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Kreisliga A Detmold

BSV Müssen – Gut angekommen in neuen Gefilden

Schnell gelernt hat der BSV Müssen in neuer Umgebung. Lippe-Kick schaut sich die bisherige Saison etwas präziser an.

Fortsetzung vom Entwicklungsprozess

Kreisliga A Detmold (hk). Et voilà, der BSV Müssen ist mittendrin statt nur dabei in der Erlebniswelt A Detmold. Acht quälend lange Jahre musste der populäre Verein aus dem Lagenser Speckgürtel darauf warten. In der Startphase war es ein recht holpriger Marsch für den Aufsteiger, der sich zuweilen sehr blauäugig anstellte. Das Klaffen zwischen Leistung und Ertrag war besorgniserregend, weshalb der Dreierpack zum Auftakt in Gänze verloren wurde. In den folgenden sechs Partien futterten sie sich etwas Punktespeck an. Die jungen Wilden lernten schnell, wie zehn Punkte nach neun Partien eindrucksvoll unterstreichen. Das Trainerteam Jan Brinkmann und Tobias Brokmann seufzt voller Erleichterung im Gleichklang, sind es immerhin fünf Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang, wo Fortuna Schlangen steht.

 

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Von Henning Klefisch

 

Als „etwas schwierig“ ordnet BSV Co-Trainer Tobias Brokmann die erste Saisonphase ein. Zum Ice-Breaker taugte der furiose 4:1-Erfolg in der vierten Runde gegen den TuS Horn-Bad Meinberg. Dieser erste Saisonsieg diente nämlich als Startrampe für eine wahre Erfolgswelle. Es schlossen sich der Sieg gegen die FSV Pivitsheide (5:1) und die Remis-Exzesse gegen SuS Pivitsheide (0:0), SC Türkgücü Detmold (1:1), TuS Eichholz/Remmighausen (5:5) und CSL Detmold (2:2) an. Niemals verzagen, weiter an sich glauben, das war das Erfolgs-Mantra für den Ballspielverein, der einige Barrieren aus dem Weg räumen musste. Brokmann bekräftigt: „Die Situation als Aufsteiger war nicht ganz so einfach für uns. Man kommt mit dem Rückenwind in eine neue Liga und spielt die ersten Spiele ganz gut mit und holt dann nichts.“ Daher ist es nur umso entscheidender, keinen effekthaschenden Aktionismus zu betreiben. „Hier darf man nicht anfangen, an seinem eingeschlagenen Weg zu zweifeln. Das ist uns ganz gut gelungen“, sollte man hier keineswegs das Gegenteil behaupten.

 

Brokmann hofft auf Sammeln von Erfahrungswerten

 

Unterschiede zwischen dem Unter- und dem Oberhaus sind nicht von der Hand zu weisen. Der 31-Jährige bestätigt den Stolperstart, liefert zugleich eine Begründung hinterher: „Die ersten Spiele mussten wir teilweise Lehrgeld zahlen. Die Kreisliga A ist natürlich spielstärker als die Kreisliga B. Dies war für uns nicht das Problem, da wir spielerisch nie Probleme hatten. In diesem Bereich konnten wir immer ganz gut mithalten.“ Woran hat es denn gehapert? „Unser Problem lag in der Cleverness, die manche Spieler und Mannschaften besitzen. Das sind Sachen, die kannst du nicht trainieren, das ist Erfahrung. Die fehlt uns an der einen oder anderen Stelle“, sei daher doch jedes einzelne Spiel im Detmolder Kreisoberhaus unveräußerlich. Der Eingewöhnungsprozess ist längst abgeschlossen, wenn auch zuletzt allerdings in der Liga nur dreimal in Folge eine Punkteteilung dabei heraussprang. Für die Müssener genießt eindeutig der Klassenerhalt allerhöchste Wertschätzung, soll zugleich der nächste Entwicklungsschritt folgen. In der B-Klasse mussten die spielstarken Müssener tief stehende Abwehrformationen bearbeiten, während die spielerische Note in der fußballerisch besseren A-Klasse mehr zur Geltung kommt.

 

Nach der Derby-Pleite lief es

 

Wir werden etwas konkreter. Das Büßergewand sollten die Müssener nicht voreilig überstreifen, denn der Start war vor allem ergebnistechnisch enttäuschend. Die Leistung stimmte meist. Vor allem der Auftakt mit dem 0:1 gegen den Blomberger SV war „natürlich grandios“, findet Brokmann. Die Nelkenstädter zockten gescheiter, abgeklärter. Ein echter Stimmungsdämpfer war die 1:3-Niederlage beim Post TSV Detmold II, „wo wir nie die notwendigen Tugenden an den Tag gelegt haben. Man merkt hier einfach, dass man immer alles geben muss und ein paar Prozent weniger nicht ausreichen“, so lautet die Erkenntnis vom Familienvater, der aus solchen Partien den nötigen Nutzen ziehen möchte. Regelrecht überboten im Umgang mit den Torchancen hat sich der wackere Aufsteiger bei der unglücklichen 2:3-Derby-Niederlage beim TuRa Heiden. Danach wurde ausschließlich gepunktet, zudem im Kreispokal der Ligakonkurrent FSV Pivitsheide mit einem 3:1 aus dem Wettbewerb eliminiert.

 

Planung von Zoom-Einheiten

 

Am Ende kam die erneute Corona-Pause nicht überraschend. Die Entscheidung war unveränderbar und ist die einzig richtige. Nun ist der Wunsch groß, dass der eine oder andere angeschlagene Akteur im kommenden Jahr die nötige Wettkampf-Fitness erlangt. Damit alle Kicker athletisch und sportlich bleiben, stehen regelmäßige Laufeinheiten auf dem Programm. Diese werden in Zweier-Teams absolviert. Das Trainerteam gibt den Spielern Aufgaben, wie Kilometerangaben oder Intervall-Posten. Man geht mit der Zeit, erklärt Tobias Brokmann via Lippe-Kick: „Ziel im nächsten Jahr sollen noch die eine oder andere Zoom-Einheit werden, wo die Jungs in einer Live-Schaltung Stabilitäts- und Kraftübungen machen sollen.“ Er pustet tief durch: „Die Situation ist momentan einfach doof für alle Mannschaften, da man nicht weiß, wann und wie es annähernd weitergeht. Aber hier ist die Hauptsache, diszipliniert zu sein und sich und andere schützen. Da ist Fußball wirklich Nebensache“, ist dies zumindest für die lippischen Fußballer der Fall.

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