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Die Saison-Annullierung – Die Reaktionen der potenziellen Aufsteiger

Damit haben alle gerechnet. Dennoch bedeutet das Saison-Aus ohne Wertung nun etwas Endgültiges. Lippe-Kick hat sich bei den Spitzenteams umgehört.

 

 

„Mir fehlt die Perspektive!“

 

Allgemein (hk). Als Potz-Blitz-Schlagzeile kam diese Nachricht beileibe nicht daher. Die News ist gar nicht so neu. Die Meisterschaftssaison 2020/21 wird annulliert. Somit gibt es keine Aufsteiger. Die Ligen bleiben inhaltlich identisch. Das Verständnis ist angesichts der Lage enorm, doch die Enttäuschung bei einigen aussichtsreich in Führung liegenden Teams ebenso. Klar, es ist gerade einmal ein Viertel der Saison absolviert, doch bei einigen Tabellenführern war die Dominanz so groß. Man gewann den Eindruck, nur noch eine Pandemie konnte einen Strich durch die Aufstiegsrechnung machen. Lippe-Kick hat sich bei den Klassenstrebern mal so umgehört. Alle eint die Hoffnung, dass die Pandemie möglichst schnell gebändigt wird, um sorgenfrei Fußball spielen zu können.

 

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Von Henning Klefisch & André Bell

 

Post TSV Detmold, Tabellenführer der Bezirksliga 3. Bisherige Bilanz: Sieben Spiele, 21 Punkte, 19:8 Tore.

 

Andre Patscha (Bild links), Cheftrainer: „Es war abzusehen, aber für uns besonders bitter! Wir waren gut drauf und haben alles gewonnen. Das hätte unser Jahr werden können! Aber so ist es nun und ich hoffe, dass sich die Situation bald ändert und wir wieder auf den Platz dürfen. Vieles geht verloren, gerade bei der jüngeren Generation, und es gibt gute Konzepte, um das hoffentlich bald möglich zu machen.“

 

Blomberger SV, Tabellenführer der Kreisliga A Detmold. Bisherige Bilanz: Neun Spiele, 23 Punkte, 28:4 Tore.

 

Mike Winkler, Teil des Trainerteams (Bild rechts): „Es war ja im Grunde abzusehen und für die Corona-Situation kann niemand etwas. Dennoch ist nach der erneut verpassten Möglichkeit aufzusteigen die Enttäuschung groß. Leid tut es mir insbesondere für die Jungs, die zum zweiten Mal in diesen “sauren Apfel” beißen müssen.

Ob man das in der nächsten Serie wiederholen kann, wird sich zeigen beziehungsweise wird man sehen, welcher „Apfel“ dann kommt. Und zur Entscheidung gibt es natürlich keine Alternative, die Gesundheit aller geht vor.

 

TuS Leopoldshöhe, Tabellenführer der Kreisliga A Lemgo. Bisherige Bilanz: Zehn Spiele, 24 Punkte, 28:7 Tore.

 

Spielertrainer Jan Plöger (Bild links): „Für uns ist das natürlich mehr als bitter. Andere Mannschaften freuen sich über den zweiten Klassenerhalt in Folge mit insgesamt vier Siegen in zwei Saisons, um es überspitzt zu sagen. Ich denke, zur neuen Saison wird viel Aufbauarbeit – gerade im mentalen Bereich – nötig sein. Sind wir ehrlich, wer hat denn noch Lust, sich zu quälen, um eine gute Saisonvorbereitung hinzulegen? Nur damit im nächsten Winter, in dem wir als Gesellschaft bei unserer blitzartigen Impf-Strategie immer noch nicht durchgeimpft sein werden, wieder einer Saison-Annullierung ins Auge blicken müssen? Mir fehlt die Perspektive. Wenn man Berichte liest, in denen ganz klar belegt ist, dass an der frischen Luft die Ansteckungsgefahr minimal ist, fehlt mir auch ganz klar das Verständnis. Ich freue mich einfach auf den Tag, wo wir uns alle wieder auf den Plätzen in Lippe sehen. Bleibt gesund! Und Super League: Nein danke!“

 

SG Istrup/Brüntrup, Tabellenführer der Kreisliga B Detmold. Bisherige Bilanz: Acht Spiele, 21 Punkte, 28:2 Tore.

