringen was uns eigentlich immer auszeichnet. Giftig, positiv aggressiv, zielstrebig und willig. Eben der unbequeme Gegner von dem viele immer reden. Das wollen wir jede Woche zeigen. Egal, wie der Gegner heißt.“

Beim SV Diestelbruch/Mosebeck entspannt sich die personelle Situation vor dem Duell beim Tabellennachbarn. „Wir haben endlich einen großen Kader zur Verfügung und wollen den nächsten Sieg einfahren“, freut sich Lennart Rethmeier, der sich an die Spiele gegen die SG erinnert: „Gegen Wöbbel sahen wir in den letzten Spielen immer gut aus und konnten uns auch im Pokal durchsetzen.“ Allerdings: „Durch das schlechte Wetter in dieser Woche erwarte ich ein schweres Spiel mit schlechten Platzverhältnissen.“

Wilhelm Hackl pfeift das Spiel, um 15.00 Uhr ist Anstoß.

 

SC Türkgücü Detmold vs. Blomberger SV

(ab). Die Historie dieser Begegnung spricht ganz klar gegen den SC Türkgücü Detmold. Die zehn Spiele gegen den Blomberger SV gingen allesamt verloren. Das letzte Duell liegt allerdings schon fast siebeneinhalb Jahre zurück. „Kein leichtes Match“, weiß Coach Erhan Eksioglu, der überrascht ist darüber, „dass Blomberg nicht ganz oben mitspielt.“ So richtig einschätzen kann Eksioglu den Gegner nicht: „Sie haben Tage, wo sie gute Ergebnisse bieten und dann aber auch das Gegenteil.“ Für seine Truppe gilt: „Wir spielen zuhause und müssen langsam wieder punkten. Das ist den Spielern auch bewusst und sie werden alles dafür geben, damit wir zuhause vor eigenem Publikum was Zählbares einsacken.“ Fünf Niederlagen kassierte man in den letzten fünf Spielen, das Polster auf den Abstiegsrang beträgt nur vier Zähler. Größer ist da die Liste an Ausfällen für das Spiel am Sonntag. Abdülhamid Köse, Erdem Cömert, Sefa Sahin, Yasin Karaman, Ahmet Firinci, Aykut Firinci und Admin Alushi werden ausfallen. Erfreulich ist hingegen, dass das Gökhan Ak, Abdullah Aydin und Murat Ünlü am Sonntag wieder dazustoßen.

Bei den Gästen aus der Nelkenstadt „lichtet sich langsam das Lazarett“, freut sich Obmann Michele Caporale, schränkt aber ein: „Dennoch sind diese Spieler bei Weitem noch nicht bei 100%.“ Ausreden gibt es für Sonntag aber keine. Nach nur zwei Punkten aus den letzten fünf Spielen ist das Ziel Wiederaufstieg in weite Ferne gerückt. „Dennoch müssen wir uns für unser Spiel endlich wieder belohnen“ fordert Caporale. „Das Ziel kann nur ein Sieg sein“, so die deutliche Ansage vor dem Gastspiel am Schulzentrum Mitte.

Dort hat Bernd Osterhagen die Leitung der Partie. Anstoß ist um 15.00 Uhr.

 

TuS Horn-Bad Meinberg vs. SG Kachtenhausen/Helpup

(hk). Besoffen vor Glück waren die Akteure des TuS Horn-Bad Meinberg am vergangenen Mittwoch, ist der RSV Hörste doch nach allen Regeln der Kunst ein Treffer. Besonders die Schlussphase zauberte dem Trainerfuchs Richard Soethe ein Lächeln in sein Gesicht. Annähernd jeder Schuss war ein Treffer, seine Schützlinge bestachen mit einer Treffsicherheit auf Wilhelm-Tell-Niveau. Seine Jungs würden in seiner Beliebtheitsskala weiter steigen, bestätigen sie die beeindruckende Vorstellung gegen ein weiteres Kellerkind, die SG Kachtenhausen/Helpup. Soethe ist kein Hallodri, er baut vielmehr auf Sicherheit, wenn er betont: „Wenn wir es schaffen, gegen einen angeschlagenen Gegner drei Punkte zu holen, können wir uns ein gutes Polster auf den Tabellenkeller zulegen und die nächsten Partien mit einem guten Gefühl und viel Selbstvertrauen angehen.“ Nach dem Abgang von Manuel Roßblatt hat Soethe Probleme bei der Beurteilung der SG Kachtenhausen/Helpup. Dass die Punkte nicht im Vorbeigehen mitgenommen werden können, ist ihm bewusst, hat die Spielgemeinschaft doch gegen die Aufstiegsaspiranten Fortuna Schlangen (0:2) und SuS Pivitsheide (0:1) ansprechende Leistungen angeboten. Der HBM-Coach hofft auf einen guten Einstieg seiner Truppe in die Partie, möchte, dass über eine starke Abwehrarbeit die Basis für den Erfolg gelegt wird. Trotzdem: „Wir werden aber von unserer Grundausrichtung nicht abweichen.“ Besserung gibt es im Personalsektor. Soethe spricht diesbezüglich immer noch von einer „Herausforderung“, die gemeistert werden muss, denn Gökhan Cabuk (verletzt), Pascal Ihmels (krank), Niklas Bohlmann (Studium) und Oliver Dombrowski (Pause eingelegt) fallen weiterhin aus. Housseb Rassil und auch Khabad Derbas fehlen. Im Optimalfall schafft es Niklas Bohlmann sogar, sich von seinem Studienort loszueisen.

