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Kreisliga B2 Lemgo

SV Werl-Aspe II – Glaube an die Aufholjagd

An den Klassenerhalt glaubt der SV Werl-Aspe II auch weiterhin. Bei Lippe-Kick nimmt Marius Grimm Stellung zur bisherigen Saison und erklärt, was ihn optimistisch stimmt.

Aufgeben ist keine Option

 

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Dieser Absturz kommt sehr überraschend für den SV Werl-Aspe II, der in den ersten 17 Partien sieglos geblieben ist. Mit nunmehr acht Punkten  leuchtet immerhin nicht mehr die rote Laterne beim Team von Coach Alexander Ruge. Das jüngste 4:0 beim TuS Ahmsen II ist unfassbar wichtig gewesen für die Moral der vorherigen Serientäter. Zu erwarten ist dieser Niedergang keineswegs gewesen, haben die Asper im Vorjahr doch Rang elf, davor sogar den fünften Platz belegt. Urgestein und Sprachrohr Marius Grimm zeigt sich auch fest davon überzeugt, dass ein Mittelfeld-Rang für seine Mannschaft möglich wäre, weiß aber auch, dass in dieser Saison viel Negatives zusammenkommt.

Von Henning Klefisch

 

Dabei ist die Hoffnung vor der Serie doch gewaltig gewesen. Die Pechmarie hat die Schwarz/Weißen mit voller Wucht getroffen. Das fest eingeplante

S. Krencky

Leader-Trio Viktor Schneider, Jonas Uhlmann und Sascha Krencky war durch schwerere Verletzungen spielunfähig. Dazu kamen Zerrungen, Prellungen und andere Verletzungen, die die Kadergröße verringerten. Grimm schildert: „Dadurch mussten Leute auflaufen, die bereits angeschlagen waren, was der Genesung nicht geholfen hat.“ Auch Urlaube und andere Gründe sind dafür ausschlaggebend gewesen, dass ein vernünftiger Trainingsbetrieb unmöglich war, dies direkten Einfluss auf die Kaderstruktur genommen hat. „Wenn es dann schon nicht läuft, kommt alles so richtig dicke“, klagt Grimm, der fortführt: „Spiele gegen Gegner, die auf Augenhöhe waren, mussten mit einem dünnen, nicht fitten und angeschlagenen Kader bestritten werden. Was leider meist zum Ende der 90 Minuten dann uns die Punkte gekostet hat.“

 

Auf der Suche nach dem Knipser

M. Grimm

In der Vorsaison ist die Asper-Abwehr ein echtes Prunkstück gewesen, hat diese doch frühzeitig den Klassenerhalt gesichert. Durch die Personalnot ist eine wöchentliche Umstellung der Truppe erforderlich gewesen, hat sich der Defensivverbund gegen die gegnerischen Konter nicht immer gewappnet gezeigt. Die jüngsten Ergebnisse haben aber Grimm Mut gemacht, sagt er doch im Lippe-Kick-Gespräch: „In den letzten Spielen hat die Defensive wieder Selbstvertrauen gefunden und gezeigt, dass sie wieder funktioniert.“ Das weiterhin existente Manko: Der Umgang mit den Hochkarätern erwies sich als defizitär. Ein Problem, was bereits in der Vorsaison zu erkennen war. Marius Grimm moniert: „Es fehlt uns ein eiskalter Knipser“, haben sie in Summe doch erst 27 Treffer erzielt. Der Weg ist der richtige, haben die Asper doch zuletzt zweimal Remis gegen den TuS Lockhausen und vor allem gegen den Aufstiegskandidaten BSV Leese gespielt, jeweils 1:1. Dann kam der Lichtblick in Ahmsen. Für Grimm besteht darin ein Indiz, „dass wir uns nicht aufgegeben haben.“ Dennoch: Der Abstand von neun Zählern zum rettenden Ufer ist gewaltig, braucht der SV Werl-Aspe II im neuen Jahr eine echte Serie. Was erschwerend ist: „Auch die Tabellennachbarn haben gute Läufe und punkten. Wir müssen zusehen, dass wir punktreich nach der Winterpause starten, sonst wird es duster im Tabellenkeller für uns.“

 

Der Trend stimmt

Dabei erkennt Grimm durchaus genügend Qualität im eigenen Team, um eine Platzierung im Tabellenmittelfeld zu belegen, hat man zu häufig eigene Aktien in den Spielen gehabt. Auch war es ein Hemmschuh, dass „bei manchen die Einstellung nicht passte.“ Für den Erfolg ist nach seinem Dafürhalten entscheidend: „Um zu gewinnen, braucht man im besten Fall 14 Mann, die alle brennen und füreinander 120 Minuten Volldampf machen können. Das haben wir in der bisherigen Saison nicht gehabt und wir stehen zurecht da unten.“ Grimm gibt sich aber optimistisch, dass seine Spieler den Ernst der Situation erkannt haben: „Ich bin mir aber sicher, dass es alle verstanden haben, wie die Situation war und dass wir mehr investieren müssen, um das zu ändern.“ So hat er in den letzten Wochen erfreut registriert, dass ein Umdenken in seinem Team stattgefunden hat, sich die Asper auf einem ansprechenden Weg befinden. Der Asper-Abwehrspieler frohlockt: „Wenn das Lazarett sich weiter lichtet, die Fitness steigt und wir unsere Abschlussschwäche in den Griff bekommen, steht einer Aufholjagd nichts mehr im Wege!“ Daran wird deutlich: Trotz der bisher bescheidenen Bilanz hat sich das Schlusslicht noch längst nicht aufgegeben.

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