 

Keeper Andre Georg (Bild links): „Ohne Frage ist die Entscheidung, wenn man da oben steht, definitiv ärgerlich. Nichtsdestotrotz sind wir noch nicht fest aufgestiegen. In den fünf Spielen, die man in der Hinrunde noch hätte spielen müssen, hätte noch alles passieren können. Trotzdem hätte es sich jeder Einzelne gewünscht, das Ganze irgendwie positiv zu gestalten und zu Ende zu bringen.

Ob ich das richtig finde, ist schwer zu sagen. Ich bin generell der Meinung, dass die Gesundheit und das Wohlergehen aller Menschen und nicht die Bedürfnisse einer Gruppierung wie uns vor allem anderen stehen. Dennoch bin ich ein wenig zwiegespalten. Ich bin ein großer Fußballfan – jedoch ist irgendwo eine Grenze, wo auch ich sage, dass irgendwann einfach genug ist. Im Profifußball einigen sich die Vereine und Verantwortlichen darauf, ein Champions League-Spiel in Ungarn auf neutralem Boden auszutragen, um die Einreiseverbote zwischen den Ländern wie in dem Fall Deutschland und England zu umgehen, während dort, wo das Spiel letztlich stattgefunden hat, ein Inzidenzwert von über 600 vorlag. Da passt das Verhältnis nicht mehr. Es würde für uns genug Möglichkeiten geben, zumindest den Trainingsbetrieb aufzunehmen, ohne Körperkontakt, ohne Umziehen in einer Kabine vor und nach dem Training usw. Stattdessen wird es uns untersagt. Auch wenn dort im Profifußball viele Arbeitsplätze innerhalb der Vereine dranhängen, ist das in Summe nur ein Bruchteil der Menge, die selbstständige Einzelhändler oder Besitzer eines Restaurants sind und seit langer Zeit schließen mussten beziehungsweise müssen. Und da passt das Verhältnis meiner Meinung nach einfach nicht. Trotzdem gibt es wichtigere Dinge als Fußball. Von daher ist es absolut in Ordnung, dass die Saison annulliert wurde.

Eine andere Option gibt es, glaube ich, gar nicht mehr zu diesem Zeitpunkt. Schließlich hätte jede Mannschaft erstmal Zeit für eine Vorbereitung gebraucht. Da würde man dann schon in Zeitdruck geraten. Außerdem muss man auch auf andere Ligen blicken. Bei uns in der Kreisliga B sind es nur noch fünf, sechs Spiele bis zum Abschluss der Hinrunde. Bei anderen sind es teilweise aber acht, neun Spiele, die sie noch hätten machen müssen. Deshalb muss man da schon einheitlich bleiben. Ich denke, im Fokus sollte sowieso erstmal stehen, gemeinsam irgendwie und schnellstmöglich diese Pandemie zu überwinden.“

 

FC Augustdorf II, Tabellenzweiter der Kreisliga B Detmold. Bisherige Bilanz: Acht Spiele, 19 Punkte, 24:7 Tore.

 

Co-Trainer Björn Wirtz (Bild rechts): „Ich denke, für uns ist es echt bitter. Die Männer haben eine super Saison  bisher gespielt, stehen zu Recht oben und werden am Ende des Tages leider nicht für die gezeigte Leistung belohnt. Zumal es nur noch vier Spiele gewesen wären, damit die Saison gewertet werden kann.
Die Entwicklung speziell in den letzten Wochen zeigt allerdings, dass ein geplantes Weiterspielen der Saison leider nicht möglich ist. Für jede Entscheidungsvariante gibt es „Pro & Contra“ und daher ist es mit Sicherheit sehr schwierig, die richtige Entscheidung für alle zu treffen.