SG Kachtenhausen/Helpup-Obmann Pascal Schmale befindet, dass der TuS Horn-Bad Meinberg „eine gefühlte Wundertüte“ darstellt. Auch ihm ist nicht entgangen, dass die Kurstädter dem RSV Hörste beim 7:1-Sieg einen mächtigen Ergebnisschmerz zugefügt haben. „Wir sind gewarnt“, sagt daher auch Schmale, der ankündigt: „Wir wollen es ähnlich wie gegen Schlangen angehen. Tief und kompakt stehen, dem Gegner das Spiel vermiesen und die Spielfreude nehmen.“ Selbst möchte man über „Nadelstiche nach vorne“ zum Erfolg kommen, will den Hausherren die Spielkontrolle überlassen. Hilfreich ist die Erinnerung an das Hinspiel aus dem Vorjahr, als Kachtenhausen/Helpup mit 3:2 siegreich gewesen. Allerdings: Im Rückspiel gab es in Helpup eine deutliche Klatsche. Insbesondere der kleine Wirbelwind Chris Capelle hat die SG-Spieler an den Rand der Bewusstlosigkeit gespielt. Das Ziel: „Wir wollen versuchen, ihn in den Griff zu bekommen. Vielleicht springt etwas Zählbares für uns herum“, so die mögliche Erfolgsmethode vom Tabellenletzten.

Yilmaz Demir ist ab 15.00 Uhr im Waldstadion Bad Meinberg der Spielleiter.

 

FC Fortuna Schlangen vs. TuRa Heiden

(hk). In der deutlichen Favoritenrolle befindet sich der FC Fortuna Schlangen im Heimspiel gegen den TuRa Heiden. Immerhin weist der Tabellenvierte aus Schlangen bei 34 Zählern 17 Punkte Vorsprung auf den Siebten aus Heiden auf. FC-Offensivvirtuose Arne Seehrich erklärt bei Lippe-Kick: „Ich freue mich auf das Wiedersehen mit Toto (Heiden-Coach Thorsten Geffers Anm. d. Red.). Wir hatten in Berlebeck/Heiligenkirchen eine gute Zeit zusammen und der Kontakt besteht weiterhin.“ Keine wissenschaftliche Abhandlung könnte Seehrich nun über den Kontrahenten von der Rotenbergkampfbahn verfassen, spekuliert aber mit folgender Methode des Turn- und Rasensportvereins: „Ich glaube, dass sie versuchen, über den Kampf unser Spiel kaputt machen zu wollen.“ Das Gegenmittel: „Dort müssen wir von Anfang an dagegenhalten, um das Heimspiel für uns zu entscheiden!“ Dass bei der Bewältigung dieser Aufgabe „ein hartes Stück Arbeit“ auf die Fortuna wartet, dessen ist sich Seehrich vollauf bewusst. Die Heimstärke ist aber ein Faustpfand, den man allzu gerne einsetzen möchte. Vor den heimischen Fans sind die Schlänger noch ungeschlagen. „Das“, fühlt sich Seehrich in der Rolle als Serientäter wohl, „soll auch so bleiben. Am besten ohne Punktverlust“, wird er auch noch wählerisch. Coach Uwe Hohnhold kann die beste Formation aufbieten. Einzig die Langzeitverletzten verweilen auch weiterhin im Lazarett.

Alexander Schnüll pfeift diese Begegnung ab 15.00 Uhr auf dem Kunstrasenplatz Rennekamp an.

