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Hallenfussball

LZ-Cup 2018/2019 – Vorbericht Halle Bad Salzuflen

Neun Mannschaften begeben sich nach Bad Salzuflen in die Halle am Schulzentrum Lohfeld und kämpfen um vier Tickets für die Zwischenrunde.

RSV-Coach Barbarito hält Erwartungen gering

LZ-Cup (ab). Auch in Bad Salzuflen streiten neun Teams um vier Tickets für die weitere Runde. Wie in den anderen Lemgoer Hallen gibt es auch hier eine Fünfer- und eine Vierer-Gruppe, aus der sich jeweils die ersten beiden Teams für die Zwischenrunde qualifizieren.

 

Gruppe 1

TSV Schötmar
SC Bad Salzuflen
TSV Oerlinghausen
TSV Kirchheide
FC Donop/Voßheide

Stadtderby und Bezirksliga-Duell reloaded

(ab). Diese Gruppe hat einige interessante Konstellationen zu bieten. So gibt es das Stadtderby zwischen dem SC Bad Salzuflen und dem TSV Schötmar. Dazu, wie bereits im letzten Jahr, das Spiel zwischen dem SCB und dem TSV Oerlinghausen, bei dem Coach Miron Tadic auf seine ehemalige Mannschaft trifft. Dazu gesellen sich mit dem TSV Kirchheide und dem FC Donop/Voßheide zwei Teams, die durchaus für eine Überraschung gut sind.

„Den Namen Gruppe 1 hat sich diese Auslosung verdient“, findet Schötmar-Schriftführer Yasin Altinsik. „Ein Hammer-Los, da ist man ja fast zum Scheitern gezwungen“, meint er mit einem süffisanten Lächeln. Oder man sorgt für eine Überraschung und kegelt einen der beiden Bezirksligisten raus. Oder vielleicht sogar beide. Denn: „Wie jeder weiß, haben die Hallenmeisterschaften so ihre eigenen Gesetze. Der, der als Favorit gilt, schafft es nicht über die Vorrunde und die vermeintlich Schwachen sind bärenstark.“ Und für Altinsik ist klar: „Wir gehören in der Gruppe nicht zu den Favoriten.“

Die Rolle fällt eher dem SC Bad Salzuflen zu. „Die Jungs haben gut trainiert“, findet der sportliche Leiter Jörg Pundmann, der der Meinung ist, dass der „LZ-Cup wichtig ist, um auf positive Gedanken zu kommen.“ Ziel ist ganz klar, die Vorrunde zu überstehen. Und die Spieler dazu hat die Mannschaft. „Hamo Marhosevic hat schon die Freigabe, ob er am Sonntag schon spielt entscheidet aber der Trainer“, so Pundmann. Grundsätzlich habe „jede Mannschaft vier, fünf gute Hallenkicker.“ So auch der SCB, dazu zählen z.B. Necati Kezer oder auch Stefanos Vasilaras. Das Zeug zum Publikumsliebling hat aber ein anderer: Torhüter Georgios Athanassiadis, sofern er denn spielt. Bei den Bielefelder Stadtmeisterschaften sorgte er regelmäßig für Furore als mitspielender Torhüter und auch Torschütze nach Ausflügen bis weit in die gegnerische Hälfte. Hauptaugenmerk des SC Bad Salzuflen liegt aber „auf die zweite Saisonhälfte. Wichtig ist, dass sich keiner verletzt. Wir werden die Vorrunde deshalb mit Vorsicht genießen.“

Die Gruppe „sehr interessant“ findet Oerlinghausen-Co-Trainer Jan Rüter. „Ich denke, auf Lemgoer Turnierseite die stärkste Gruppe.“ Der TSV, der zuletzt in der Liga mit drei Siegen gegen Top-Fünf-Teams wichtige Punkte geholt hat, hat „richtig Lust auf das Turnier.“ Denn auch Oerlinghausen hat „ein paar richtig gute Hallenzocker dabei.“ Und natürlich ist es der Anspruch des Bezirksligisten, „in die Endrunde zu kommen, das ist für jede Mannschaft, die dabei ist, ein tolles Erlebnis. Dies wollen wir natürlich auch erleben.“ Als größten Konkurrenten und Mitfavoriten in der Gruppe sieht Rüter den SC Bad Salzuflen.