Wir alle können nur hoffen, dass wir zumindest bald in einen lockeren Trainingsbetrieb einsteigen können. Man muss schon sagen, das runde Leder auf dem frisch gemähten Grün fehlt schon ein wenig. In dem Sinne bedanke ich mich bei der ganzen Mannschaft und hoffe, dass wir in der nächsten Saison, die wir hoffentlich dann auch zu Ende spielen können, genauso motiviert und erfolgreich angreifen können.“

 

SC Extertal, Tabellenführer der Kreisliga B1 Lemgo. Bisherige Bilanz: Zehn Spiele, 24 Punkte, 31:8 Tore.

 

Coach Christian Ziereis (Bild links): „Sicher sind wir Tabellenführer, aber da stellt sich dann auch die Frage, ist das richtig, dass man nach 15 Spielen aufsteigen darf? Kann ich mich dann darüber freuen? Ich denke nicht. Wenn ich aufsteige, will ich über eine ganze Saison zeigen, dass wir das auch verdient haben. Daher ist es gut, dass es keine Wertung gibt.

Aber die andere Frage ist doch, muss wirklich der Freiluftsport so lange pausieren? Jetzt soll es noch bis Ende Juni durchgezogen werden. Ich persönlich finde das nicht richtig. Zum Glück dürfen die Kinder wieder trainieren, da ist nur die Frage, wie lange noch, bis sie wieder eingesperrt werden.“

 

 

TSV Schötmar, Tabellenführer der Kreisliga B2 Lemgo. Bisherige Bilanz: Neun Spiele, 27 Punkte, 69:5 Tore.

 

Präsident Ersan Dargecit (Bild links): „Also die Annullierung ist grundsätzlich schon nachvollziehbar, denn es wurden nicht einmal 30 Prozent der Spiele absolviert. Ob es fair ist, darüber lässt sich streiten. In manchen Fällen ja, in manchen Fällen nicht. In vielen Ligen gibt es Vereine, die nur mit ein bis zwei oder sogar mit gar keinem Punkt eigentlich schon als Absteiger in vielen Köpfen feststanden. Für diese Vereine ist diese Entscheidung natürlich wie ein Sechser im Lotto. Wir fallen ja nochmal in eine ganz andere Kategorie. Machen wir uns nichts vor, uns wurde mit dieser Entscheidung ganz klar die Meisterschaft aberkannt und der Aufstieg verwehrt. In unserem Fall hat man ja nicht nur uns, sondern der ganzen Liga geschadet. Wir haben es ja auch mitbekommen, dass viele Mannschaften keinen Bock hatten, gegen uns zu spielen, oder, dass ausgerechnet vor unserem Spiel einige Spieler des Gegners im Urlaub waren, auf Geburtstage eingeladen waren. Wir waren diese Saison bisher komplett unterfordert, meine Spieler wurden kaum bis gar nicht gefordert. Es hat im Grunde wenig Spaß für die ganze Liga gemacht und das wird jetzt noch eine Saison so laufen. Vielleicht hätte man individuell auf die Ligen eingehen können. Aber im Grunde hätte man es eh nicht jedem recht machen können.“

 

Spvg Hagen-Hardissen, Tabellenführer der Kreisliga C1 Detmold. Bisherige Bilanz: Acht Spiele, 24 Punkte, 61:4 Tore.

 

Spieler Julian Krein (Bild links): „Natürlich ist es ärgerlich für uns, aber wir können die Entscheidung zu 100 Prozent nachvollziehen und halten sie, mit Blick auf die Gesamtsituation, für richtig. Es ist gut, dass jetzt für alle Beteiligten Klarheit herrscht und man nun einen Haken an diese Saison machen kann und mit vollem Elan , – sofern es hoffentlich bald wieder möglich sein wird, gemeinsam als Team und nicht nur individuell – der neuen Saison widmen und dort den Platz an der Sonne wieder einnehmen.“

 

TuS Almena, Tabellenführer der Kreisliga C1 Lemgo. Bisherige Bilanz: Sechs Spiele, 16 Punkte, 23:3 Tore.