SuS Pivitsheide vs. SG Hiddesen/Heidenoldendorf

(hk). Die Spannung ist zum Greifen nah. Der Überraschungstabellenführer SuS Pivitsheide, der sich diesen Status mit ganz viel mannschaftlicher Geschlossenheit und auch viel spielerischer Klasse gesichert hat, empfängt die Fohlen-Schmiede der SG Hiddesen/Heidenoldendorf. Die Frage muss erlaubt sein. Sind die jungen Wilden aus Hiddesen/Heidenoldendorf dieser Aufgabe diesmal gewachsen. In Lügde gingen sie unter. Daniel Wichmann gilt als routinierter Zeitgenosse, hat er doch bereits zu Post TSV-Detmold-Zeiten so manche Schlacht auf dem Spielfeld ausgefochten. Er bewertet das, was nun kommt, als Belohnung: „Das sind die Spiele, auf die wir hinarbeiten.“ Voll des Lobes zeigt er sich über die bisherigen Vorstellungen der Gäste, nickt er doch anerkennend, wenn er deutlich macht: „Hiddesen/Heidenoldendorf spielt eine super Serie bislang und überzeugt mit ihrer jungen Mannschaft. Wir wissen natürlich um die Stärken von unserem Gegner und stellen uns darauf ein. Tempofußball, Dribbelstarke Einzelspieler und ein insgesamt funktionierendes Team erwarten uns“, sollte SuS-Trainerfuchs Carsten Skarupke jedoch die richtigen Mittel anwenden, um diese Stärken zu bändigen. Wichmann glaubt, dass in solch einem Spitzenduell vor allem die Kleinigkeiten, auch die Tagesform, für das Pendelausschlagen verantwortlich sind. In der neuen Rolle fühlen sich die Pivitker durchaus wohl: „Wir haben durch die Eroberung der Tabellenspitze eine neue Position eingenommen – sind jetzt die Gejagten. Wir wollen unseren Platz an der Sonne unbedingt verteidigen, so lange wie möglich“, tut die Höhenluft dem SuS Pivitsheide spürbar gut. Mit den Aufgaben ist die SuS-Truppe gewachsen, hat auch komplizierte Hürden erfolgreich genommen. Es ist eine erfreuliche Entwicklung eindeutig erkennbar, zuletzt etwa wurde auf schwierigem Terrain beim TuRa Heiden mit 5:0 triumphiert. Die zuvor so magere Tordifferenz wurde durch diesen Kantersieg spürbar aufgespeckt. Während die Abteilung Attacke im Vergleich mit der Konkurrenz aus Lügde, Schlangen und Hiddesen/Heidenoldendorf sich dezent eher zurückgehalten hat, stand die Defensive stets stabil, gewann man dank viel Disziplin diese Partie. Die elf Gegentore belegen dies eindrucksvoll. „Genau so soll es am Sonntag gerne wieder laufen: hinten nichts zulassen und vorne aus wenigen Chancen viel rausholen.“ Manuel Wichmann muss seine Rot-Sperre absitzen, Ferdinand „Ferdi Fuchs“ Lange hat seine Schulterverletzung auskuriert, könnte gegen seinen Ex-Trainer Markus Rüschenpöhler die Sperrspitze im Pivitker-Angriffsspiel darstellen.

„Als Spitzenreiter zu Hause ist SuS Pivitsheide sicherlich der Favorit“, schiebt SG Hiddesen/Heidenoldendorf-Cheftrainer Markus Rüschenpöhler ganz entspannt dem Gegner zu. Dennoch beweist Rüschenpöhler genügend Sportsgeist, um die vollen drei Punkte anzustreben. Die einfache Ausführung ist ihm zu wenig. Die einfache Tabellenarithmetik ist auch motivierend. Mit einem Auswärtserfolg wäre die Spielgemeinschaft am Nachbarverein vorbeigezogen, könnte sogar die Spitzenposition übernehmen, falls Lügde gegen Heiden patzt. Unterschiede erkennt er im Bereich der Pivitsheider Transferpolitik: „Pivitsheide hat da einen anderen Ansatz. Sie haben sich massiv verstärkt, auch extern aus höherklassigen Ligen. Wir haben keinen einzigen externen Neuzugang, haben nur ein paar Spieler aus der Jugend dazubekommen“, bewertet Rüschenpöhler dies als „zwei unterschiedliche Vorangehensweisen. Die Defensive der Pivitsheider sieht er als „kompakt, zweikampf-, laufstark und diszipliniert.“ Und: „Mit Marcus Alf haben sie seit Jahren mal wieder einen richtigen Top-Mann zwischen den Pfosten.“ Auch dem „Motivationskünstler Carsten Skarupke“ zollt er sein Lob. Die Gäste wollen dieses Spiel aktiv angehen, sich auf ihre fußballerischen Qualitäten verlassen. Dem Spiel möchte man den eigenen Stempel aufdrücken. „Wenn wir eine gute Leistung an den Tag legen, wird das auch für den Spitzenreiter nicht einfach uns zu schlagen“, glaubt Markus Rüschenpöhler. Untereinander kennen sich die Akteure bestens, haben viele doch zusammen agiert, gibt es deshalb nicht viele Geheimnisse. Bei der SG H/H fallen zwei wichtige Akteure aus. Einer ist im Urlaub, der andere hat Verpflichtungen im Studium. Der breite Kader dürfte diese Ausfälle aber kompensieren. „Im Vergleich zum letzten Spiel müssen wir uns deutlich steigern. Gerade im Bereich der Stabilität waren wir etwas löchrig“, mahnt der Gästetrainer an. Defensiv stabil, ein gutes Arbeiten gegen den Ball, dann klappt es auch mit den Toren, das ist die Hoffnung vom Gästecoach. „Wir haben Bock, hoffen auf eine gute Kulisse und ein heißes Match“, verrät Rüschenpöhler abschließend im Lippe-Kick-Gespräch. Man mag den juvenilen Gästen noch zurufen: Behaltet dabei einen kühlen Kopf.

