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Kreisliga B1 Lemgo

FC Donop/Voßheide – Mit neuen Gesichtern in die alte Liga?

Gibt es nach einer dreijährigen B-Liga-Periode die Rückkehr in den erlauchten Kreis der A-Klasse für den FC Don/Voß? Die Konkurrenz ist hart, aber die Grundlage wurde geschaffen.

 

Alles ist möglich!

 

Kreisliga B1 Lemgo (hk). Ausgesprochen fleißig waren die Verantwortungsträger vom FC Donop/Voßheide in dieser Sommer-Periode. Klar ist: Die Verzahnung wird noch enger sein zwischen den beiden Seniorenteams aus der B1 Lemgo, die unterschiedliche Ziele verfolgen. Die Reserve strebt den Klassenverbleib an, die Erstvertretung möchte Höhenluft schnuppern. Es entstehen Veränderungen im Coaching-Sektor. In der Zweiten werden die Kicker Julius Herzog und Nikolas Marek als gleichberechtigtes Trainer-Duo fungieren. Sebastian Milde steht weiterhin als Kapitän auf der Kommandobrücke der Ersten. Insgesamt begrüßt der FC sieben Neuzugänge, die den Konkurrenzkampf mächtig anheizen sollen – hoffentlich auch werden. Was klar ist: Im Aufstiegsrennen möchte man nicht auf dem Beifahrersitz Platz nehmen, sondern mit beiden Händen am Steuer den Schalthebel bedienen.

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Von Henning Klefisch

 

Oben links: Die Trainer Julius Herzog (links im blauen Polo-Shirt) und Nikolas Marek (rechts), beides auch Spieler im B-Team. Vordere Reihe: Von links – Robin Kemena, Tobias Rischer, Jonas Neumann, Jan-Hendrik Bergmann,

Der verlorene Sohn gibt sein Comeback. Die Rede ist von Robin Kemena, der nach seinem Wirken beim A Lemgo-Spitzenteam TuS Asemissen zu seinem Heimat- und Herzensverein zurückkehrt. Kemena ist ein spielstarker, technisch feiner Kicker, dessen unwiderstehliche Klasse sich am Ende in Toren ergießen soll. Das Eigengewächs ist ein Instinktfußballer, weiß, wo die Kiste steht, ist ein schwer zu kontrollierender Brandherd für die gegnerische Abwehr. Vom Detmolder C-Ligisten SG Klüt/Wahmbeck hat Tobias Rischer den Weg zu den Blau-Weißen gefunden. Der sportliche Leiter Michael Wenke offeriert: „Er hat bei uns die Möglichkeit, sein Können eine Klasse höher zu zeigen. Das vorgestellte Konzept, sein Ehrgeiz und die ersten Eindrücke beim Probetraining haben ihn überzeugt, diesen Schritt zu gehen“, sammelt Rischer neue Erfahrungswerte im FuL-Kreis Lemgo. Diese frischen Erlebnisse teilt Jonas Neumann mit ihm, der vom Detmolder B-Ligisten SV HW Falkenhagen zum FC gelotst wurde. Neumann ist ein Arbeitskollege von Wenke, in Lemgo wohnhaft. „Auch ihn hat unser Konzept überzeugt und er hat sich sofort im ersten Training willkommen gefühlt“, wird die Integration sehr großgeschrieben bei dem zwei Ortschaften-Verein – zwischen Lemgo, Dörentrup und Blomberg beheimatet.

 

Taugt Herzog zum Senkrechtstarter?

 

Nur äußerst sparsam durfte Jan-Hendrik Bergmann sein Können unter Beweis stellen. Vor einem halben Jahr wurde er vom Ligakonkurrenten FC Unteres Kalletal verpflichtet, hat einzig bei der 2:3-Niederlage beim RSV Barntrup II mitgewirkt. Das gleiche Schicksal ereilte Christian Pörtner, der vom FC Union Entrup kam. Vom BSV Leese stößt Felix Bierhenke wieder zu Don/Voß. Nach den A-Junioren hat Max Herzog ein Sabbatical eingelegt, greift nun voller Tatendrang im Seniorenbetrieb an. Vielleicht ist er der Senkrechtstarter in der neuen Serie. Auch im Betreuer-Bereich darf der Tabellensiebte aus der abgelaufenen B1 Lemgo-Serie einen Neuzugang vermelden. Für Milde ist es ein Altbekannter, hat er zusammen mit Kai Adolf doch beim SV Wüsten gewirkt. Adolf tritt in die großen Fußstapfen einer Vereinsikone wie Andreas „Waschi“ Waschmann, „bei dem wir uns auch an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich für seine Arbeit bedanken möchten!“, so Wenke im Lippe-Kick-Gespräch. Eine konkrete Stärken-Schwächen-Analyse möchte Milde nicht vornehmen, ist ihm die Integration in das bestehende Mannschaftsgefüge wichtig, auch der stabilisierende Zusammenhalt. Dass alle Neuerwerbungen als Verstärkungen ins Gewicht fallen, das versichert er guten Gewissens bei Lippe-Kick. Ob jedoch auch sämtliche Neuen in seiner ersten Mannschaft künftig kicken, dafür möchte er seine Hand nicht ins Feuer legen. Am folgenden Mittwoch wird gegen den TuS Brake getestet. Danach gibt er seine 21 Auserwählten für den Kader bekannt.