 

Cheftrainer Alexander Hoffmann (Bild rechts): „Wir sind froh, dass es endlich eine Aussage gibt. Diese Ungewissheit: Geht es noch mal los? Oder doch nicht? Die Entscheidung ist jetzt natürlich zu akzeptieren, auch wenn es uns schwerfällt, da wir die Situation vom Platz an der Sonne aus beobachtet haben. Ich hoffe, dass die Zeit bis zum Trainingsbeginn nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt. Denn viel schlimmer als der Saisonabbruch ist für mich, dass ich meine Jungs nicht mehr sehen kann und dass wir als Mannschaft derzeit nur Kontakt über WhatsApp halten. Wir hoffen natürlich, dass wir uns bald wieder am Sportplatz alle zusammen treffen können.“

 

SG Bega/Humfeld, Tabellenzweiter der C1 Lemgo. Bisherige Bilanz: Sechs Spiele, 15 Punkte, 22:9 Tore.

 

Trainer Dennis Scarlata (Bild rechts): „Das war ja vorherzusehen, dass man über eine Annullierung der bisherigen Saison nicht herumkommt. Es ist natürlich schade, weil jeder wieder auf den Platz möchte und Fußball spielen möchte, die Gesundheit aller geht aber vor und deshalb war es auch die richtige Entscheidung. Jetzt heißt es: Mund abwischen, die Saison abhaken und sich auf die neue Saison zu konzentrieren, um dann wieder neu anzugreifen. Ich hoffe einfach, dass sich bis dahin alles wieder einigermaßen normalisiert hat, um dann mal wieder eine Saison ohne Unterbrechung beziehungsweise ohne einen Abbruch durchzubringen.“

 

VfB Matorf, Tabellendritter der C1 Lemgo. Bisherige Bilanz: Fünf Spiele, 13 Punkte, 18:2 Tore.

 

Spieler Peter Unruh (Bild links): „Die Annullierung als solches ist nicht das Problem. Auch wenn wir sicher aufgestiegen wären (schmunzelt). Schade ist nur, dass wir keine Spiele machen konnten und dann jetzt bis mindestens August nicht mehr machen können. Gerade bei alten Hasen wie mir ist das natürlich immer so eine Sache. Man wird ja nicht schneller und spritziger mit den Jahren. Ich finde auch, dass es andere Lösungen geben muss, als alles abzusagen, abzusperren und Sport nur noch alleine möglich ist. Ich denke, die Maßnahmen werden überall und von jedem kontrovers diskutiert, aber es muss jetzt endlich auch Konzepte für Mannschaftssport im Freien geben. Hoffentlich können wir ab August dann wieder „normal“ spielen. Wir vermissen es extrem, wie wahrscheinlich alle Fußballer.“

 

SG Lüdenhausen/Talle/Westorf II, Tabellenvierter der Kreisliga C1 Lemgo. Bisherige Bilanz: Sechs Spiele, 12 Punkte, 14:11 Tore.

 

Spielertrainer Felix Preuß: „Ich persönlich finde die Entscheidung richtig. Klar ist es unschön, dass wir unserem Hobby nicht nachkommen können, aber ich finde, da geht bei allen die Gesundheit vor! Und die letzten Spiele, die wir gemacht haben – letztes Jahr, da fand ich es schon komisch, mit dem eigenen Team in der Kabine sitzen und umziehen mit Maske und dann sollen 22 Leute 90 Minuten ohne Maske Fußball spielen. Die Entscheidung, allgemein zu spielen, diese fand ich falsch. Die Annullierung hätte viel früher kommen müssen.“

 

Obmann Christoph Pröhlemeier: „Aus meiner Sicht ist die Annullierung der laufenden Saison in der aktuellen Lage die richtige Entscheidung. Niemand kann verlässlich einschätzen, wann man wieder starten könnte. Und eine Vorbereitung für eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs wäre aufgrund des Zeitdrucks unmöglich. So hat man die Möglichkeit, die neue Saison (unter hoffentlich einigermaßen normalen Umständen) vorzubereiten.“

 

Türkischer SV Horn II, Tabellenführer der Kreisliga C2 Detmold. Bisherige Bilanz: Acht Spiele, 24 Punkte, 42:8 Tore.