Ersan Ersoy ist der Spielleiter für die Partie auf dem Rasenplatz an der Hebbelstraße.

SuS Lage vs. SF Berlebeck/Heiligenkirchen

(hk). An der Grenze zum Abgrund befindet sich weiterhin SuS Lage, die nur vier Punkte Bonus auf den ersten Abstiegsplatz aufweisen. Lage-Abwehrspieler Manuel Eßer gibt offen zu: „Der Sieg von Berlebeck gegen Lügde hat mich sehr überrascht und von daher sind sie für mich extrem schwer einzuschätzen“, wird er wohl nicht der einzige Zeitgenosse gewesen sein, der zweimal auf das Ergebnis geschaut hat. Erfreulich ist für ihn die eigene Entwicklung, geht Eßer mit seiner Mannschaft folglich auch selbstbewusst in diese Partie gegen die Sportfreunde: „Wir wollen ihnen natürlich unser Spiel aufdrücken!“ Der sorglose Umgang mit den Torchancen, auch die Tatsache, dass die Abwehr nicht immer stabil ist, das sind zwei Punkte, die Eßer die Sorgenfalten auf die Stirn treiben. Positiv: „Stand jetzt ist soweit alles an Bord.“

Gelenkschonend und stimmungsfördernd – dafür steht der Kunstrasenplatz am Werreanger. Dieser Wechsel weg von dem Ascheplatz an der Eichenallee ist ganz nach dem Gusto von Berlebeck/Heiligenkirchen-Obmann Matthias Kuhlmann. Ganz in seinem Sinne wäre es, wenn die Leistung aus dem Lügde-Spiel bestätigt wird. Kuhlmann ordnet richtig ein: „Die drei Punkte von Sonntag haben nur richtiges Gewicht, wenn wir es schaffen, jetzt nachzulegen, dreifach zu punkten“, gibt der eloquente Obmann einen Einblick in die Zielsetzung. Sallan und Grundmann fallen nach der fünften gelben Karte aus. Leo Schlegel und Florian Kersting fallen weiterhin verletzt aus. „SuS Lage läuft unter Wert, haben sie doch individuell gute Spieler. Wenn sie es mannschaftlich geschlossen auf das Feld bringen, ist es eine sehr schwer zu bespielende Truppe“, lässt sich Kuhlmann überraschen, wie sich die Zuckerstädter präsentieren.

Paul Meier pfeift dieses Spiel um 15.00 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in Lage an.

TuS WE Lügde vs. RSV Hörste

(hk). Keine personellen Veränderungen gibt es beim Tabellenzweiten TuS WE Lügde im Vergleich zur 0:1-Niederlage in Heiligenkirchen. Westfälische Eiche-Coach Andreas Hoffmann hat eine klare Erwartung für sein Team: „Ziel ist es natürlich, den Ausrutscher vergessen zu lassen und das Heimspiel zu gewinnen“, klingt dies nach einem Plan. Er kennt seine Mannschaft und glaubt: „Ich gehe davon aus, dass die Mannschaft eine Reaktion zeigen wird.“ Die Westfälische Eiche rechnet mit „tief stehenden Hörstern“, die mit einer ausgesprochenen Kampfstärke ihre Chance nutzen wollen.

Beim Team von Coach Frank Linnemann sieht es sportlich und personell schlecht aus. Zuletzt hat der Aufsteiger nur unzureichend gepunktet. Im Gastspiel in Lügde fehlen Burmeier, Leps und Dick definitiv. RSV-Kicker Kevin Leps befürchtet: „Hinter ganz vielen Spielern steht noch ein großes Fragezeichen.“ Die Maßgabe im Gastspiel beim haushohen Favoriten: „Wir wollen uns einfach gut verkaufen und egal wie auch immer einen Punkt mitnehmen“, könnte dieser auch schmutzig sein.

Alles tanzt nach der Pfeife von Thorsten Pölert, der zum ersten Mal ab 15.00 Uhr in diese bläst.

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