 

Ballarbeit ist für Milde extrem wichtig

 

Drei Themenkomplexe genießen allergrößte Wertschätzung beim FC in der laufenden Vorbereitung, die mit drei wöchentlichen Übungseinheiten bestückt ist. Dienstag und Mittwoch stehen die Basiselemente auf der Tagesordnung, sind neben dem Passspiel, auch Standard- und Torschusssituationen, ebenfalls Fitness-Einheiten auf dem Übungsplan. Freitag genießt der reine Fußball Hochkonjunktur, auch mit Blick auf die taktischen Feinheiten. Ballfreund Milde unterstreicht: „Bei allen Einheiten ist natürlich der Ball dabei.“ Eine stupide Konditionsbolzerei, in der das Objekt der Begierde nur in der Gedankenwelt vorkommt, das lehnt er rigoros ab. Sukzessive soll die fußballerische Qualität nach der nervtötenden Zwangspause Verbesserung erfahren. Mehr Flexibilität in den Systemen, ein Hauch mehr Unberechenbarkeit, das ist ihm wichtig, werden zwei Spiel-Formationen derzeit geprobt, in den Testspielen ebenso schnell angewendet. „Mir ist es wichtig, dass wir jedes Training den Ball dabei haben und auch Einheiten wie freitags ausschließlich Fußball spielen, dies aber taktisch bezogen. Auch in der Saison bereiten wir uns dann freitags ganz genau auf Sonntag vor, um uns so gut wie möglich auf den Gegner einzustellen. Aber natürlich versuchen wir, unser Spiel zu machen und uns nicht dem Gegner anzupassen“, ist dies auch ein Symbol von Selbstbewusstsein.

 

Die Champions-League-Ränge als Wunsch-Ziel

 

Sebastian Milde

Mannschaftsintern sind Ziele erst besprochen, dann festgelegt worden. Während der Corona-Pause suchte Milde gezielt das Gespräch mit seinem Team, um individuell abzusprechen, welche Marschroute verfolgt wird. Das ambitionierte Resultat: „Bei 90 Prozent kam Top 3 bis 4 heraus“, möchten die Königsblauen also in den Champions League-Rängen der B1 Lemgo im Schlussfinish einlaufen. „Ich denke, das ist schon ambitioniert, aber machbar.“ Während der Winterpause möchte der FC sich anschauen, auf welchem Tabellenplatz er einläuft, „und uns dann wieder ein Ziel setzen.“ Die Trainingsintensität wie Begeisterung ist groß beim langjährigen A-Ligisten, freut sich der FC-Coach über durchschnittlich 20 Akteure, die das Trainingsfeld bevölkern. Für ihn bedeutet dies eine absolute Wohltat. Weil: „Nur so kannst du auch vernünftig dich auf eine Saison vorbereiten.“ Auch das Miteinander steht für den leidenschaftlichen Ex-Team-Lemgo-Auswahltrainer ganz weit oben in seiner Prioritätenliste, verkündet er mit hochgekrempelten Ärmeln im lippischen Fußball-Medium seines Vertrauens: „Wir pflegen jetzt schon einen engen Austausch.“

 

„Ergebnisse der Testspiele sind Nebensache.“

 

Gekickt hat das neu zusammengestellte Team auch schon, gab es gegen den B2-Ligisten aus Lemgo ein 3:3-Remis, mit Toren von Simon Pelz (Bild links), Christian Pörtner und Armand Behluli für den FC in der heimischen Passadekampfbahn. Milde verdeutlicht: „Die Ergebnisse der Testspiele sind Nebensache. Wir wollen unsere Taktik auf den Platz bekommen und wenn wir dann mal verlieren, ist das überhaupt nicht schlimm“, bringen Testspiele nur Erkenntnisse, aber keine Punkte. Es folgen Freundschaftsspiele am 12.08. gegen den Lemgoer A-Ligisten TuS Brake, am 16.08. gegen den B-Liga-Neuling TuS RW Grastrup/Retzen II und am 23.08. gegen den B2-Liga-Vertreter TSG Holzhausen/Sylbach, ehe es ab dem 27. August 2020 voll zur Sache geht. Dann steht die erste Kreispokal-Runde gegen den B2-Liga-Vertreter Yunus Lemgo auf dem Programm, winkt nur drei Tage später in der nächsten Runde das A-Liga-Spitzenteam TuS Leopoldshöhe.

 

„Wichtig, Jungs zum FC zu holen, die zu uns passen.“

 

Der Baumeister von diesem spannenden Kader, Michael Wenke (Bild rechts), erklärt die Intention, die er bei dieser Personalauswahl getroffen hat: „Uns war es wichtig, Jungs zum FC zu holen, die zu uns passen. Nach den ersten Wochen der Zusammenarbeit sind wir überzeugt davon, dass uns das ganz ordentlich gelungen ist.“ Ein weiteres Indiz: „Auch bei den Rückkehrern zeigt sich, dass die FC-Familie, zu jedem Einzelnen bestand immer Kontakt, eine besondere ist!“ Auffällig ist, wie „MW“ mit viel Akribie, Leidenschaft und Sachverstand die Kaderauswahl betrieb, um die bestmögliche Lösung für den FC Donop/Voßheide herbeizuführen. So hat er seit Sommer 2019 immerhin drei neue Trainer und sieben neue Spieler aus dem Hut gezaubert, gesellte sich ab März 2020 auch noch die schlimme Corona-Pandemie hinzu. FC-Betreuer Dirk Wenke preist die Performance von seinem Bruder in den höchsten Tönen an: „Es wurden wieder viele Stunden von ihm investiert – mit der Ausarbeitung des Hygienekonzepts für unsere Sportstätten und die mögliche Wiederaufnahme des Trainings- und Spielbetriebs“, hat Wenke viel Zeit und Nerven für seinen Herzensverein investiert. Mal sehen, welches Reinvestment seine Spieler nun zeigen. Vielleicht ist ja ab sofort die Lieferzeit angebrochen, spekuliert Lippe-Kick schmunzelnd.

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