Der LZ-Cup ist für den TSV Kirchheide das einzige Hallenturnier, an dem man teilnehmen wird. „Mit unserem kleinen Kader wäre das auch fahrlässig“, erklärt Coach Andre Plaß. Aber dennoch: „Wie treten am Sonntag an, um in der Endrunde zu landen. Wer möchte das nicht?“ Natürlich nur eine rhetorische Frage. Der Weg dahin, wird allerdings alles andere als leicht, „das sieht man schon an der Vorrunde am Sonntag. Mit Oerlinghausen, Bad Salzuflen und Schötmar haben wir sicher drei technisch gute Mannschaften in der Gruppe. Voßheide wird wahrscheinlich mehr über den Kampf kommen, was man aber auch braucht, um eine Runde weiterzukommen. Wir sind gespannt!“

Als Außenseiter gilt der FC Donop/Voßheide in dieser Gruppe, für Coach Ralf Ackmann aber kein Nachteil: „Die Gruppe ist natürlich nicht die schlechteste, da kannst du nur alles richtig machen und brauchst dich nicht unter Druck setzen.“ So findet Ackmann einerseits, dass man „nicht erwartet, dass du wieder die Zwischenrunde wie letztes Jahr erreichst“, andererseits wäre das aber „eine tolle Sache und jeder Veranstalter würde sich über unsere große Fangemeinde freuen.“ Den endgültigen Kader legt der Coach nach dem Hallentraining am Donnerstag fest, er tendiert aber zu „Jugend forscht mit zwei ´alten Hasen´.“

 

Gruppe 2

FC Union Entrup
RSV Barntrup
SG Bentorf/Hohenhausen
TuS Almena

Machen es die Roten Teufel eindeutig?

(hk). Nach menschlichem Ermessen sollte die Nummer eins der ewigen LZ-Cup-Tabelle, der RSV Barntrup, sich die Butter nicht vom Brot nehmen lassen. Es müsste schon viel schief laufen, wenn die Red Devils den Gang in die Fußball-Hölle antreten müssten und vorzeitig ausscheiden. Auf die feinen Fußballer der SG Bentorf/Hohenhausen sollten sie dennoch Acht geben. Keine epische Hallenhistorie weisen die beiden B-Ligisten FC Union Entrup und der TuS Almena auf. Der Vorteil: Sie können nur überraschen.

Die LZ-Cup-Historie des FC Union Entrup ist nicht gerade von Glanz und Gloria gekennzeichnet. Dies hat auch Einfluss auf die Zielsetzung für diese Spielzeit. Union-Keeper und Obmann Timm Lessow gibt nämlich mit einem Schmunzeln auf den Lippen zu: „Mit den höchsten Ambitionen gehen wir nicht an den Start“, ist für ihn vor allem relevant, dass sich keiner seiner Spieler verletzt, zudem das Element Spaß nicht auf der Strecke bleibt. Den RSV Barntrup und der SG Bentorf/Hohenhausen attestiert er eine gewisse Spielstärke unter dem Hallendach und prognostiziert einen wenig lukrativen Kampf des B-Liga-Duos: „Ich denke, dass Almena mit uns die goldene Ananas ausspielt. Wäre zumindest ein Pokal in diesem Jahr.“ Kritik übt er am Wettbewerb, bemängelt er doch im Lippe-Kick-Gespräch: „Den Spielmodus mit zwei Gruppen gleichzeitig finde ich nach wie vor bescheiden“, kann er diesen Unmut auch mit guten Argumenten untermalen: „Zum einen für die Gesundheit der Spieler auf Grund der Pausen und zum anderen werden sich die meisten Besucher nicht fünf, sechs Stunden Hallenfußball antun, zumindest nicht in der Vorrunde“, sieht dies in der Endrunde im lippischen Handballtempel in Lemgo schon ganz anders aus.

