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Kreisliga C2 Lemgo

TuS Brake III – Echter Achterbahnfußball

Das hohe Maß an Unberechenbarkeit verkörpert die Drittvertretung vom TuS Brake in dieser Spielzeit. Lippe-Kick nimmt den Lemgoer C1-Ligisten unter die Lupe und hat deshalb mit Coach Björn Menze gesprochen.

Menzes Traum von der B-Liga

 

Kreisliga C1 Lemgo (hk). Vielleicht sollte man rund um das Walkenfeld auf die Idee kommen, eine Unterhaltungssteuer einzuführen. Langweilig wird es bei den Spielen des TuS Brake III nämlich meist nie. Man schaue sich doch nur einmal den furiosen 5:4-Heimsieg über den RSV Schwelentrup etwas konkreter an. Unentschieden sind verpönt bei den Walkenfeld-Jungs, die nach je drei Siegen und drei Niederlagen an sechster Position stehen. Die Aufstiegs-Play-Offs sind bei gerade einmal drei Punkten Rückstand auf Platz vier und somit auch die SG Lüdenhausen/Talle/Westorf II in Sichtweite. Doch die Frage bleibt: Wann und wie geht es überhaupt weiter?

 

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Von Henning Klefisch

 

Björn Menze

Natürlich nervt diese abermalige Corona-Pause gewaltig. Doch sie ist alternativlos. Ende Oktober 2020 ist die gerade in Fahrt gekommene Spielzeit wieder jäh gestoppt worden. Brake III-Coach Björn Menze betont: „Durch diese schwere Zeit müssen wir jetzt alle durch“, bleibt eben auch nichts anderes übrig. Mit der bisher gezeigten Performance nach sechs Partien zeigt sich Menze mehr als einverstanden. Der eine oder andere Punktverlust, er meint wohl vor allem die knappen Niederlagen gegen die Aufstiegs-Aspiranten TuS Almena (1:2) und SG Bega/Humfeld II (2:3), hätten aus seiner Sicht nicht sein müssen, „aber sonst ist es schon okay“, möchte er sich jetzt nicht aus Scham gleich einbuddeln. Mit Ozan Copur von Yunus Lemgo, Özcan Ergün vom TBV Lemgo III und Huzeyfe Keles vom SV Türksport Bünde kam ein neues Trio zum Traditionsverein aus dem Herzen der Hansestadt. Der Kader wurde gezielt aufgemotzt. „Unsere Neuzugänge entwickeln sich echt super. Sie haben sich prächtig im Team integriert und man denkt, dass sie schon Jahre lang bei mir spielen würden”, freut sich Menze. Die Neuerwerbungen bewähren sich in einer Spielklasse, die nach Menzes Einschätzung eine Niveau-Steigerung erfahren hat. Trotzdem bleibt die Drittvertretung standhaft. Es wird schließlich eine Vision verfolgt: „Ich habe schon einmal zu meinen Jungs gesagt: Ich möchte nur einmal Kreisliga B spielen. Wann und wo das passiert, kann ich nicht sagen. Ob in ein, zwei, drei, vier oder sogar erst in zehn Jahren. Das bleibt offen, aber ich hoffe, dass ich noch so lange durchhalte.“ Wer Björn Menze kennt, weiß, dass er alles dafür tun wird, seinem persönlichen Ziel den Traumcharakter zu nehmen, es in ein realistisches Gewand zu verpacken.

 

„Gute Fußballer können auf jedem Platz spielen.“

 

Man benötigt keine prophetische Fähigkeit, keine Spökenkieker-Gabe oder gar ein Psychologie-Studium, um leicht zu erkennen, dass der emotionale Menze keiner für den diplomatischen Dienst ist. Oft werden die Brake III-Matches sehr hitzig, da Menze die Messlatte für seine Jungs sehr hoch hängt. Die Motivation ist enorm, weshalb die Emotionen in das Spiel transportiert werden. Eine Partie ist unvergesslich. Es ist der vierte Spieltag gegen besagte Schwelentruper. „Zu Hause lagen wir bis zur 60. Minute mit 1:4 zurück und haben dann das Ding noch mit 5:4 gewonnen. Das war ein echt hitziges, aber auch ein richtig gutes Fußballspiel von beiden Mannschaften.“ Seit Herbst 2019 ist der TuS Brake stolzer Besitzer von einem Kunstrasenplatz. Björn Menze hat dazu eine ganz eigene Meinung: „Man spricht immer von Vorteilen oder Nachteilen bei den Truppen, die nur auf Kunstrasen, Rasen oder Hartplatz trainieren. Man sagt immer, die können nicht so gut auf Kunstrasen spielen, aber gute Fußballer können auf jedem Platz spielen“, lehnt er sich mit dieser Aussage nicht zu weit aus dem Fenster. Die Brake III-Jungs sind clevere und vorausschauende Gestalten. So sind die Kicker kurz vor der Corona-Schließung noch schnell ins Fitnessstudio gepilgert, um sich die nötige Fitness anzueignen. Dazu nahmen sie den Wall per pedes, waren auch per Homeoffice sportlich aktiv. Menze betont: „Wir versuchen, uns schon noch irgendwie fit zu halten.“ So wird sein Wunsch wohl von vielen Leidensgenossen geteilt: „Ich hoffe, dass die Saison bald weitergeht und wir wieder Fußball spielen können.“

Stadtwerke Bad Salzuflen

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