 

Manager Ender Ünal: „Kein einziges Leben auf der Welt ist eine Meisterschaft oder Fußball wert. Viele Menschen haben ihre Arbeit verloren, werden sie noch verlieren, sind zu Hause eingesperrt. Für die Jugendlichen tut mir das alles leid. Es gibt wichtigere Sachen im Leben. Fußball ist die schönste Nebensache der Welt. Wir als Verein haben zwei sehr junge Spieler durch Verkehrsunfälle verloren. Klar fehlt uns der Fußballsport, das Soziale. Ich persönlich habe so viel in meinem Haus und Garten erledigt. All die Jahre vor Corona habe ich blind in meinem Haus gelebt. Ich habe alibimäßig zu Hause gearbeitet. Mit meinen Gedanken war ich immer beim TSV Horn, bei meinen Jungs, beim Training, Vorbereitung, Sponsoren. Jetzt habe ich viel Zeit mit meinen beiden Töchtern verbracht, ich bin jeden Tag bei ihnen. Vorher war ich immer auf dem Sportplatz. Ich mache mir derzeit viele Gedanken. Nach Corona wird vieles anders. Ich liebe meinen Verein, aber ich habe mir fest vorgenommen, dass ich Arbeit abgeben möchte. Für meine Jungs der Zweiten tut es mir leid. Die Erste war allerdings auch nur vier Punkte hinter dem Tabellenführer Blomberg. Wir sind ein Verein. Unsere A-Liga-Mannschaft ist aber das Aushängeschild unseres Vereins.

Jeder Aufstieg wäre schön gewesen. Wenn meine Jungs von der Zweiten aufsteigen wollen, dann können sie morgen in der Ersten spielen. Wir haben in der Reserve so viele talentierte Leute. Ich habe diese Entscheidung, diese Entwicklung von vornherein geahnt. Das ist noch nicht das Ende. Wir können froh sein, wenn wir im Juni, Juli 2021 wieder auf die Plätze dürfen. Vorher können die Jungs sich durch das Laufen fit halten. Was noch viel schlimmer wiegt: Wir haben so viele Sponsoren verloren. Teils auch Mitglieder. Um das alles wieder aufzufangen, das wird Zeit brauchen. Klar werden wir wieder eine schlagkräftige Truppe zusammenstellen. 90 Prozent haben bei beiden Teams zugesagt. Solch eine Quote habe ich lange nicht mehr gehabt. Das ist jedoch eine Selbstverständlichkeit. Alle sind dem Verein etwas schuldig. Wir werden sehen, wohin die Reise geht.“

 

TuS Rot-Weiß Grastrup-Retzen II, Tabellenführer der Kreisliga C2 Lemgo. Bisherige Bilanz: Acht Spiele, 20 Punkte, 30:9 Tore.

 

