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Bezirksliga

Post TSV Detmold – Neuverpflichtung Özmen im Gespräch

Bei den „Junx“ ausgebildet, wird Zalem Özmen beim Post TSV Detmold eine Führungsrolle übernehmen. Dafür werden keine Nostradamus-Skills benötigt. Das sogar mehrfach höherklassig aktive Abwehr-Ass spricht mit Lippe-Kick-Chefreporter Henning Klefisch über seine neue Aufgabe.

 

 

„Mit Post TSV wurde einfach mal Zeit“

Bezirksliga 3 (hk). Was für ein Transfer-Coup vom Post TSV Detmold. Mit dem 25-jährigen Zalem Özmen verpflichtet der Spitzenreiter der Bezirksliga 3 einen echten Leithammel für seinen Defensivbereich. Der in der Jugend vom SV Eintracht Jerxen/Orbke ausgebildete Verteidiger kommt vom Landesligisten Spielvereinigung Bad Pyrmont. Für die ambitionierten Kurstädter bestritt er fünf von acht Partien in der bisherigen Spielzeit, reüssierte der begnadete Stratege dank seiner Ballgewandtheit, Zweikampfstärke und seines Spielwitzes. Gegenüber Lippe-Kick äußert er sich zu seiner neuen Herausforderung und den kommenden Zielen, zu den Gründen für seine Rückkehr nach Fußball-Lippe, und wie die schönste Nebensache der Welt weiterhin reizvoll bleiben soll.7

 

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Von Henning Klefisch

 

Lippe-Kick: Hallo Zalem, du bist ein Kind des Lipperlandes, wurdest in Jerxen/Orbke ausgebildet, kicktest dann auswärtig bei Verl II, Bad Lippspringe, dann in Lemgo, zuletzt in der Landesliga in Bad Pyrmont. Warum gehst du freiwillig eine Spielklasse tiefer zum Bezirksligisten Post TSV Detmold?

Zalem Özmen: „Ich finde, durch den neuen Kunstrasenplatz und die jungen Spieler, hat Post aktuell ein sehr spannendes Projekt in der nahen Umgebung am Laufen. Mit meiner Verlobten werde ich in der nächsten Zeit in unsere eigenen vier Wände ziehen. Daher bleibt leider nicht mehr die Zeit für den hohen Aufwand, den ich in Pyrmont betrieben habe.“

 

Lippe-Kick: TBV Lemgo und noch mehr Eintracht Jerxen/Orbke stehen in einer gesunden Rivalität zur Post-Kutsche. Wie fielen die Reaktionen deiner Ex-Mitspieler bezüglich deines Wechsels aus?

Özmen: „Eigentlich habe ich ja immer gesagt, dass ich nie nach Post wechseln würde. Es gab eigentlich jedes Jahr Gespräche mit Michi (Anm. d. Red. Post TSV-Manager Michael Grundmann). Auch wenn ich schätze, was er für den Post TSV Detmold tut, kam das für mich nie infrage. Natürlich konnten es einige nicht glauben, aber ich denke, es wurde einfach mal Zeit.“

 

Lippe-Kick: Inwiefern hat dir deine Zugehörigkeit beim Futsal-Team Cherusker Detmold den entscheidenden Wink für diesen Wechsel gegeben?

Özmen (Bild links): „Natürlich gab es den Kontakt zu einigen Kollegen, aber selbst das war für die überraschend. Ich habe mit niemandem darüber gesprochen und nach dem ersten Gespräch war für mich die Entscheidung schon klar. Ich freue mich schon auf meine alten Futsal-Kollegen.“

 

 

 

 

 

 

Lippe-Kick: Vor dem erneuten Corona-Lockdown haben die Postler die starke Bezirksliga 3-Staffel angeführt. Welche Ziele verfolgst du mit deinem neuen Verein? Welche Rolle möchtest du beim PTSV besetzen?

Özmen: „Natürlich möchte ich sportlich den Aufstieg in die Landesliga schaffen. Ich denke, Lippe hat es verdient, in der Landesliga vertreten zu sein. Trotzdem muss man erstmal schauen, wie es weitergeht. Aktuell muss man erstmal schauen, wie das Leben nach Corona ist. Allerdings möchte ich auch wieder den Spaß am Fußball wiedergewinnen, der aufgrund vom Futsal ein bisschen in den Hintergrund gerückt ist. Ich möchte dem Verein so gut es geht weiterhelfen, sowohl sportlich wie auch menschlich. Ich möchte für die Jüngeren eine Vorbildfunktion sein und ihnen den Sprung aus dem Junioren- in den Seniorenbereich erleichtern.“

 

Lippe-Kick: Es ist sicherlich etwas schwierig, über sich selbst zu sprechen, doch: Was zeichnet dich aus, in welchen Punkten erkennst du noch Verbesserungsbedarf?

Özmen: „Natürlich ist es schwer, sich selber zu loben. Aber ich denke, ich werde einfach auf dem Platz zeigen, was ich draufhabe.“

 

 

Lippe-Kick: Derzeit klagen so manche Vereine über Spielermangel, über eine Umorientierung von vielen Amateurfußballern. Was kannst du den Unentschlossenen mit auf den Weg geben, doch dem Vereins-Fußball treu zu bleiben?

Özmen: „Die Politik hat es verpasst, für Bedarf zu sorgen. Die alten Plätze wurden nicht mehr renoviert. Die Jugendlichen hatten gar keine Möglichkeit, Fußball zu spielen. Viele haben deshalb das Interesse an Fußball verloren. Ich denke, das ist der Hauptgrund. Wenn man mit Freunden Fußball spielen will, ist jeder zweite Platz gesperrt. Man muss Kilometer weit fahren, um die Möglichkeit zu haben, Fußball zu spielen. Einige Städte wie in Lage fangen damit an, kleine Soccer-Courts zu bauen. Der Zeitpunkt ist etwas spät. Man hätte so etwas vorher machen müssen. Ich denke, dass die Jugendlichen zu bequem geworden sind, gerade weil sie damals die Möglichkeit nicht hatten, Fußball zu spielen. Wenn viele Städte auch solche Möglichkeiten bieten, hoffe ich, dass das Interesse wieder größer wird.“

 

 

Lippe-Kick: Kurz zum Abschluss: Was muss passieren, damit du an Silvester 2021 entspannt auf das abgelaufene Jahr zurückblickst?

Özmen: „Ähnlich wie beim Fußball müssen wir alle an einem Strang ziehen, um Corona keine Chance zu geben.“

 

 

Bild-Quelle: Zalem Özmen.

Fahrschule Duru

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