In den letzten zwei, drei Jahren in seiner aktiven Schattenzeit hat der mittlerweile zum RSV Barntrup-Coach aufgerückte Daniel Barbarito den LZ-Cup „eher als lästig empfunden.“ Deshalb gilt nun für ihn die Devise: „Meine Vorfreude ist eher gering.“ Seine Akteure können selbst entscheiden, ob sie mitspielen oder lieber die Zuschauerrolle präferieren. Barbarito kündigt im Lippe-Kick-Gespräch an: „Bis auf vielleicht ein bis zwei Ausnahmen werde ich den Wünschen meiner Spieler auch entsprechen und somit sollten die RSV-Anhänger nicht mit zu großen Erwartungen in den LZ-Cup gehen.“ Mit Blick auf die eigenen Perspektiven gibt Barbarito zu: „Rein von der Auslosung her müssen wir weiterkommen. Aber in der Halle können kleine Unachtsamkeiten schnell zu Gegentoren führen und man rennt einem Rückstand hinterher“, wird ein hohes Maß an Konzentration ausschlaggebend sein. Den Liga-Rivalen aus Bentorf/Hohenhausen zählt er zum härtesten Rivalen. Der LZ-Cup ist stets auch ein schönes Happening unter den Protagonisten bei entspannter Atmosphäre. Daniel Barbarito gibt zu: „Ich persönlich freue mich am meisten auf ein Wiedersehen mit der Torwartlegende aus Almena, Felix „Titan“ Bode. Ein guter Freund, der hoffentlich an dem Tag seinem Spitznamen nicht allzu ernst nimmt und den Ball auch mal vorbeilässt“, hat dies der Namenspatron, Oliver Kahn, zuweilen auch ganz gerne mal gemacht. Das brasilianische Phänomen Ronaldo hat sich etwa beim WM-Finale 2002 dafür ausgiebig bedankt. Die statistischen Werte sprechen eindeutig zu Gunsten der Roten Teufel, rangieren sie doch da an erster Stelle. Trotzdem mahnt er an: „Durch dieses Event ist die Winterpause quasi nicht vorhanden.“ Aus diesem Grund beweist Barbarito ein hohes Maß an Empathie: „Somit kann ich voll und ganz die Spieler verstehen, die nicht unbedingt in der Halle ran wollen. Mir ging es ja selbst auch so als Spieler“, kann er dies mitempfinden. „Ein gewisses Überraschungspotential bleibt daher weiter bestehen“, wird das Weihnachtsfest nicht versaut sein, wenn die Barntruper das Vorrundenaus ereilt.

Den Sprung in die nächste Runde erachtet Bentorf/Hohenhausen-Coach Naki Sevgül grundsätzlich als möglich. Die Barntruper sieht er in der Favoritenrolle, erinnert er sich noch gut an das Liga-Spiel, was „bekanntlich recht knapp“ für die „Roten Teufel“ ausgegangen ist, teilt er Lippe-Kick mit einem Schmunzeln mit. Was seinen Geschmack vollauf befriedigen würde: „Eine Revanche mit einem positiven Ausgang für uns würde mich erfreuen. Aber wie ich sie kenne, läuft es nicht optimal bei ihnen, werden sie die beiden „Mumien“ Gelhaus und Haase auf uns hetzen. Dann wird es eng“, so seine Prognose. Gepaart mit einer angriffslustigen Mannschaft aus Entrup, gesellt sich noch ein Torwächter hinzu, der es Sevgül mächtig angetan hat: „Zudem haben sie mit Timm Lessow einen der besten Fänger, der in der Defensive allein die Spiele entscheiden kann.“ In diesem Duell werden die Tagesform und die Mannschaftseinstellung über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Keine Angaben kann Naki Sevgül über den TuS Almena anstellen, sieht er den Extertaler B-Ligisten zum ersten Mal in dieser Spielzeit. „Hier denke ich, sollten wir unserer Favoritenrolle gerecht werden können. Es sei denn, meine Jungs haben bis zum Aufeinandertreffen immer noch zu ‚wenig Blut im Alkohol.‘ Einige weilen am Vortag auf diversen Feiern und wie ich sie kenne, werden sie dabei „keine Gefangenen nehmen“, wird die Fanta eher mit Schuss konsumiert. Wer einen Niklas Brand aber kennt, weiß, dass er mit etwas Sprit im Tank besser spielt, als die meisten gewöhnlichen Kicker stocknüchtern. Auch Sevgüls Wiedersehensfreude wird gestillt: „Grundsätzlich freue ich mich auf die Spiele, weil neben dem Sport trifft man viele sympathische Weggefährten.“

Die Underdogrolle nimmt der TuS Almena in dieser Hauptrunde allzu gerne an. Auf einige Korsettstangen müssen die Extertaler verzichten, müssen diese doch ihre Wehwehchen auskurieren, weshalb am Sonntag Schonzeit angesagt ist. Almena-Vorstand Christian Brandt sehnt sich nach einem guten Auftritt, wenn er im Lippe-Kick-Gespräch sagt: „Ziel soll es sein, sich in der Gruppe möglichst teuer zu verkaufen.“ Aber Obacht ist das erste Gebot: „Mit dem RSV haben wir in meinen Augen einen der Topfavoriten auf den Titel in der Gruppe. Barntrup spielt in jedem Jahr in der Lipperlandhalle um den Pott, dort sehe ich sie auch im Januar als einen der heißesten Anwärter, da sie eine ganze Reihe an richtig guten Hallenkickern haben“, ist die Wertschätzung für den Nachbarn enorm beim B1-Ligisten.

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