Coach Timo Drechshage (Bild rechts): „Es kam für uns nicht überraschend. Ich bin da schon von ausgegangen und man braucht jetzt nicht anfangen zu diskutieren, ob es richtig oder falsch ist. Es lässt die Zeit einfach nicht her, da jetzt noch eine vernünftige Lösung zu finden und ich habe meinen Jungs direkt nach der Entscheidung gestern eine Nachricht zukommen lassen, dass wir auch in diesem Fall so natürlich nicht aufsteigen wollen und eine Lösung hier zu finden, von wegen der Erste geht jetzt hoch, es ist nicht zu Ende gespielt worden, ist nicht regelgerecht und demnach darf es keinen Aufsteiger oder Absteiger oder sonst irgendwas geben. Somit ist die Entscheidung in diesem Falle richtig. Für uns ist das natürlich ein bisschen ärgerlich, weil wir eine wirklich gute Saison gespielt haben, wir auch gut drauf waren, aber ich glaube, davon gibt es mehrere Mannschaften in Nordrhein-Westfalen oder im ganzen Land, die davon betroffen sind, wo es um den Aufstieg geht, wo es um Sport an sich vor allen Dingen auch geht, dass man ihn jetzt seit einem halben Jahr nicht mehr betreiben kann, was für mich eigentlich die viel, viel schlimmere Sache ist, dass wir seit sechs Monaten auf dem Eis stehen und nicht so richtig wissen, wie es weitergeht. Diese Perspektivlosigkeit ist, glaube ich, das, was unseren Fußball oder den Sportlern in unserem Land am meisten stört. Wenn man jetzt gesagt gekriegt hätte im November, so und so sieht’s aus und so und so geht’s weiter. Aber wie gesagt, das ist ja alles sehr, sehr schwierig. Ich bin ein Mensch, der jetzt nicht zurückguckt, sondern nur nach vorne und genau das habe ich meiner Mannschaft auch gesagt. Wir konzentrieren und fokussieren uns absolut auf die Sommervorbereitung. Sobald wir wieder dürfen, werden die Türen aufgemacht und dann geht’s sofort in die Vorbereitungsphase. Die Spieler bereiten sich jeweils noch so weit vor, wie sie es können, dass sie nicht bei Null anfangen. Und das ist unsere Denke jetzt und so versuche ich es auch der Mannschaft zu verkörpern, dass wir nur nach vorne gucken und dass wir gar nicht zurückgucken. Wir nehmen die Saison so hin, im Herzen sind wir Meister geworden und sind ungeschlagen. Wir waren Erster, dafür können wir uns jetzt nichts kaufen, aber wir freuen uns, dass wir so eine gute Serie gespielt haben. Andersrum gehe ich in die neue Saison auch mit der Erwartungshaltung an diese Mannschaft, die so bleibt und vielleicht sogar noch verstärkt wird im Sommer, dass wir das halten wollen, wenn nicht sogar noch ein bisschen stärker werden. Das würde mich freuen und demnach werden wir daran arbeiten. Wir können nicht wissen, wie lange wir spielen dürfen, wie es dann im Winter aussieht, wie es zur Rückserie aussieht. Da tappen wir auch im Dunkeln. Da werden wir auch keine Perspektive kriegen. Mal gucken, was jetzt in den nächsten Wochen passiert. Unterm Strich sind wir nicht beleidigt, wir sind auch nicht sauer, wir nehmen das so hin, weil wir nichts dafürkönnen, da kann gar keiner was für und wir werden in der neuen Saison neu angreifen und diese Saison mitnehmen als Beflügelung für die neue Saison und dann sehen wir, wann es wieder losgeht und dann wird auch der TuS Grastrup-Retzen bewaffnet sein, um wieder anzugreifen.“

 

SG Leese/Hörstmar/Lieme III, Tabellenzweiter der Kreisliga C2 Lemgo. Bisherige Bilanz: Acht Spiele, 18 Punkte, 32:6 Tore.

 

Coach Patrick Barkei (Bild rechts): „Das ist alles schade gelaufen. Wir hätten sehr gerne die Aufstiegsrunde gespielt. Das Einzige, was ich gut finde, ist, dass man jetzt endlich Klarheit hat. Es ist natürlich schade für jeden potenziellen Aufsteiger, allerdings muss die Gesundheit einfach im Vordergrund stehen.“

 

TuS Bexterhagen III, Tabellenvierter der Kreisliga C2 Lemgo. Bisherige Bilanz: Acht Spiele, 14 Punkte, 22:7 Tore.

 

Coach Jan Schulmeister: „Eigentlich wusste doch jeder, was kommt, da musste man ja kein großer Hellseher sein. Bei uns war ja noch gar nicht klar, ob wir in die Aufstiegsrunde kommen, von daher ist es eben, wie es ist. Der Verband hat lange genug gewartet, damit sie sich nicht angreifbar machen und gut ist. Ob das alles so richtig oder falsch ist, da können wir noch viel philosophieren. Im Endeffekt sitzen wir alle im selben Boot und müssen das so akzeptieren. Die beste Option, aber, das ist meine persönliche Meinung, einfach weitertrainieren, denn jeder weiß doch, das es nichts Besseres als Sport für den Körper und das Immunsystem gibt. Die Spiele lassen wir mal außen vor. Aber da hatten gewisse Leute eben etwas dagegen. Und gegen diese Lobby da oben kannst du eben nichts machen. Die Amateurvereine bringen eben nicht so viel Geld rein wie die Profivereine, von daher einfach mal die Schotten dicht machen und gut ist. Die Amateurvereine haben so viele gute Konzepte auf den Weg gebracht und umgesetzt und im Endeffekt war alles für die Katz. Und ob es jetzt Auf- und Absteiger gibt, das ist doch das geringste Problem, was wir haben.“

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